Verfasst: 25.02.2005, 08:27
Ausser Aachen nur Krampf
Etwas anders, und wir bereuen keinen Liter
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Also hat Schalke absichtlich verloren...UEFA Cup hätte höhere Ziele gestört
25.02.2005
Hilflos, kopflos, einfallslos, erfolglos – so lässt sich die klägliche Darbietung des FC Schalke gegen Donezk wohl treffend zusammenfassen. Trotzdem nahm Coach Ralf Rangnick das Ausscheiden aus dem UEFA Cup erstaunlich gelassen hin.
Die 0:1-Niederlage im Rückspiel der dritten Runde gegen das ukrainische Top-Team machte den Schwaben zwar "enttäuscht und traurig", aber mit erstaunlichem Langmut suchte Rangnick das Gute im Schlechten: "Wer weiß, wozu diese Niederlage gut ist?"
Die Antwort gab sich Rangnick selbst: Er will mit den Schalkern nach 47 Jahren Pause endlich Meister werden. Und bei diesem Ziel hätte das Weiterkommen im UEFA-Pokal womöglich gestört: "Wenn man den Weg bis in das Finale nach Lissabon sieht, ist die Gefahr groß, dass man andere Wege verlässt", stellte Rangnick fest. "Unser großes Ziel ist es, in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen." Der direkte und einfachste Weg: die Meisterschaft.
Deshalb will Schalke den abrupt beendeten Tanz auf drei Hochzeiten mit dem Alltag in der Bundesliga und im DFB-Pokal wieder aufnehmen. "Donezk schnell abhaken" gab der wie Ailton und Gerald Asamoah glücklose Stürmer Ebbe Sand vor dem Sonntag-Spiel gegen Hannover 96 und der Cup-Begegnung im Viertelfinale gegen die Niedersachsen am Dienstag vor: "Wir haben immer noch eine Riesenchance, dran zu bleiben und Meister zu werden. Jetzt müssen wir die richtige Antwort in der Bundesliga geben." Auch Rost blickte schnell wieder nach vorn: "Abhaken. Die Meisterschaft hat den größten Stellenwert."
Diese Aussage würden auch Schalke-Finanzchef Josef Schnusenberg, Geschäftsführer Peter Peters und Manager Rudi Assauer ohne Bedenken unterschreiben. Und doch wirkte das Trio nach dem UEFA-Cup-Aus so ratlos wie die Mannschaft auf dem Rasen. "Wir kamen nicht in die Puschen. Nicht nur zwei, drei Spieler haben nicht ihre gewohnte Leistung gebracht, sondern die ganze Truppe hat unter Form gespielt", ärgerte sich Assauer über das entgangene finanzielle Zubrot für den klammen Club.
"Durch die Niederlage hat sich in unseren Planungen für die nächste Saison nichts verändert", tat Assauer den monetären Verlust ab. Indirekt nahm er die Mannschaft in die Pflicht, denn nur mit Garantie-Einnahmen aus der Champions League würden die Experten- Aussagen über eine "noch katastrophalere Lage" als beim Revier- Nachbarn Borussia Dortmund verstummen. "Wenn wir weiter gekommen wären, wäre das in den nächsten Wochen ein schöner Schlauch geworden", meinte Assauer und hofft nun auf volle Konzentration im Kampf um die Meisterschaft.