Bayern Stars unter Verdacht
Verfasst: 15.10.2004, 10:10
Bayern-Stars im Visier der Staatsanwaltschaft
Gute Freunde - die Bayern-Profis Thomas Linke (li.) und Jens Jeremies (Foto: imago)
Schock beim FC Bayern. Bei den drei Bayern-Profis Thomas Linke, Hasan Salihamidzic und Jens Jeremies wurden die Wohnungen von der Polizei und der Staatsanwaltschaft durchsucht. Der Verdacht: das Trio hätte sich mit Insiderwissen an der Börse bereichert. Außerdem wird auch gegen die ehemaligen HSV-Spieler Jörg Albertz und Jürgen Milewski (heute Spielerberater) ermittelt. Gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger, dass "sie verdächtigt werden, gegen das Wertpapiergesetz verstoßen zu haben". Ermittelt wird konkret "wegen unerlaubten Insiderhandels."
Wertsteigerung um 80 Prozent
Die Spieler sollen an einem bestimmten Tag im Dezember 2003 Aktien eines Hamburger Unternehmens gekauft haben. Dabei hätten die fünf Beschuldigten zwischen 3000 und 25.000 Aktien zu einem Kurswert zwischen 2,20 bis 2,35 Euro erworben. Unmittelbar nachdem die Profi-Kicker die Wertpapiere gekauft hatten (noch am selben Tag) verbreitete das Unternehmen eine Adhoc-Mitteilung mit dem Inhalt, dass der Hauptversammlung eine Sonderausschüttung von 1,90 Euro pro Aktie vorgeschlagen werde. Das bedeutete im Klartext: Die Aktionäre waren innerhalb von wenigen Stunden auf dem Papier um 80 Prozent reicher. Bei 25.000 Aktien sind das 47.500 Euro.
Thomas Linke: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen"
Das Bundesaufsichtsamt für Finanzwesen entdeckte die verdächtigen Transaktionen und schaltete die Hamburger Staatsanwaltschaft ein. Wer den Insider-Tipp gegeben hat, wird noch untersucht. Gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte Nationalspieler Thomas Linke, "dass es ein Ermittlungsverfahren gibt" und kündigte an, "die Ermittlungen nicht behindern zu wollen, sondern zu unterstützen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen." Sollte sich der Verdacht erhärten und Beweis für den Insider-Handel aufgedeckt werden, drohen den Spieler bei Verurteilung eine Geldstrafe und/oder bis zu fünf Jahre Haft.
Quelle: www.t-online.de
Gute Freunde - die Bayern-Profis Thomas Linke (li.) und Jens Jeremies (Foto: imago)
Schock beim FC Bayern. Bei den drei Bayern-Profis Thomas Linke, Hasan Salihamidzic und Jens Jeremies wurden die Wohnungen von der Polizei und der Staatsanwaltschaft durchsucht. Der Verdacht: das Trio hätte sich mit Insiderwissen an der Börse bereichert. Außerdem wird auch gegen die ehemaligen HSV-Spieler Jörg Albertz und Jürgen Milewski (heute Spielerberater) ermittelt. Gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger, dass "sie verdächtigt werden, gegen das Wertpapiergesetz verstoßen zu haben". Ermittelt wird konkret "wegen unerlaubten Insiderhandels."
Wertsteigerung um 80 Prozent
Die Spieler sollen an einem bestimmten Tag im Dezember 2003 Aktien eines Hamburger Unternehmens gekauft haben. Dabei hätten die fünf Beschuldigten zwischen 3000 und 25.000 Aktien zu einem Kurswert zwischen 2,20 bis 2,35 Euro erworben. Unmittelbar nachdem die Profi-Kicker die Wertpapiere gekauft hatten (noch am selben Tag) verbreitete das Unternehmen eine Adhoc-Mitteilung mit dem Inhalt, dass der Hauptversammlung eine Sonderausschüttung von 1,90 Euro pro Aktie vorgeschlagen werde. Das bedeutete im Klartext: Die Aktionäre waren innerhalb von wenigen Stunden auf dem Papier um 80 Prozent reicher. Bei 25.000 Aktien sind das 47.500 Euro.
Thomas Linke: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen"
Das Bundesaufsichtsamt für Finanzwesen entdeckte die verdächtigen Transaktionen und schaltete die Hamburger Staatsanwaltschaft ein. Wer den Insider-Tipp gegeben hat, wird noch untersucht. Gegenüber der "Bild"-Zeitung bestätigte Nationalspieler Thomas Linke, "dass es ein Ermittlungsverfahren gibt" und kündigte an, "die Ermittlungen nicht behindern zu wollen, sondern zu unterstützen. Wir haben uns nichts vorzuwerfen." Sollte sich der Verdacht erhärten und Beweis für den Insider-Handel aufgedeckt werden, drohen den Spieler bei Verurteilung eine Geldstrafe und/oder bis zu fünf Jahre Haft.
Quelle: www.t-online.de