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Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 14:58
von Lunkens
Druck auf die Unantastbaren
Von Christian Löer, 19.08.08, 20:23h
Bundestrainer Joachim Löw setzt auch Michael Ballack und Torsten Frings dem Konkurrenzkampf aus. Für Löw beginnt mit dem Länderspiel gegen Belgien eine neue Ära, in der neue Spieler ins Team aufgenommen werden.
Bundestrainer Löw im Gespräch mit Michael Ballack (Bild: dpa)
HERZOGENAURACH - Der Länderspiel-Termin im August gleich nach dem ersten Bundesliga-Spieltag ist schon grundsätzlich nicht gerade beliebt, so kurz nach der Sommerpause sind die deutschen Profis extrem schwierig einzuschätzen. In diesem Jahr ist der Leistungsstand der Nationalspieler wegen möglicher Folgen der Europameisterschaft noch rätselhafter, außerdem steht das heutige Freundschaftsspiel in Nürnberg gegen Belgien (21 Uhr, live im ZDF) auch noch im Schatten der Olympischen Spiele. Das Spiel kommt eigentlich eher ungelegen. Sogar Lukas Podolski (23) hat sich zuletzt verstärkt den Ereignissen in Peking zugewandt, allerdings ist Olympia für ihn nun mehr oder minder vorüber. „Ich bin ja großer Basketball-Fan“, seufzte der Stürmer gestern, „aber Deutschland hat gegen die Amerikaner ja eine schöne Klatsche gekriegt.“
Eine neue Ära
Der Münchner kann sich nun also ganz auf die DFB-Auswahl konzentrieren, und das ist gut. Denn glaubt man Bundestrainer Joachim Löw, bildet die Partie gegen Belgien heute Abend nicht nur den Auftakt zur neuen Länderspiel-Saison, in der wichtige Qualifikationsspiele zur WM 2010 anstehen. Sie markiert zudem den Beginn einer neuen Ära. Löw sagt: „Die WM 2006, danach die EM-Qualifikation und die Europameisterschaft sehe ich zusammen als eine Phase. Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt, in dem wir neue Leute hinzunehmen müssen.“
Der Bundestrainer will die Mannschaft erneuern. Im Tor hat er diese Phase mit dem Rücktritt von Jens Lehmann bereits begonnen, und auch in der Abwehrkette stehen Veränderungen an: Serdar Tasci, 21-jähriger Debütant aus Stuttgart, wird nach Löws Aussage gegen Belgien „auf jeden Fall zum Einsatz kommen“. Gar eine Start-Garantie hat Heiko Westermann von Schalke 04. Der 25-Jährige war neben Piotr Trochowski einziger Spieler des EM-Kaders, der nicht zum Einsatz kam. Nun soll Westermann in den Vordergrund rücken: „Wir vertrauen ihm, weil er bei der EM in den Trainingseinheiten einen sehr guten Eindruck gemacht hat“, sagt Löw. Das bedingungslose Festhalten an Christoph Metzelder (27 / Real Madrid) ist damit wohl Vergangenheit.
Im Mittelfeld spielen für Deutschland die Anführer Frings und Ballack, aber auch dort sind Veränderungen möglich. Offenbar sieht Löw die Zeit gekommen, alte Machtstrukturen zu brechen. Auch Spieler wie Torsten Frings (31) und Michael Ballack (31) sollen sich neu beweisen. „Es gibt einen neuen Abschnitt, und der läuft nach dem Leistungsprinzip. Es drängen junge Spieler nach“, sagt Löw.
Gegen Belgien werden die beiden 26-Jährigen Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes das Zentrum des deutschen Spiels bilden - allerdings zunächst, weil Ballack und Frings verletzt fehlen. Im EM-Viertelfinale gegen Portugal spielte dieses Duo bereits vor der Viererkette, damals war Frings verletzt und Ballack wurde im Ein-Stürmer-System zur Unterstützung der Offensive gebraucht. Künftig will Löw wieder mit zwei Stürmern spielen, in diesem System wäre vor Rolfes und Hitzlsperger kein Platz für Ballack - und für Frings ohnehin nicht. Zumindest Ballack wird seinen Stammplatz zwar kaum verlieren, aber auch über den Kapitän sind Diskussionen erlaubt.
Schneller als man glaubt
In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ kritisierte Löw, Ballack habe sich nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien im Streit mit Oliver Bierhoff „als Kapitän nicht in diesem Maße und mit diesen Ausdrücken abreagieren“ dürfen. Unantastbar ist Ballack also nicht, und was Frings betrifft: Sollte Löw tatsächlich zu der Ansicht kommen, dass Rolfes oder Hitzlsperger die Mannschaft weiterbringen, ist Frings nicht der Spieler, der sich auf die Bank setzt. Der Umbruch kann schneller erfolgen, als man glaubt.
Im Gespräch mit Rolfes und Hitzlsperger scheint Löw seine Idee von einer neuen Ära bereits präsentiert zu haben. „Für uns beginnt ein neuer Abschnitt mit neuen Zielen“, wiederholte gestern etwa Simon Rolfes. Thomas Hitzlsperger gab sich sogar noch ein gutes Stück offensiver: „Es geht jetzt darum, sich zu präsentieren. Mit Frings und Ballack haben wir zwei starke Spieler, die es zu verdrängen gilt.“ Wobei das Wort „Verdrängen“ im Zusammenhang mit Ballack und Frings vielleicht eine Nummer zu groß scheint. Darum schränkt Hitzlsperger auch am Ende noch ein: „Diese Spieler bestimmen natürlich selbst, wann sie aufhören. Aber eines Tages möchte ich sie gern ablösen.“
Als könnte "The Hammer" Ballack oder Frings verdrängen, klar er ist nicht schlecht, aber für mich nen allglatter, langweiliger Charakter und "Durchschnittsspieler", kann den nicht so richtig gut leiden, weil er seinen Hammer meistens zu oft einsetzt und meistens in den Oberrang Reihe 12 ballert. Nu jo, im Grunde sehr unwichtiges Spiel heute.
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 15:00
von Bobby
ich musste erstmal googeln wo das easycredit stadion steht
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 15:04
von Lunkens
Fußball-Nationalmannschaft
Ende der Exzentriker
Er hält sich schon lange für Nummer-eins-berechtigt: Mit der Nominierung von Robert Enke für das Belgien-Spiel beginnt im deutschen Nationaltor eine neue Ära.
Faryd Mondragon kann wieder hoffen. Auch Rowen und Dani Fernandez sind offenbar noch nicht abgeschrieben, aber natürlich ist es ein kleiner Nachteil für die drei, dass vor einem Einsatz für den DFB noch ein paar Verhandlungen mit der Fifa anstünden. Denn leider haben die Torhüter aus Köln, Bielefeld und Bochum schon Länderspiele für andere Verbände bestritten, für Kolumbien, Südafrika und Portugal, weshalb es doch nichts werden wird mit der Lehmann-Nachfolge. Wahrscheinlich darf man Andreas Köpke also nicht ganz beim Wort nehmen, wenn er sagt, "dass das DFB-Tor für alle Torhüter der Bundesliga offen steht". Ausländer sind dabei eher nicht gemeint und vermutlich auch nicht Keeper wie Tremmel und Heimeroth, die, weil deutschen Ursprungs, nach Köpkes Definition theoretisch hoffnungsberechtigt wären.
Der Zweikampf Kahn/Lehmann
Vor dem Test gegen Belgien (Nürnberg, Mittwoch, 21 Uhr) ist eine Torwartdebatte entbrannt, wie sie das Torwartland Deutschland noch nie erlebt hat. Wenn die Torhüter der neuen dritten Profiliga nicht aufpassen, werden sie vielleicht auch noch hineingezogen in den lustigen Kampf um Deutschlands heiligste Position, die nach Aussagen des DFB-Bereichsleiters Tor "im Moment vakant ist" - auch wenn die EM-Teilnehmer Enke und Adler "mit kleinen Bonuspunkten starten". Dieses Bekenntnis zum Konkurrenzkampf ist ein Relikt aus den Zeiten Jürgen Klinsmanns, der den Zweikampf Kahn/Lehmann ausdrücklich für leistungsfördernd hielt. Sein Nachfolger Joachim Löw hat zuletzt fast alle Torhüter ins Spiel gebracht, die ihm eingefallen sind, darunter Roman Weidenfeller, der verletzungsbedingt ziemlich lang kein Tor mehr gehütet hatte.
Ein bisschen aufgesetzt wirkt dieser Konkurrenzkampf manchmal, und das Bizarre ist vor allem, dass aus dem Siebenkampf (Enke, Adler, Neuer, Hildebrand, Wiese, Weidenfeller, Rensing) inzwischen fast eine Solonummer geworden ist. Ein kompliziertes Konstellationsgeflecht aus Verletzungen (Adler, Neuer) und gegenseitigen Verstimmungen (Hildebrand) hat den Hannoveraner Robert Enke, 30, in eine verführerische Ausgangsposition gebracht. Er wird gegen Belgien sein zweites Länderspiel absolvieren, und wenn die DFB-Elf im September mit den Spielen in Liechtenstein und Finnland den Qualifikationsbetrieb für die WM 2010 aufnimmt, werden die verletzten Rene Adler, 23, und Manuel Neuer, 22, immer noch vom Sport befreit sein. "Robert hat es jetzt selbst in der Hand", sagt Köpke.
Sollte Enke dreimal glänzen (was gegen Liechtenstein eine Herausforderung werden dürfte), müssten einem schon recht gute Argumente einfallen, um ausgerechnet beim folgenden Qualifikationsspiel gegen den härtesten Rivalen Russland einen neuen Keeper auszuprobieren. "Wenn die Möglichkeit bestehen sollte, mal zwei, drei Spiele am Stück zu machen, ist das die Chance, die man nutzen muss", sagte Enke.
Kein Platz für Hildebrand
In dieser Pressekonferenz fiel kein Satz, von dem man wochenlang reden wird, es gab keine Geste, keine Miene, die das Fernsehen für den Jahresrückblick bunkern könnte. Und doch war es eine historische Pressekonferenz: Sie markierte das Ende der Exzentriker-Ära im deutschen Tor. Ein Jahrzehnt musste man miterleben, wie Kahn mit scharfkantigem Blick über Druck philosophierte und Lehmann intelligente Vorführungen mit grotesken Egoshows wild durcheinander warf. Nun saß da vorne ein sehr gelassener, sehr souveräner Robert Enke, dem es auf bemerkenswerte Weise gelang, offensive und defensive Rhetorik zu mischen.
Er hat schon gesagt, dass er sich für Nummer-eins-berechtigt hält, aber er ist dabei weder zu devot noch zu laut gewesen. Er weiß, dass er jenes topmoderne Torwartspiel im Repertoire hat, das sie sehen wollen beim DFB, aber er weiß auch, dass sie ihn nicht so einfach zur Nummer eins erklären werden. Löw und Köpke wollen keine vorschnellen Urteile fällen, sie wollen schon auf Adler und Neuer warten. "Es kann schnell gehen mit der neuen Nummer eins, es kann aber auch ein bisschen dauern", sagte Köpke. "Sobald wir von einem Kandidaten überzeugt sind, werden wir es bekannt geben und ihm bedingungslos den Rücken stärken."
Timo Hildebrand wird diese zuvorkommende Behandlung voraussichtlich nicht mehr erleben dürfen beim DFB. "Einige Aussagen von Timo nach der EM haben uns überhaupt nicht gefallen", sagte Köpke und verwies auf ein "zeitnahes Gespräch darüber, wie es eine Rückkehr für Timo geben könnte". Das klang nicht so, als ob sie ihm einen prominenten Platz in ihrem Herzen oder zumindest in ihrem Kader reserviert hätten. Im DFB-Ranking hat ihn die jüngere Generation (Adler, Neuer) längst überholt, auch die Angehörigen derselben Generation (Enke) sind an ihm vorbeigewachsen. Jahrelang wiesen die Nachschlagewerke für Enke eine Größe von 1,85 m aus, und vor kurzem hat Enke schüchtern darauf hingewiesen, dass er eigentlich 1,86 m misst. . Selbst das war noch bescheiden: "Denn eigentlich", sagt Enke, "bin ich einssechundachtzigeinhalb."
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 15:33
von Lunkens
Jo, also Helmes war ich vor der 2. Liga-Saison ziemlich der Meinung er wäre gut, aber überschätzt und den Wirbel um seinen Wechsel nicht wert, aber besonders in der Rückrunde hat er mich vollends überzeugt. Es ist ein wahnsinn wieviel er arbeitet, der rennt quasi die ganze Zeit, für nen Verein, der ihm in Grunde egal hätte sein können. Weiterhin isser schnell, gute Technik und hat einem extrem geilen Schuss und das auch noch beidfüßig, unglaublich gute Volleyabnahmen, leider ballert er manchmal zu oft drauf. Aber der hat echt das Zeug zu mehr und dank unserem genialen Vorstandes, der ihm mit einem niedrigen Gehalt abspeisen wollte, ist der Kerl nun in Leverkusen. Nach Sinke und Poldi, dass 3. Eingewächs, dass sich verpisst.
Hoffe Marin und Helmes kommen heute auch mal zum Zuge, weil Schweinsteiger und zb Kuranyi muss man ja nun nicht zum 20. Mal testen...
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 15:48
von Lunkens
Hat beim FC angefangen in der Jugend (von C Jugend bis A Jugend glaube ich), wurde dann für körperlich zu schwach befunden, hat in Siegen dann gezockt, da wurd er dann wohl kräftiger und dann zurückgeholt. Quasi ein im Umfeld geparktes Eigengewächs

jedenfalls so mal im FC-Forum gelesen.
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 17:29
von erwitterfan
und wer kommt auf jedenfall vor hummels?
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 17:38
von Respek-Tier nure disch
hehe,d as spiel interessiert in belgien keine sau und kommt dort noch ent mal im fernsehen:
http://www.tiscali.de/sport/artikel_7387.html
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 17:41
von Respek-Tier nure disch
Holsten hat geschrieben:Ja interessierts hier denn jemand?
freundschaftsspiele interessieren mich eh ie.
Vorallem wie hohl, da Belgien ja auch noch bei Olympia hätte sein können.
wie "hätte sein können"? die spielen doch noch um bronze.
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 20:51
von Wes
naja in der mitte liegt wohl die wahrheit.
hummels im gegensatz zu boateng noch keine ganze saison durchgezockt, bisher nur sporadische einsätze inner rückrunde. die ansätze nen starker IV zu werden hat er aber allemal, hoffe mal er spielt wirklich durch trotz fehler, die ja aufgrund vom alter nich zu vermeiden sind.
nationalmannschaft bis 2010 halt ich aber eher für utopisch.
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 21:17
von Lunkens
Ja, oh ein evtl ein Foul, oh eine "ganz brutale szene", skandalös, blinder Schiri usw

Wer ist der lustige Vogel?
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 21:31
von Wes
die ostmark führt 2:0 in italien
Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 21:41
von Respek-Tier nure disch
wer oder was ist "schönheim"?

Re: Länderspielchen: Deutschland - Belgien
Verfasst: 20.08.2008, 22:37
von Wes
das hätte odonkor auch hingekriegt