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Verfasst: 15.09.2004, 14:51
von bignike

Villeneuve fährt 2005 im Sauber!



HINWIL – Die Katze ist aus dem Sack: Jacques Villeneuve fährt 2005 im Sauber-Team neben Felipe Massa! Das bestätigt Teamchef Peter Sauber.

Wochenlang wurde gerätselt, wer nächste Saison Nachfolger von Giancarlo Fisichella (2005 bei Renault) wird. Teamchef Sauber sagte immer: «Ich lasse mir Zeit und muss mir zuerst klar werden, ob ich auf Erfahrung oder Jugend setze.» Morgen in Jerez darf zum Beispiel Formel-3000-Europameister Vitantonio Liuzzi (23) den Sauber-Boliden testen – Hoffnungen auf einen F1-Sitz darf er sich seit heute nicht mehr machen.

Deshalb überrascht der Zeitpunkt der Villeneuve-Verpflichtung. Der 33-jahrige Kanadier, der heute Testfahrten für Renault (feuerte am Dienstag Jarno Trulli) absolviert, unterschrieb einen Zweijahres-Vertrag, der am 1. November 2004 in Kraft tritt.

Teamchef Sauber: «Ich muss zugeben, dass es schon etwas Spezielles ist, einen Ex-Weltmeister unter Vertrag zu nehmen. Allerdings möchte ich klarstellen, dass dies keineswegs der ausschlaggebende Faktor war. In meinen Gesprächen mit Jacques habe ich gespürt, dass er voll motiviert ist. Er war stets ein grosser Kämpfer, ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können.»

Offiziell wird nicht bekannt gegeben, was Villeneuve, der bei BAR-Honda 20 Millionen Dollar im Jahr verdiente, als Gage erhalten wird. Doch er soll ein stark leistungsbezogenen Vertrag unterschrieben haben: 3 Millionen Dollar Grundgehalt – und pro WM-Punkt zwischen 50'000 und 100'000 Dollar.

Villeneuve zu seinem neuen Team: «Als ich vor einigen Wochen in Hinwil weilte, war ich überaus beeindruckt von der Professionalität, die ich bei einem Rundgang in der Fabrik feststellen konnte. Vor allem freue ich mich darauf, was der topmoderne Windkanal alles hervorbringen wird.»

Villeneuve ist gewiss kein einfacher Pilot. Der elffache GP-Sieger und Weltmeister 1997, der für 2004 keinen Vertrag mehr bekam, hatte bei all seinem Teams Probleme – auch mit den Teamkollegen. Andere Piloten behandelt er oft respektlos – davon kann auch Felipe Massa ein Liedchen singen. Doch der Brasilianer sagte vor einiger Zeit: «Gebt mir Villeneuve, da kann ich beweisen, wie schnell ich bin...»

Verfasst: 16.09.2004, 09:02
von master2003
Trulli unterschreibt Zweijahresvertrag



München - Was die Spatzen schon länger von den Dächern pfiffen, ist jetzt offiziell bestätigt: Jarno Trulli fährt in der kommenden Formel-1-Saison für Toyota.

Wie die Japaner mitteilten, hat der Italiener bereits am Dienstag einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Genau an dem Tag also, als sich Renault von ihm trennte.

Schon am Donnerstag wird Trulli bei Tests in Silverstone erstmals in einem Toyota Platz nehmen. 2005 geht er dann an der Seite Ralf Schumachers auf die Jagd nach WM-Punkte.

Verfasst: 17.09.2004, 15:06
von bignike
Schock für die F1: Jaguar und Ford ziehen sich zurück

Kaum ist in die Formel 1 durch die massiven Fahrer-Rochaden der letzten Tage neuer Schwung gekommen, holt die "Königsklasse des Motorsports" wieder die Realität ein. Eddie Jordan überlegt ernsthaft, ob es Sinn macht, mit seinem Team weiter an den Start zu gehen und am Freitag hat die Ford Motor Company einige Umstrukturierungen bekannt gegeben, um das angeschlagene Unternehmen zu sanieren. Ein Teil dieses Planes beinhaltet die Einstellung des Formel-1-Projektes Jaguar Racing. Auch Ford wird es 2005 in der Formel 1 nicht mehr geben, deshalb steht Eddie Jordan im Moment auch ohne einen Motorenpartner da.

"Jaguars Präsenz in der Formel 1 war eine wertvolle Plattform für das Marketing und die Markenbewusstheit, besonders außerhalb unserer Hauptmärkte in den USA und England", so John Greenwell, Vorsitzender und Geschäftsführer von Jaguar and Land Rover. "Es ist jedoch unsere gemeinsame Ansicht, dass es Zeit für Jaguar ist, sich zu 100 Prozent auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren."

Über "viele Monate" hinweg habe die Ford Motor Company das Formel-1-Projekt genau durchleuchtet, doch der Entschluss ist gefallen, das Projekt einzustellen. Man möchte nun versuchen, dass die Angestellten von Jaguar Racing eine neue Beschäftigung bekommen, ein Verkauf des Teams ist aus diesem Grund die bevorzugte Variante. Hier gibt es durchaus Interesse, zum Beispiel von Formel-3000-Teamchef Christian Horner, der allerdings damit kämpft, das notwendige Budget aufzubringen.

Auch die zum Konzern gehörende Motorenschmiede Cosworth soll verkauft werden. Minardi-Teamchef Paul Stoddart verfügt mit Cosworth über einen Kundenvertrag für die kommende Saison. Es ist fraglich, ob es sich für die die Rennmotorenschmiede lohnt, nur ein Team - zudem das finanzschwächste - mit Motoren auszurüsten. Am Freitag wurde zudem bekannt gegeben, dass Ford eines der drei Jaguar-Werke in Großbritannien schließen wird. In dem Werk montieren über 2.000 Mitarbeiter Sport-Coupes.

Verfasst: 21.09.2004, 09:01
von Jodit
Zwei potenzielle Jaguar-Käufer sagen Ford ab

1999, als die Formel 1 kommerziell gesehen fast auf ihrem Höhepunkt angelangt war und viele Menschen viel Geld in der Königsklasse des Motorsports scheffelten, verkaufte Jackie Stewart gemeinsam mit Sohn Paul seinen Rennstall an Ford. Der US-Konzern benannte die Truppe in Jaguar um und kündigte Erfolge an - die bis zum am vergangenen Freitag bekannt gegebenen Rückzug ausgeblieben sind.

Berichten zufolge hat Stewart, 1969, 1971 und 1973 als Fahrer Formel-1-Weltmeister, für den Verkauf seines Teams vor fünf Jahren geschätzte 90 Millionen Dollar kassiert, mit denen er heute ein gemachter Mann ist. Dennoch steht es für ihn nicht zur Debatte, auf das inzwischen sinkende Ford-Schiff aufzuspringen und als Kapitän das Ruder doch noch einmal herumzureißen - nach dem Motto: "Ich habe das schon einmal gemacht, ich will es mir nicht wieder antun."

Auch Tony Purnell, momentan fest angestellter Teamchef bei den "Raubkatzen", hat in ersten Interviews nach dem Bekanntwerden des Ford-Rückzugs durchblicken lassen, dass er wohl eher nicht als Käufer in Frage kommt, "schließlich bin ich kein russischer Erdölmilliardär", wie er ironisch zu Protokoll gab. Dennoch geht man in Fachkreisen davon aus, dass der Brite entgegen seiner eigenen Kommentare mithilfe eines Investorengremiums, welches er freilich erst zusammenstellen müsste, gerne in der Formel 1 bleiben würde.

Somit bleiben nur noch wenige ernsthafte Übernahmekandidaten: Bekannt ist, dass Formel-3000-Teambesitzer Christian Horner bereits eine Anfrage gestellt hat, über deren Seriosität es aber geteilte Meinungen gibt, während unter Umständen auch 'Red Bull' einspringen könnte - mit dem langfristigen Projekt eines All American Teams im Hinterkopf. Auch die italienische Rennwagenschmiede Dallara bekundete zuletzt Interesse an der Formel 1, für einen Jaguar-Kauf kommt das Unternehmen aber eher nicht in Frage.

Verfasst: 21.09.2004, 09:04
von Jodit
Trulli: "Toyota hat mir großartigen Empfang bereitet"

Drei Tage lang testete das Toyota-Team in dieser Woche in Silverstone, um sich auf die verbleibenden drei Saisonrennen vorzubereiten. Am Donnerstag, dem letzten Testtag des Teams, stieß überraschend Jarno Trulli vorzeitig zum Team, dessen vorzeitige Trennung vom Renault-Team nur wenige Stunden zuvor bekannt gegeben worden war, woraufhin die Japaner Trulli offiziell als zukünftigen Teamkollegen von Ralf Schumacher vorstellten.

Olivier Panis: "Das Hauptziel beim Test in dieser Woche in Silverstone war der Test von Reifen für die kommenden Rennen und wir haben uns richtig gut vorbereitet. Das Wetter war aber ziemlich wechselhaft, das macht es immer schwierig, Reifen miteinander zu vergleichen. Die starken Winde haben das Auto am Dienstag stark gestört und wenn die Strecke vom nassen in den trockenen Zustand wechselt, dann ist es schwierig etwas zu lernen. Aber wir hatten am Mittwoch einen sehr positiven Tag, an dem wir viele Runden fuhren und gute Reifen für Suzuka gefunden haben."

"Unsere Reifenwahl für den China-Grand-Prix in der kommenden Woche wurde bereits in Zusammenarbeit mit unserem Ausrüster Michelin getroffen. Die Strecke selbst sieht so aus wie eine Mischung aus ein paar anderen neuen Strecken. Das Setup sollte jenem ähnlich sein, das wir in Malaysia verwenden aber es gibt auch ein paar lange Geraden wie in Bahrain. Es sieht nach einem guten Kurs aus und ich freue mich darauf, dort Rennen zu fahren."

Ricardo Zonta: "Wir hatten einen erfolgreichen Test, bei dem wir hauptsächlich an den Reifen für den Japan-Grand-Prix in Suzuka kommenden Monat gearbeitet haben. Am Dienstag haben sich die Bedingungen stark verändert. Wir hatten zu Beginn des Tages starken Regen und das hat dazu geführt, dass es an bestimmten Stellen der Strecke zu Aquaplaning gekommen ist. Aber als es später abgetrocknet ist hatten wir eine ziemlich gute Balance gefunden, auch wenn wir weniger Runden fahren konnten als erhofft."

"Am Mittwoch haben sich die Bedingungen deutlich verändert und wir mussten die Balance des Autos erneut verändern, aber wir konnten dennoch 129 Runden lang mit den Reifen arbeiten während auch Olivier 100 Runden geschafft hat. Die Spezifikationen, die wir für Suzuka herausgearbeitet haben, sehen positiv aus."

Jarno Trulli: "Ich bin ein wenig früher als erwartet zu Toyota gestoßen, in der Formel 1 muss man jedoch für alles gewappnet sein und so läuft es manchmal eben. Das Toyota-Team hat mir einen großartigen Empfang bereitet und wir haben an unserem ersten Testtag schon gut mit der Zusammenarbeit begonnen. Es ist auch schön, wieder mit Mike Gascoyne zu arbeiten, der ein exzellenter Ingenieur ist."

"Es ist noch zu früh, um das Auto zu beurteilen. Ich habe ein paar sehr gute, positive Aspekte am Paket gefunden, es gibt aber auch Bereiche, die noch verbessert werden können. Aber ich denke, dass jeder im Team die Problemzonen kennt, an denen gearbeitet werden muss. Alle Fahrer des Teams werden mit dem Rest des Teams gut zusammenarbeiten um den Speed des Autos in der Zukunft zu verbessern. Es herrscht eine gute Atmosphäre im Team und es sind nette Leute hier. Es ist gut, dass wir mit den Vorbereitungen auf 2005 so früh loslegen konnten."

Ryan Briscoe: "Wir haben ein Standardprogramm im Hinblick auf die Entwicklungsarbeit durchgeführt und haben uns dabei verschiedene Bereiche angeschaut, inklusive der Elektronik, der Reifenkonstruktion und dem Ballast im Auto. Es ist schön, Jarno hier zum ersten Mal da gehabt zu haben, aber an einem Testtag wie diesem probieren wir immer verschiedene Dinge aus, ich habe mich aus diesem Grund nur auf meinen eigenen Job konzentriert. Nun mache ich mich auf den Weg zum China-Grand-Prix, um meinen Aufgaben als dritter Fahrer nachzugehen. Ich war zuvor nur einmal in China, als ich letztes Jahr beim Formel-3-Rennen von Macau an den Start ging."

Verfasst: 22.09.2004, 14:44
von knopfler
quelle: spiegel.de
Ecclestone fordert Topteams zu Mehreinsatz auf

Für Bernie Ecclestone ist es ausgemachte Sache, dass die Formel 1 in der nächsten Saison ohne Jaguar, Minardi und Jordan stattfinden wird. Damit die vertraglich garantierte Mindestzahl an Autos erfüllt wird, müssen die großen Teams einspringen, verlangt der F1-Boss. Ferrari und Co. sollen drei Fahrzeuge pro Rennen stellen.

Hamburg - "Fakt ist, dass wir zurzeit durch den Ausstieg von Ford nur 14 Autos haben", sagte Ecclestone in einem "Sport Bild"-Interview, "Jordan und Minardi haben keine Motoren. Ich glaube nicht, dass sich bei der momentanen politischen Lage in der Formel 1 ein Käufer für Jaguar findet."

Vergangene Woche hatte der US-Automobilkonzern Ford angekündigt, den F1-Rennstall seines Tochterunternehmens Jaguar am Saisonende zurückzuziehen. Auch der Ford-Ableger Cosworth, der Motoren herstellt, steht zum Verkauf. Derzeit beziehen die zweitklassigen Rennställe Minardi und Jordan Cosworth-Aggregate.

Sollten nächste Saison weniger als zehn Teams starten, hätte dies weitreichende Folgen. Laut dem so genannten Concorde Agreement müssen mindestens 20 Autos bei den Rennen am Start sein, um die bestehenden Verträge mit den Veranstaltern zu erfüllen. "Die großen Hersteller müssen drei Autos einsetzen", fordert deshalb Ecclestone.

Die angesprochenen Rennställe wie Ferrari, BMW-Williams und McLaren-Mercedes haben jedoch bereits signalisiert, dass sie nicht ohne weiteres bereit wären, die zusätzlichen Kosten zu tragen. Ecclestone will deshalb auf einer Sitzung mit den F1-Teams in dieser Woche Vorschläge für mögliche Einsparungen machen. Dabei soll es vor allem um die Reduzierung von Testfahrten gehen.

Verfasst: 24.09.2004, 12:21
von Jodit
Großer Preis von China in Shanghai
24.-26. September 2004
Ergebnisse des 2. Freien Trainings


Pos. Fahrer Team R. Zeit Abstand Rnd.
1 A. Davidson BAR M 1:33.289 22
2 J. Button BAR M 1:34.174 0:00.885 19
3 K. Räikkönen McLaren M 1:34.289 0:01.000 16
4 D. Coulthard McLaren M 1:34.362 0:01.073 15
5 R. Barrichello Ferrari B 1:34.448 0:01.159 21
6 G. Fisichella Sauber B 1:34.680 0:01.391 23
7 R. Schumacher Williams M 1:34.714 0:01.425 23
8 M. Schumacher Ferrari B 1:34.776 0:01.487 25
9 R. Zonta Toyota M 1:34.868 0:01.579 29
10 O. Panis Toyota M 1:34.870 0:01.581 23
11 R. Briscoe Toyota M 1:34.881 0:01.592 27
12 F. Massa Sauber B 1:34.959 0:01.670 22
13 F. Alonso Renault M 1:35.514 0:02.225 25
14 J. Montoya Williams M 1:35.646 0:02.357 22
15 J. Villeneuve Renault M 1:35.851 0:02.562 19
16 M. Webber Jaguar M 1:35.886 0:02.597 19
17 B. Wirdheim Jaguar M 1:36.363 0:03.074 15
18 N. Heidfeld Jordan B 1:36.630 0:03.341 25
19 Z. Baumgartner Minardi B 1:37.076 0:03.787 22
20 C. Klien Jaguar M 1:37.111 0:03.822 19
21 G. Bruni Minardi B 1:37.431 0:04.142 19
22 T. Glock Jordan B 1:37.728 0:04.439 15
23 B. Leinders Minardi B 1:38.522 0:05.233 18
24 R. Doornbos Jordan B 1:39.051 0:05.762 15
25 T. Sato BAR M -:--.--- -:--.--- 1

Verfasst: 24.09.2004, 12:24
von mash
Davidson geht in den freien Trainings immer gut ab, dem sollte man mal ein Rennen fahren lassen.

Verfasst: 25.09.2004, 10:29
von master2003
Platzierungen Startaufstellung / Grand Prix von China

Platz Name Nation Team Zeit


1. Rubens Barrichello BRA Ferrari
2. Kimi Räikkönen FIN McLaren Mercedes
3. Jenson Button GBR BAR Honda
4. Felipe Massa BRA Sauber Petronas
5. Ralf Schumacher GER Williams BMW
6. Fernando Alonso ESP Renault
7. Giancarlo Fisichella ITA Sauber Petronas
8. Olivier Panis FRA Toyota
9. David Coulthard GBR McLaren Mercedes
10. Juan-Pablo Montoya COL Williams BMW
11. Mark Webber AUS Jaguar
12. Jacques Villeneuve CAN Renault
13. Ricardo Zonta BRA Toyota
14. Nick Heidfeld GER Jordan Ford
15. Christian Klien AUT Jaguar
16. Timo Glock GER Jordan Ford
17. Zsolt Baumgartner HUN Minardi Cosworth
18. Takuma Sato JPN BAR Honda
19. Michael Schumacher GER Ferrari :o ;)
20. Gianmaria Bruni ITA Minardi Cosworth

Verfasst: 27.09.2004, 08:23
von Jodit
Trulli wahrscheinlich schon in Suzuka im Toyota

Was eigentlich ohnehin alle erwartet haben, zeichnet sich immer deutlicher ab: Jarno Trulli, von Renault vor dem Grand Prix von China gefeuert und daher frühzeitig zu seinem neuen Arbeitgeber Toyota gewechselt, könnte schon beim nächsten Rennen im japanischen Suzuka in den Formel-1-Zirkus zurückkehren.

Der Italiener, der dieses Jahr in Monaco als Erster Michael Schumacher geschlagen hat, testete schon vergangene Woche den TF104B von Toyota, entschied sich aber gegen einen Start in Shanghai, weil er sich auf das für ihn neue Auto nicht ausreichend vorbereitet sah. Nach einem weiteren dreitägigen Test nächste Woche in Jerez de la Frontera könnte es nun aber doch noch 2004 zum Trulli-Debüt bei Toyota kommen.

"Alles wird vom Test in Jerez abhängen und davon, wie ich mich im Auto fühle", erklärte der 30-Jährige heute im italienischen Fernsehen, "aber ich denke, die Chancen, dass ich schon beim nächsten Rennen in Japan für mein neues Team fahre, stehen nicht schlecht. Ich habe mich wegen Problemen mit dem Sitz entschieden, in Europa zu bleiben und weiter mit dem Team zu arbeiten. In Köln haben wir uns über die Zukunft unterhalten und einen neuen Sitz für den Jerez-Test angepasst."

Trulli ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er unbedingt schon in Suzuka wieder am Start sein will, fraglich ist jedoch, wen Toyota dafür auf die Reservebank verbannt: Olivier Panis gilt zwar eigentlich aufgrund seiner Routine als gesetzt, bei den letzten beiden Rennen sah jedoch Ricardo Zonta stets besser aus als der Franzose. Dennoch ist das wahrscheinlichste Szenario, dass Panis und Trulli den Grand Prix bestreiten und Zonta wieder statt Briscoe das dritte Auto übernimmt.

Verfasst: 27.09.2004, 08:25
von Jodit
Großer Preis von China in Shanghai
24.-26. September 2004
Ergebnisse des Rennens


Pos. Fahrer Team R. Abstand Box.

1 R. Barrichello Ferrari B 1:29:12.420 3
2 J. Button BAR M 0:01.035 2
3 K. Räikkönen McLaren M 0:01.469 3
4 F. Alonso Renault M 0:32.510 2
5 J. Montoya Williams M 0:45.193 2
6 T. Sato BAR M 0:54.791 2
7 G. Fisichella Sauber B 1:05.464 3
8 F. Massa Sauber B 1:20.080 3
9 D. Coulthard McLaren M 1:20.619 3
10 M. Webber Jaguar M +1 Rnd. 2
11 J. Villeneuve Renault M +1 Rnd. 2
12 M. Schumacher Ferrari B +1 Rnd. 3
13 N. Heidfeld Jordan B +1 Rnd. 2
14 O. Panis Toyota M +1 Rnd. 3
15 T. Glock Jordan B +1 Rnd. 2
16 Z. Baumgartner Minardi B +3 Rnd. 3

Ausfälle

Pos. Fahrer Team R. Abstand Box.
17 G. Bruni Minardi B +18 Rnd. 2
Ausfallgrund: Rad verloren
18 R. Schumacher Williams M +19 Rnd. 3
Ausfallgrund: Kollision
19 R. Zonta Toyota M +21 Rnd. 3
Ausfallgrund: Getriebeprobleme
20 C. Klien Jaguar M +45 Rnd. 1
Ausfallgrund: Kollision

Verfasst: 02.10.2004, 19:36
von master2003
Briatore will sich Cosworth angeln

Renault-Teamchef Briatore könnte für Minardi zum Retter werden


München - Noch immer ist unklar, wie die Formel-1-Saison 2005 konkret aussehen wird.
Welche Teams werden nach dem Ausstieg von Ford noch übrig bleiben? Werden die verbleibenden Rennställe mit drei Autos starten müssen?
Es scheint, als könnte ein Teamchef schon sehr bald für Erleichterung - besonders bei F-1-Boss Bernie Ecclestone - sorgen: Flavio Briatore.

Verhandlungen kurz vor Abschluss

Der Renault-Boss soll laut der Fachzeitschrift "Autosport" mit Ford über den Kauf der Motorenschmiede Cosworth in Verhandlung stehen.
Nach den China-Grand-Prix sei Briatore auf direktem Wege zurück nach Europa geflogen, um die Übernahme von Cosworth durch seine Firma Mecachrome unter Dach und Fach zu bringen.
Die Verträge sollen bereits so gut wie unterschrieben sein und die so neu formierte Mecachrome-Cosworth-Firma würde für die Formel 1 wieder zu einem wichtigen Lieferanten von Kundenmotoren werden.


Rettung für Minardi?
Mecachrome ist in der Königsklasse keine Unbekannte. Nach dem Ausscheiden von Renault versorgte man unter dem Namen Supertec zwischen 1998 und 2000 Williams, Benetton, BAR und Arrows mit Aggregaten.
Nicht nur Cosworth wäre durch den Verkauf gerettet, auch das Minardi-Team hätte wieder eine Zukunft in der Königsklasse.
Vor allem Bernie Ecclestone sieht den Plänen von Flavio Briatore hoffnungsvoll entgegen. Der Formel-1-Boss hat die Rettung von Jordan und Minardi zur persönlichen Chefsache erklärt.

Toyota soll Jordan beliefern

Für die Gelben um Teamchef Eddie Jordan hatte sich Ecclestone schon seit längerem den Toyota-Rennstall als neuen Motorenlieferanten auserkoren.
Der 73-Jährige hat ein gesteigertes Interesse daran, die kleinen Teams in der Königsklasse halten - und das nicht nur, weil er an beiden finanziell beteiligt ist.
Um sich gegen die großen Automobilhersteller zu behaupten, braucht Ecclestone Verbündete unter den Privatteams.

Briatore plant Rückzug

Eine weitere positive Nachricht ist für ihn in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass es für Jaguar Racing mehr als nur einen Kaufinteressenten gibt.
Um die nahe Zukunft der Königsklasse muss sich Ecclestone offenbar keine Sorgen mehr machen und auch Flavio Briatore plant wohl schon für die Zeit nach Renault.
Erst kürzlich gab der Teamchef bekannt, seinen nach 2005 auslaufenden Vertrag mit Renault nicht verlängern zu wollen.

Schon Ende 1997 hatte sich Briatore aus dem Sportmanagement zurückgezogen und stattdessen die Leitung von Mecachrome übernommen. Möglich, dass sich der umtriebige Teamchef eine erneute Auszeit gönnen will.

Verfasst: 07.10.2004, 16:41
von master2003
Mit "Tank-Trick" zum 13. Saisonsieg?


Schumis neues Geheimns liegt zwischen Motor und Cockpit



München - Michael Schumacher scheint es mit seinem 13. Saisonsieg in Suzuka verdammt ernst zu sein.

Nicht nur, dass er sagt: "Es kann nur um den Sieg gehen." Sein Team lässt ebenfalls nichts unversucht, um dem Weltmeister einen krönenden Saisonabschluss zu bescheren.

Im Vorfeld des Japan-GP sorgt offenbar ein "Tank-Trick" von Ferrari im F-1-Paddock für Wirbel. (Alle Infos zum Rennen auf der Sport1-Event-Seite!)

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat die Scuderia einen Weg gefunden, die Fließrichtung des Benzins im Tank mit Hilfe neuartiger Pumpen zu kontrollieren.

Fliehkräfte haben Einfluss auf das Benzin

Bei den anderen Teams wird die Flüssigkeit in schnellen Kurven aufgrund der Fliehkraft immer auf die der Kurve entgegengesetzte Seite gedrückt. Sprich: In einer Rechtskurve wandert der Sprit nach links und umgekehrt.

Bisher existierten lediglich so genannte Rückschlagklappen, die das Benzin so weit wie möglich in der Mitte halten sollten.

Pumpen sorgen für Vorteil in Kurven

Ferrari hat jetzt offenbar die Möglichkeit, die Fließrichtung des Sprits umzukehren. Fährt Schumi in eine Rechtskurve, kann die Flüssigkeit ebenfalls nach rechts gepumpt werden.

Vorteil: Das Auto wird durch die Gewichtsverlagerung nicht so stark nach außen gedrückt, es liegt stabiler auf der Straße und erreicht so natürlich höhere Kurvengeschwindigkeiten.

Wie geschaffen für die 130R

Was bedeutet das konkret für die Strecke in Suzuka? Ganz einfach: Die berühmte Kurve 130R wird mit fast 300 km/h durchfahren und produziert Fliehkräfte von bis zu vierfacher Erdbeschleunigung.

Jeder Stundenkilometer, den Schumi auf dem Weg zur folgenden engen Schikane vor Start-und-Ziel schneller fahren kann als die Konkurrenz, ist für einen Überholversuch Gold wert.

Idee von Rory Byrne

Die Idee zu diesem Trick soll von Ferrari-Chefdesigner Rory Byrne stammen, der schon 1986 zu seiner Zeit bei Benetton eine ähnliche Technik entwickelt hatte.

Schumi voll motvieirt, das Auto mit allen Tricks und Kniffen ausgestattet, was soll da dem 13. Saisonsieg noch im Wege stehen?

Verfasst: 08.10.2004, 08:50
von Jodit
Offiziell: Neues Formel-1-Team steigt 2006 ein

Was in den letzten Tagen gemunkelt und von Max Mosley angekündigt wurde, ist nun offiziell: 2006 wird ein neues Team mit dem Namen Midland F1 in die Formel 1 einsteigen. Noch befindet sich das Projekt in der Planungsphase, schon Anfang nächsten Jahres sollen aber erste Details bekannt gegeben werden, heißt es.

Hinter Midland F1 steht unter anderem Alex Shnaider, ein 36-Jähriger Industrieller, der den Vorsitz des Teams vorläufig übernommen hat. Die Finanzierung wird die Midland-Gruppe übernehmen, eine in Guernsey registrierte britische Handels- und Investmentgesellschaft, deren Betätigungsfeld in erster Linie in Russland und den Commonwealth-Staaten liegt. Das Unternehmen liegt zur Gänze in privatem Besitz und ist nicht verstaatlicht.

Doch während die Finanzierung bereits gesichert zu sein scheint, gibt es weiterhin viele Fragezeichen, was die Zusammenstellung des Teams angeht. Im Groben: Die italienische Rennwagenschmiede Dallara wird das Chassis bauen und damit in die Formel 1 zurückkehren, ein bereits in der Königsklasse aktiver Motorenhersteller soll als Partner gewonnen werden und als Fahrer wünscht man sich im Idealfall einen jungen Russen.

Dallara baut das Chassis, Hauptquartier in London


"Wir befinden uns gerade inmitten des personellen Auswahlverfahrens", erklärte Shnaider. "Das Auto wird in Zusammenarbeit mit Dallara in Italien gebaut und das Hauptquartier des Teams wird sich außerhalb von London befinden. Was einen Motorendeal angeht, sprechen wir mit den üblichen Verdächtigen, aber noch können wir keine Bekanntgabe machen. Ich denke aber, dass es im Januar oder Februar so weit sein wird."

Darüber hinaus unterstrich er, dass es "sehr wahrscheinlich" sei, dass zumindest ein Cockpit mit einem Russen besetzt wird - doch es stellt sich die Frage, wo der hergezaubert werden soll. Zwar hat Sergey Zlobin in der Vergangenheit schon für Minardi getestet, doch erstens fehlt es ihm am nötigen Talent und zweitens befindet er sich bereits in der Mitte seiner 30er. Da hilft auch die Unterstützung durch Geschäftsmann Alexy Zborovsky wenig.

Umso klarer formulierte Shnaider die Ziele von Midland F1: "Jeder will gewinnen. Midland F1 stellt da keine Ausnahme dar. Zuerst müssen wir aber unsere Hausaufgaben erledigen - ein Team zusammensetzen, die richtigen Leute holen, ein konkurrenzfähiges Auto bereitstellen. Dann können wir immer noch darüber nachdenken, Rennen zu gewinnen. Ich kann aber versichern, dass Siege ein Teil unseres Plans sind."

Shnaider kalkuliert mit 100 Millionen Dollar Budget


Der 36-Jährige, der nur in der Aufbauphase des Teams als Vorsitzender fungieren will, dann allerdings nichts mit der sportlichen Leitung zu tun haben wird, gab auch Einblick in das vorgesehene Budget: "Wir wissen, dass zum Überleben in der Formel 1 etwa 100 Millionen Dollar pro Jahr nötig sind, und wir sind bereit, diese zu investieren." Zum Vergleich: Die Spitzenetats in der Königsklasse liegen bei 300 und mehr Millionen Dollar.

Die Gründe für den Formel-1-Einstieg der Midland-Gruppe liegen auf der Hand, wie Shnaider darlegte: "Die Formel 1 ist global, umkämpft, taktisch und hochtechnisch. Ich verstehe nicht, dass bisher niemand realisiert hat, dass ein Formel-1-Team wie eine kostenlose NHL- oder NBA-Lizenz ist. Es ist eine der weltweit populärsten Sportarten. Die Gelegenheiten, dadurch einen Werbewert zu erzeugen, sind immens, und es überrascht mich, dass das noch nicht mehr Firmen entdeckt haben."

Obwohl die Pressemitteilung von Midland F1 auch auf der offiziellen Internetseite der Formel 1 publiziert wurde, was dem Projekt eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht, bleibt abzuwarten, ob Shnaider mit seinem Team tatsächlich eine konkurrenzfähige Mannschaft formieren kann. Nach dem momentanen Stand der Dinge fehlt der Midland-Gruppe nämlich jemand, der den Sport kennt - und Geschäftsleute haben sich schon oft die Zähne an der Formel 1 ausgebissen...

Verfasst: 16.10.2004, 20:00
von master2003
Die Formel 1 boomt!

Die Verhandlungen mit Mercedes sind weit vorangeschritten


München - Die Formel 1 erlebt in dieser Woche so etwas wie einen "Baby-Boom".

Kaum ist die erste Depression nach dem Ausstieg von Hersteller Ford abgeklungen, schießen neue Rennställe wie Pilze aus dem Boden.

Erst vor einer Woche erklärte der russische Stahl-Milliardär Alexander Shnaider, dass er mit Hilfe von Dallara ab 2006 das neue Team "Midland F1" an den Start bringen wird.

"Dubai F1" in den Startlöchern

Jetzt steht schon wieder ein neuer Rennstall für ein Debüt in der übernächsten Saison bereit. "Dubai F1" heißt das Projekt von Scheich Ahmed bin Saeed al Maktoum, der monatelang als möglicher Käufer von Jordan im Gespräch war.

Jetzt hat er sich nach eigener Aussage aber dafür entschieden, mit einem eigenständigen Team das "Abenteuer Königsklasse" anzugehen.

Entscheidung gegen Kauf eines bestehenden Teams

"Wir haben endgültig entschieden, dass es uns der Kauf eines schon existierenden Teams nie ermöglichen würde, unsere eigene Hingabe und vorzügliche Leistung zu demonstrieren. Der Erfolg würde unvermeidlich der bereits existierenden Marke zugeschrieben werden", sagt Teamsprecher Tim Fulton.

Al Maktoum selbst begründet seinen Schritt wie folgt: "Die Formel 1 liefert uns mit ihrem Fokus auf technologischer Innovation das perfekte Umfeld, in dem wir uns entwickeln und zeigen können, welche Fähigkeiten wir in diesen hochanspruchsvollen Bereichen haben."

"Dubai F1" wird die für einen Einstieg erforderliche Sicherheitsleistung in Höhe von 48 Millionen Dollar in Kürze an die FIA überweisen.

Mercedes-Motoren in Aussicht

Im Motorensektor scheint dem Scheich ein ganz besonderer Coup gelungen zu sein. Nach eigener Aussage steht das Team in exklusiven Verhandlungen mit Mercedes. Der deutsche Motoren-Hersteller soll "Dubai F1" die gleichen Aggregate liefern wie McLaren.

Und nicht nur das: Außerdem soll McLaren den neuen Rennstall technisch unterstützen und ihm sogar die alten Werkshallen in Woking zur Verfügung stellen. Gespräche in diese Richtung wurden seitens McLaren bereits bestätigt.

Darüber hinaus will al Maktoum aber in Dubai im kommenden Jahr den Bau eines Technologie-Zentrums und eines eigenen Windkanals vorantreiben.

Zeit des Fastens ist vorbei

Eine offizielle Pressekonferenz zum Einstieg von "Dubai F1" in die Königsklasse ist für November angekündigt. Dann ist der islamische Fastenmonat Ramadan zu Ende.

Für die Formel 1 scheint aber schon jetzt die Zeit des Fastens vorbei zu sein.

Verfasst: 24.10.2004, 14:17
von Jodit
Großer Preis von Brasilien in São Paulo
22.-24. Oktober 2004
Ergebnisse des Qualifyings (ohne etwaige Strafversetzungen!)

Pos. Fahrer Team R. Zeit Abstand Rnd.
1 R. Barrichello Ferrari B 1:10.646 3
2 J. Montoya Williams M 1:10.850 0:00.204 3
3 K. Räikkönen McLaren M 1:10.892 0:00.246 3
4 F. Massa Sauber B 1:10.922 0:00.276 3
5 J. Button BAR M 1:11.092 0:00.446 3
6 T. Sato BAR M 1:11.120 0:00.474 3
7 R. Schumacher Williams M 1:11.131 0:00.485 3
8 M. Schumacher Ferrari B 1:11.386 0:00.740 3
9 F. Alonso Renault M 1:11.454 0:00.808 3
10 J. Trulli Toyota M 1:11.483 0:00.837 3
11 G. Fisichella Sauber B 1:11.571 0:00.925 3
12 M. Webber Jaguar M 1:11.665 0:01.019 3
13 D. Coulthard McLaren M 1:11.750 0:01.104 3
14 J. Villeneuve Renault M 1:11.836 0:01.190 3
15 R. Zonta Toyota M 1:11.974 0:01.328 3
16 C. Klien Jaguar M 1:12.211 0:01.565 3
17 N. Heidfeld Jordan B 1:12.829 0:02.183 3
18 T. Glock Jordan B 1:13.502 0:02.856 3
19 Z. Baumgartner Minardi B 1:13.550 0:02.904 3
20 G. Bruni Minardi B -:--.--- -:--.--- 0

ACHTUNG !! Schuni startet von 18 !!

Verfasst: 21.01.2005, 17:50
von Jodit
Neue Regeln eine Herausforderung für die Testfahrer

Das neue Reglement für die Saison 2005, welches aufgrund des Sparkurses ganz auf Langlebigkeit ausgelegt ist, birgt viele Nebenerscheinungen, die zum Teil noch gar nicht bekannt sind. Eine davon ist, dass die Aufgabe der Testfahrer schwieriger geworden ist: Marc Gené von Ferrari beispielsweise findet, dass seine Arbeitstage körperlich und geistig anspruchsvoller geworden sind.

"Die Fahrer sind weniger oft auf der Strecke", erklärte er gegenüber 'Autosport', "dafür aber für längere Stints. Körperlich ist das viel anstrengender, weil man mehr Runden fährt. 100 oder 120 Runden an einem Tag sind jetzt ganz normal." Ein gutes Beispiel dafür ist das gestrige Klassement aus Valencia: Fünf der sechs anwesenden Fahrer haben im Durchschnitt rund 530 Kilometer absolviert, also um 225 mehr als eine Renndistanz. Nur Alonso fiel wegen technischer Probleme aus der Reihe.

Abgesehen davon sind auch die geistigen Anforderungen gestiegen. Konnten die Testfahrer bisher nach wenigen Runden aus dem Auto steigen und ihre Eindrücke den Ingenieuren schildern, so müssen sie jetzt Feedback für wesentlich längere Stints geben: "Wir sind", so Gené, "für 20 Runden auf der Strecke, das sind etwa 35 Minuten. In der Vergangenheit wären wir nach drei gezeiteten Runden wieder an die Box gefahren und hätten erzählt, wie sich alles angefühlt hat."

Die große Schwierigkeit der neuen Situation ist, dass sich die Testfahrer ihre Eindrücke länger einprägen müssen, um sie im Nachhinein detailgetreu wiedergeben zu können. Laut Gené ist das gar nicht so einfach, aber er weiß auch einen Weg, sich Abhilfe zu verschaffen: "Es stimmt, dass wir von jedem Run so viele Informationen haben, dass ich mich manchmal am Funk beim Team melde, um es nicht zu vergessen", antwortete er auf eine entsprechende Frage unserer Kollegen.

Das Testpensum, das seit Saisonende 2004 bewältigt wurde, ist in der Tat gigantisch und sprengt alles, was bisher da gewesen ist: Alle Teams zusammen haben nicht weniger als 90.065 Kilometer absolviert - umgerechnet das Pensum von fast 15 Grands Prix eines 20-Auto-Feldes ohne Ausfälle. Fleißigster Rennstall war bisher Toyota mit 15.726 Kilometern vor BAR-Honda (13.681), BMW-Williams (13.092) und Ferrari (11.930).