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Verfasst: 23.01.2005, 00:41
von mash
St. Pauli - Braunschweig
Kurz vor der Halbzeit dann zunächst großer Jubel über Bounouas Seitfallzieher zum vermeintlichen Ausgleichstor, doch Schiri Robert Hoyzer gab den Treffer wegen "hohem Bein" nicht. Direkt nach dem Wiederbeginn dann doch der verdiente Ausgleichstreffer durch Rico Hanke, mit einem Flachschuss in lange Eck, nach großartiger Vorarbeit von Fabian Boll.
Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten; wieder traf Mazingu zur erneuten Blau-Gelben Führung. Als Mathias Hinzmann nach 70 Minuten für Rico Hanke kam, wechselte Albi endlich in den Angriff. Doch dort lief nicht mehr viel zusammen. Ralph Gunesch köpfte nach Bounoua-Ecke und Boll-Verlängerung nur denkbar knapp am Braunschweiger Gehäuse vorbei (77.) und scheiterte ein weiteres Mal am Torhüter Kunze (mit einer Reflexbewegung verhinderte dieser den verdienten Ausgleich), auf der Gegenseite verzog Jürgen Rische per Freistoß ebenso nur um eine Handbreit.
Dann noch einmal Aufregung um Schiri Hoyzer, der erneut ein Tor der Braun-Weißen nicht anerkannte. Philip Albrecht hatte einen Abpraller in den Maschen versenkt, doch sah der Unparteiische zuvor einen Ausball, der aber von der Linienrichterin nicht angezeigt wurde (unser "guter Schiri" Hoyzer hatte aber ein "Flaggensignal" gesehen!?). Aber wer hattte nach vielen zweifelhaften Pfiffen des Herrn Hoyzer da noch den Durchblick? Bald darauf folgte der Abpfiff der Begegnung und ebenso dieser Saison...
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Tragisch war für den angeschlagenen HSV in Paderborn: Das Spiel lief gut, bis der 24-jährige Schiedsrichter Robert Hoyzer aus Berlin die Regie in dieser Pokal-Partie übernahm. Dieser Unparteiische, der innerhalb von nur wenigen Monaten den FC St. Pauli zweimal krass verpfiffen hatte, durfte es nun auch dem HSV zeigen, dass er es nicht kann. Was Robert Hoyzer in Paderborn sah und pfiff, war ein Skandal - eine glatte Sechs. Dass Emile Mpenza die Nerven verlor, den überforderten Schiedsrichter bepöbelte und dafür Rot sah, war zwar nicht zu entschuldigen, aber irgendwie verständlich. Zu indiskutabel die Leistung des Pfeifenmannes.
Verfasst: 23.01.2005, 09:12
von Jodit
Bin mal gespannt, wie das ausgeht.
Verfasst: 23.01.2005, 13:00
von mash
Schiri-Betrug: HSV fordert Entschädigung
23.01.2005
Der Schiedsrichter-Skandal um Robert Hoyzer könnte weitreichende Folgen für den deutschen Fußball haben. Mit dem Hamburger SV und dessen Ex-Trainer Klaus Toppmöller haben sich bereits die ersten Geschädigten zu Wort gemeldet und drohen damit, juristische Schritte einzuleiten.
Der wegen des Vorwurf des Betrugs angeklagte Referee Robert Hoyzer (Berlin) hatte die Partie SC Paderborn gegen den Hamburger SV am 21. August 2004 geleitet und mit offensichtlichen Fehlentscheidungen den 4:2-Sieg des Regionalligisten ermöglicht.
"Hier ist dem Hamburger SV und dem deutschen Fußball ein großer Schaden zugefügt worden. Wir werden alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen, damit dieses Unrecht wieder gut gemacht wird", sagte HSV-Clubchef Bernd Hoffmann im ZDF-Sportstudio.
Hoffmann will prüfen lassen, ob es Konsequenzen für den laufenden Pokal-Wettbewerb gibt. Eine Wiederholung der möglicherweise verschobenen Spiele hat der DFB zunächst ausgeschlossen.
"Das ist nach erster Prüfung unserer Juristen nicht möglich", sagte DFB- Pressechef Harald Stenger. Auch der damalige Trainer Klaus Toppmöller, der zwei Monate später entlassen worden ist, erhebt schwere Vorwürfe. "Dieser Schiri hat mich den Job gekostet", sagte Toppmöller in der Bild am Sonntag.
Verfasst: 23.01.2005, 13:09
von Latte
toppmöllers aussage ist absolut lächerlich
Verfasst: 23.01.2005, 13:15
von marley
Hehe, schon krass. Ich war ja beim SCP-HSV Spiel live dabei. Ich hatte auch das Gefühl, dass das nicht mir Rechten Dingen zu ging, aber in der Freude des Erfolgs ist einem sowas ja egal..

Verfasst: 23.01.2005, 13:19
von sin tsu
Pörtner hat geschrieben:toppmöllers aussage ist absolut lächerlich
jo, finde ich auch.....
Verfasst: 23.01.2005, 14:01
von SPA
Verfasst: 23.01.2005, 14:08
von sin tsu
ne, is klar

Verfasst: 23.01.2005, 15:42
von Ollibu
das der schiri hoyzer aus dem verein (hertha) und sein schiri-amt ausgetreten bzw. niedergelegt hat spricht schon sehr gegen ihn.
Verfasst: 23.01.2005, 19:44
von Stefan
sin tsu hat geschrieben:Pörtner hat geschrieben:toppmöllers aussage ist absolut lächerlich
jo, finde ich auch.....
Ich meine aber, er hat es heute morgen in 'Doppelpass' ziemlich relativiert und nicht so dargestellt, wie es geschrieben wird.
Verfasst: 23.01.2005, 19:53
von erwitterfan
hmmm noa klasse, der hatte doch alle chancen zu nem gutn schiri aufzusteigen und dann verdient man doch au mächtig asche warum macht er dann sowas ? ( wenns stimmt)
Verfasst: 23.01.2005, 20:19
von Sröcke
Stefan hat geschrieben:sin tsu hat geschrieben:Pörtner hat geschrieben:toppmöllers aussage ist absolut lächerlich
jo, finde ich auch.....
Ich meine aber, er hat es heute morgen in 'Doppelpass' ziemlich relativiert und nicht so dargestellt, wie es geschrieben wird.
Zumal da auch "Bild am Sonntag" als Quelle angeben ist...
Verfasst: 23.01.2005, 20:29
von Stoa
Stefan hat geschrieben:sin tsu hat geschrieben:Pörtner hat geschrieben:toppmöllers aussage ist absolut lächerlich
jo, finde ich auch.....
Ich meine aber, er hat es heute morgen in 'Doppelpass' ziemlich relativiert und nicht so dargestellt, wie es geschrieben wird.
Stefan verteidigt nen Ex-H$V-Trainer? Jo ist denn heut' scho Weihnachten?

Verfasst: 24.01.2005, 15:10
von sin tsu
Hoeneß kündigt Wettverbot für Profis an
Bayern-Manager Uli Hoeneß will nach den Manipulationsvorwürfen gegen Schiedsrichter Robert Hoyzer ein grundsätzliches Wettverbot für alle beim FC Bayern beschäftigten Profis und alle Profis anderer Vereine durchsetzen. Auch für sämtliche Trainer und Funktionäre sollte das neue Verbot nach der Vorstellung von Hoeneß gelten. "Unseren Spielern, aber auch dem Trainer und uns Funktionären muss verboten werden, sich grundsätzlich an Wetten zu beteiligen. Das gilt auch für Spieler anderer Vereine. Das werden wir jetzt durchsetzen", sagte Hoeneß der Münchner tz. Er glaube zu wissen, meinte Hoeneß, dass auch bei den Münchnern Profis auf Spiele wetten; gestattet ist allerdings nur, auf Siege der eigenen Mannschaft zu setzen.
Grundsatzentscheidung muss fallen
Hoeneß: "Aber so eine Geschichte muss dazu führen, dass wir eine Grundsatzentscheidung fällen werden."Der gute Ruf der Bundesliga werde durch den Betrugsverdacht jedoch nicht berührt, sagte Hoeneß: "So wie sich das darstellt, geht es nur um eine Person. Solche Einzelfälle menschlicher Schwäche wird es immer geben."
(c) sid
Dem kann ich mich nur anschließen.
Verfasst: 24.01.2005, 15:43
von Ollibu
wie will man das kontrollieren, die wetten kann ja auch ein strohmann abgeben.
Verfasst: 24.01.2005, 15:55
von Stoa
Außerdem hat ein Profi, Trainer bzw. Manager doch "mehr" zu verlieren als ein Schiri. Die ham ja meistens noch nen Job nebenher, wohingegen ein Fußballprofi wohl nur schwerlich nen Job finden würde, wenn er absichtlich Spiele verliert und das rauskommt. Dazu kommt ja noch, dass der eigene Marktwert auch stark mit dem Erfolg der Mannschaft zusammenhängt. Daher dürfte wohl kaum jemand dran interessiert sein, eigene Spiele absichtlich zu verlieren.
Klingt für mich nach ner ziemlich populistischen Forderung von Hoeneß, die eh nicht wirklich umzusetzen sein wird...
Verfasst: 24.01.2005, 15:58
von spalter
Stoa hat geschrieben:Daher dürfte wohl kaum jemand dran interessiert sein, eigene Spiele absichtlich zu verlieren.
- Ich erinnere da an den BuLi-Skandal in den 70er

Jaaaaa, ich weiß, kann man nicht mehr vergleichen

Verfasst: 24.01.2005, 16:04
von Ollibu
da war gestern im doppelpass aufdsf ne sehr seltsame theorie:
spieler tippt ein spiel auf niederlage der eigenen mannschaft.
entweder er gewinnt den tipp oder streicht die siegpämie vom verein ein

Verfasst: 24.01.2005, 16:36
von mash
spalter hat geschrieben:Stoa hat geschrieben:Daher dürfte wohl kaum jemand dran interessiert sein, eigene Spiele absichtlich zu verlieren.
- Ich erinnere da an den BuLi-Skandal in den 70er

Jaaaaa, ich weiß, kann man nicht mehr vergleichen

Damals konnte man als Fußballspieler auch noch keine Millionen verdienen. Für Schiedsrichter gilt das Wettverbot übrigens bisher schon.
Verfasst: 24.01.2005, 16:38
von spalter
DESWEGEN SAG ICH JA, DASS MAN ES NICHT MEHR VERGLEICHEN KANN, DU HECKENPENNER
Verfasst: 24.01.2005, 16:52
von sin tsu
Gab es nicht auch in den 90ern mal so nen Abwehrspieler, der ein paar Eigentore fabriziert hat? Ich kann mich kaum noch erinnern. War der nich aus Fankfurt? Weiß auch gar nimmer wie das ausging.
Sind mal die Fußballexperten und -statistiker hier gefragt.
Verfasst: 24.01.2005, 16:57
von opelgang
der hat bei nürnberg libero gespielt und hat in zwei spielen hintereinander jeweils ein eigentor gemacht.
hatte damals spielschulden in der heimat.
Verfasst: 25.01.2005, 12:51
von Eise
Mal was wirklich geiles zu dem Thema:
Aus der "Jungen Welt":
Schieber mit Kaliber
Pauli und Toppi als Opfer der rechtsgerichten Willkür eines DFB-Schiedsrichters
Der Schiedsrichter Robert Hoyzer (25) war bis vor wenigen Tagen Vereinsmitglied der Berliner Hertha. Ausgetreten ist er nach Angaben des DFB, weil er am Freitag vernommen werden sollte. Ohne Vereinszugehörigkeit unterliegt er nicht mehr der Disziplinargewalt des DFB. Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses hatten nahegelegt, daß Hoyzer in Wettbüros absahnte, indem er auf Spielergebnisse setzte, die er sich dann entsprechend zurechtpfiff. Seit 2002 zog der Zocker in der zweiten Bundesliga, der Regionalliga und im DFB-Pokal gezinkte Strafkarten.
Horrend dürfte die Quote gewesen sein, als Hoyzer am 21. August 2004 in Paderborn den Hamburger SV aus dem Rennen um den DFB-Pokal pfiff. Der Referee verhängte zwei unsägliche Foulelfmeter gegen den HSV und verwies Emile Mpenza wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung des Feldes. Am Ende gewann der Drittligist von der Pader trotz zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand mit 4:2 – wie es Hoyzer mit höheren Geldbeträgen bei Buchmachern gewettet hatte.
Der HSV zieht jetzt die Einleitung zivilrechtlicher Schritte in Erwägung. Bernd Hoffmann, Vorstandsvorsitzender, erklärte am Samstag, der Schaden sei kaum zu beziffern: »Wir könnten jetzt noch im Pokalwettbewerb sein.«
Im weiteren Saisonverlauf stürzten die Hanseaten statt dessen in den Tabellenkeller und entließen Mitte Oktober als letzte den Trainer Klaus Toppmöller. Dessen Welt ist jetzt insofern wieder in Ordnung, als daß sein Elend einen Namen hat: »Der Schiri hat mich den Job gekostet. Wir waren gut drauf bis zur Partie in Paderborn. Aber dann ging’s abwärts. Die Vorwürfe standen schon nach dem Spiel. Jede Kleinigkeit wurde gegen uns gepfiffen, und es war offensichtlich, daß irgendwas im Busch ist. Die Spieler haben mir dann gesagt, nach dem Spiel hieß es in der Paderborner Kabine: Die können spielen, wie sie wollen, die haben hier keine Chance .«
Das DFB-Präsidium wird heute in Frankfurt/Main zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen. Eine nachträgliche Korrektur der unter Manipulationsverdacht stehenden Spielergebnisse nach einer ersten Prüfung der Verbandsordnungen ausgeschlossen.
Ein weiterer, von Hoyzer beförderter Sieg des SC Paderborn – am 22. Mai 2004 pfiff die Pfeife in der Regionalliga Nord das 4:0 über den Chemnitzer FC – läßt eine Verstrickung der katholischen Kirche in den Manipulationsskandal vermuten.
Aber auch das 3:2 der eher rechtsgerichteten Braunschweiger Eintracht über den FC St. Pauli vom 5. Juni 2004 in derselben Liga hat Hoyzer zu verantworten. Zwei Treffern der Kicker vom Millerntor versagte er damals die Anerkennung. »Sogar die Braunschweiger Spieler haben nicht verstanden, warum die Tore nicht gezählt haben«, erklärte Pauli-Trainer Andreas Bergmann. Als sein Team dann am 14. August das Heimspiel gegen den VfL Osnarbrück verlor, war auch das seltsamen Pfiffen Hoyzers geschuldet. Diese Rechtslastigkeit seiner Willkür steht jedenfalls klar in den Traditionen der Berliner Hertha.
Erst dachte ich das ist astreine Satire, aber die Frau meint das ernst befürchte ich! Naja, Weiber und Fußball

Verfasst: 25.01.2005, 13:05
von sin tsu
Und was hat das ganze mit der katholischen Kirche zu tun?
Kann mich mal einer über diese ominöse Tradition der Hertha aufklären.
Ich blicke nicht, worauf der Artikel hinaus will.
Verfasst: 25.01.2005, 15:48
von Ollibu
enn es schon längr zu auffälligkeiten bei dem schiri kam, wieso hat man (DFB) das nicht schon eher maluntersucht?
soviele fehler bei einen (angeblich) guten nachwchsschiri ist doch nicht normal. es gibt doch auch sowas wie schiedsrichterbeobchter.
Verfasst: 25.01.2005, 19:15
von sin tsu
"Robert Hoyzer nicht des Wettens auf eigene Spielleitungen und des Betruges bezichtigt" - 25.01.2005 13:57
Stellungnahme von vier Schiedsrichtern im Wortlaut
“In Zusammenhang mit den Vorfwürfen gegen Robert Hoyzer erklären wir, dass uns Hinweise, Informationen und Zeugenaussagen rund um die Spiele und Spielleitungen von Robert Hoyzer vorlagen, die uns veranlassten, den Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses am Mittwoch vergangener Woche zu informieren.
Wir sahen auf Grund der vorliegenden Informationen und der direkten Aussagen von Robert Hoyzer gegenüber dem Schiedsrichterkollegen Felix Zwayer eine dringende Aufklärungsnotwendigkeit, um einen eventuellen Schaden am deutschen Fußball und am deutschen Schiedsrichterwesen zu verhindern.
Wir sind der Auffassung, damit im Interesse des deutschen Fußballs gehandelt zu haben.
Wir betonen, dass wir Robert Hoyzer weder des Wettens auf eigene Spielleitungen und des Betruges bezichtigt, noch irgendwelche Hintergründe oder weitere Personen damit in Zusammenhang gebracht zu haben.
Weiteren Raum für Spekulationen eröffnete die Nennung des Spieles RW Essen gegen 1. FC Köln. Schon deshalb ist diese Erklärung jetzt notwendig.
Da der DFB-Kontrollausschuss eingeschaltet wurde und die Ermittlungen aufgenommen hat, werden wir keine weiteren Informationen an die Öffentlichkeit geben. Der DFB ist für die abschließenden Untersuchungen zuständig.“
Lutz Michael Fröhlich
Manuel Gräfe
Olaf Blumenstein
Felix Zwayer
Verfasst: 25.01.2005, 22:05
von mash
Habe mir eben nochmal den Thread zur ersten Pokalrunde hier im Forum angeschaut:
marley hat geschrieben:Solide 2:0 Führung des HIV und dann fangen die sich noch 4 Dinger, einfach sensationell. Okay, die Elfer muss man nicht geben, wahrscheinlich war der Schiri geschmiert, aber hauptsache Hamburg ist raus.

Hätteste dem DFB besser mal direkt nen Brief geschrieben

Verfasst: 26.01.2005, 08:14
von spalter
DFB bestätigt Vorwürfe
Die Indizien im "Fall Hoyzer" werden immer haarsträubender. Wie der "Stern" berichtet, soll der des Betrugs Beschuldigte regelmäßige Kontakte zur kroatischen Mafia unterhalten haben.
Der DFB bestätigte diesen ungeheuerlichen Vorwurf. "Diese Erkenntnisse haben wir auch", erklärte Pressesprecher Harald Stenger dem Magazin.
Sollte sich das bewahrheiten, dann bekäme der Skandal um die Spielmanipulationen des 25-Jährigen eine neue Dimension.
- Yeah, Baby, mehr davon

Mannmannmann, wahrscheinlich werden sie ihn als 2. Hitler entlarven

Verfasst: 26.01.2005, 10:47
von sin tsu
Daß die Presse dies jetzt ausweidet und wilde Spekulationen betreibt war ja klar. Aber wer weiß.....

Verfasst: 26.01.2005, 13:48
von spalter
Das ganze Internet beschäftigt sich ja mittlerweile mit den angeblichen Mafia-Kontakten von Hoyzer, jetzt heißt es, dass auch Spieler betroffen sind. Hm, da gab et doch vor kurzem so'n Zweitligaspiel, wo die Mannschaft 0:2 verloren hat, durch einen blöden Elfer und ein Eigentor, wer war das noch gleich? Oberhausen? Keinen Bock nachzusehen, ihr wisst aber, was ich meine. Da wurde ja auch gesagt, dass das Spiel verschoben wurde, und ungewöhlich hohe Wetten auf genau dieses Ergebnis gesetzt wurden... mal sehen, wie lange es dauert, bis offiziell eine Verbindung von Hoyzer zu diesem Spiel gestrickt wird

Obwohl, vielleicht ist ja was dran
Naja, wie auch immer, hätte keinen Bock am Samstag Schiri zu sein, bei der geringsten Fehlentscheidung wird er gelyncht... und das, obwohl genau JETZT die Zeit ist, wo alle den Schiris auf die Finger schauen und diese mit absoluter Sicherheit ehrlich pfeifen werden, selbst wenn sie vorher was mit dem "Schiri-Skandal" (

was'n Begriff) zu tun gehabt haben.
Verfasst: 26.01.2005, 14:03
von Trillennium
spalter hat geschrieben:Das ganze Internet beschäftigt sich ja mittlerweile mit den angeblichen Mafia-Kontakten von Hoyzer, jetzt heißt es, dass auch Spieler betroffen sind. Hm, da gab et doch vor kurzem so'n Zweitligaspiel, wo die Mannschaft 0:2 verloren hat, durch einen blöden Elfer und ein Eigentor, wer war das noch gleich? Oberhausen? Keinen Bock nachzusehen, ihr wisst aber, was ich meine. Da wurde ja auch gesagt, dass das Spiel verschoben wurde, und ungewöhlich hohe Wetten auf genau dieses Ergebnis gesetzt wurden... mal sehen, wie lange es dauert, bis offiziell eine Verbindung von Hoyzer zu diesem Spiel gestrickt wird

Obwohl, vielleicht ist ja was dran

Da ist er schon, der Zusammenhang

.
Ich zitiere mal T-Online.
"Hast du Lust, Geld zu verdienen"?
Gibt es sogar einen Zusammenhang mit dem Verdacht des Wettbetrugs vor sechs Wochen in der Partie Oberhausen gegen Aue (0:2)? Bei mehreren Wettanbietern waren damals ungewöhnlich hohe Summen auf einen Sieg von Aue gesetzt worden, so dass die Buchmacher die Partie eine Stunde vor Anpfiff aus dem Programm nahmen. Die "Welt" berichtete anschließend, dass ein anonymer Anrufer mit osteuropäischem Akzent einem RWO-Spieler Geld geboten habe, wenn dieser mithelfe, die Partie zu verschieben. "Hast du Lust, Geld zu verdienen?", hat der Mann nach Aussage des Oberhausener Kickers gesagt. Dieser brach sofort den Kontakt ab, denn "diese Männer sind sehr gefährlich."
Verfasst: 26.01.2005, 14:07
von spalter
Oh Mann, ich wusste es

Verfasst: 26.01.2005, 14:57
von sin tsu
Bundesliga
Hoyzer-Anwalt spricht von "Hinrichtung" - Beckenbauer hofft auf Unschuld - 26.01.2005 12:54
Skandal weitet sich aus
Der Schiedsrichter-Skandal um Robert Hoyzer zieht immer weitere Kreise. Das Magazin "stern" berichtet in seiner Donnerstag-Ausgabe über angebliche Kontakte des 25-Jährigen zur kroatischen Mafia. Der Pressechef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Harald Stenger, sagte dem stern: "Diese Erkenntnisse haben wir auch."
Schiedsrichter im Visier der Staatsanwaltschaft.
Herbe Kritik am DFB übt dagegen der Essener Rechtsanwalt Stefan Holthoff-Pförtner, Rechtsbeistand des unter Manipulationsverdacht stehenden Hoyzer. Bisher finde eine Vorverurteilung seines Mandanten in der Öffentlichkeit statt. "Das kommt ja einer Hinrichtung gleich", sagte Holthoff-Pförtner, der als Anwalt von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl bekannt geworden war, im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die Beweislage sei dürftig, so könne man mit einem Schiedsrichter nicht umgehen, der vor kurzem noch als große Hoffnung in Deutschland gehandelt wurde. Wenn es stichhaltige Beweise gäbe, müssten die nun endlich öffentlich gemacht werden.
Der Anwalt hatte ein vierstündiges Gespräch mit Hoyzer in Berlin geführt und sich danach entschlossen, die Verteidigung zu übernehmen. "Ich habe von ihm eine völlig andere Geschichte gehört, die sich nicht unplausibel anhört. Wenn er mich nicht belogen hat, werde ich ihn verteidigen", so Holthoff-Pförtner.
Unterdessen wurde das Betrugsverfahren von der Braunschweiger Staatsanwaltschaft an die Berliner Behörde weitergegeben, da sich die "Tatort-Zuständigkeit" auf Berlin beziehe. Der Braunschweiger Staatsanwalt Joachim Geyer befürchtet laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) eine weitere Ausdehnung des Skandals: "Wir müssen in Betracht ziehen, dass noch andere Personen bis hin zu Spielern an der Sache beteiligt sind", so der Strafverfolger. "Es wird wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die zwei weiteren im Verdacht stehenden Schiedsrichter benannt werden", erwartet Geyer, der befürchtet, "in ein Wespennest zu stoßen".
Schnelle Aufklärung gefordert
Inzwischen hat auch Bundesinnenminister Otto Schily im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland eine rasche Aufklärung des Skandals gefordert. "Noch 500 Tage bis zur WM 2006. Bis dahin brauchen wir alle unsere Kräfte für eine Top-Vorbereitung. Das heißt: schnelle und lückenlose Aufklärung der Schiri-Affäre statt Schmuddelgeschichten und Gerüchteküchen", erklärte der SPD-Politiker in einem Gast-Kommentar in der Bild-Zeitung.
Beckenbauer hoff auf Unschuld
Auch Franz Beckenbauer fürchtet nach Bekanntwerden des Falles Hoyzer einen Imageschaden für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland: "Für die WM ist das natürlich eine Katastrophe. Denn darüber wird natürlich bis in den hintersten Winkel der Welt berichtet", sagte OK-Präsident Beckenbauer. Allerdings hofft der "Kaiser", dass der wegen angeblich manipulierter Spiele ins Zwielicht geratene Referee seine Unschuld beweisen und damit den Schaden für den deutschen Fußball so gering wie möglich halten kann. "Ich hoffe es gelingt ihm, alle von seiner Unschuld zu überzeugen. Ich hoffe es waren Fehler, die nicht mit Absicht gemacht wurden", meinte Beckenbauer.
Solange vom DFB nicht alle Erkenntnisse und Beweise auf den Tisch gelegt werden, wird die Gerüchteküche jedenfalls weiter brodeln und viele vermeintliche Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern in den Kontext des Schiedsrichter-Skandals gerückt werden. Bisher haben der Hamburger SV gegen die 2:4-Niederlage im Pokalspiel in Paderborn, und Greuther Fürth gegen das Zweitligaspiel in Duisburg (0:1) offiziell Einspruch eingelegt. In einer schriftlichen Erklärung hat Regionalligist FC St. Pauli den DFB aufgefordert, die Untersuchungen auf das Punktspiel gegen den VfL Osnabrück (2:3) auszudehnen. Bielefelds Manager Thomas von Heesen brachte einen weiteren Schiedsrichter in die Schusslinie. So soll es beim von Dominik Marks geleiteten Regionalliga-Spiel zwischen den Amateuren der Ostwestfalen und von Hertha BSC Berlin (1:2) am 11. August 2004 in der Hauptstadt zu auffälligen Fehlentscheidungen gekommen sein.
Na da bin ich mal gespannt! Vor allem was der Staatsanwalt aus Braunschweig gesagt hat, und so einem sollte man nun glauben können, ist ja nun keine wilde Spekulation. Als ermittelnder Staatsanwalt hatte er ja Akteneinsicht und kennt die bisherige Beweis- bzw. Indizienlage.
Wird sicherlich nicht uninteressant die nächsten Wochen diesen fall weiter zu verfolgen.
Verfasst: 26.01.2005, 15:51
von Ollibu
ich denke, das war nur der anfang. jetzt werden bald alle spie der letzten jahre nochmal analysiert.
Verfasst: 26.01.2005, 16:18
von Lunkens
OLIVER HELD
klares Handspiel gegen Köln, wir wurden von der Mafia in die 2. Liga gefuttelt!
Verfasst: 26.01.2005, 16:23
von Stoa
Lunkens hat geschrieben:OLIVER HELD
klares Handspiel gegen Köln, wir wurden von der Mafia in die 2. Liga gefuttelt!
Das ist aber schon gerächt, weil Toni Polster den Held verflucht hat, sodass der danach kein Glück mehr hatte...

Verfasst: 26.01.2005, 21:13
von SPA
Kroatische Mafia? Wo kommt denn derVerdacht her?
Mal sehen was da noch rauskommt und spekuliert wird!?
Verfasst: 26.01.2005, 22:03
von marley
mash hat geschrieben:Habe mir eben nochmal den Thread zur ersten Pokalrunde hier im Forum angeschaut:
marley hat geschrieben:Solide 2:0 Führung des HIV und dann fangen die sich noch 4 Dinger, einfach sensationell. Okay, die Elfer muss man nicht geben, wahrscheinlich war der Schiri geschmiert, aber hauptsache Hamburg ist raus.

Hätteste dem DFB besser mal direkt nen Brief geschrieben

Hehe, das seh ich ja jetzt erst. Ich mache mir echt Vorwürfe, die ganze Sache wäre schon längst vom Tisch.

Verfasst: 27.01.2005, 14:16
von spalter
Hoyzer soll gestanden haben
München - Spektakuläre Wende im Fall Hoyzer: Der des Betrugs verdächtigte Schiedsrichter Robert Hoyzer soll nach Informationen des TV-Senders "N24" unter Tränen ein Geständnis abgelegt haben.
Hoyzer erklärte angeblich, es seien noch "viele andere Leute" in die Affäre verstrickt. Er habe aber offen gelassen, ob es sich dabei um Schiedsrichter, Spieler oder Außenstehende handele.
"Weitreichende Manipulationen"
Er habe zudem von weitreichenden Manipulationen gesprochen. Auf den deutschen Fußball werde noch einiges zukommen.
Bis dato hatte Hoyzer stets vehement seine Unschuld beteuert. Tags zuvor hatte der DFB Strafanzeige gegen den Referee gestellt.
Hilpert gibt Auskunft
Am Donnerstag um 16 Uhr ist damit zu rechnen, dass Licht in viele Stellen des Dunkels kommt. Dann wird der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, Horst Hilpert, vor die Medien treten. Zuvor werde er sich nicht äußern, sagte der DFB-Chefankläger auf Anfrage von Sport1.
Interessant ist vor allem die Frage nach den Beweisen des DFB. Bislang hat der Verband lediglich auf Zeugenaussagen anderer Schiedsrichter verwiesen.
- Nicht, dass unsere Frankfurter Gays Kasse, Ehre und Trachtler am Ende mit Ihrer Verschwörungstheorie gegen die Eintracht Recht hatten

Verfasst: 27.01.2005, 14:56
von Latte
wird die irgendwo gezeigt?
Verfasst: 27.01.2005, 15:51
von erwitterfan
ka werd gleich ma durchzappen , ntv oder n24 wirds bestimmt machen
Verfasst: 27.01.2005, 16:58
von sin tsu
die Pressekonferenz läuft auf Phönix.........
Verfasst: 27.01.2005, 17:03
von marley
Habe eben im Radio gehört, dass er gestanden hat? Da hätte ich gerne einen informativen Post von sin tsu!

Verfasst: 27.01.2005, 17:05
von marley
Ach scheisse, warum postet der Schpalter denn solch wichtige News. Den überles ich doch sonst immer.

Verfasst: 27.01.2005, 17:05
von Ollibu
oh weh was kommt jetzt noch alles raus.
Verfasst: 27.01.2005, 17:25
von sin tsu
Also ich fasse mal kurz zusammen.
Hoyzer hat ein umfangreiches Geständnis angekündigt. In seiner Erklärung hat er die Anschuldigungen im Kern bestätigt. Bisher keine Einzelheiten.
Die Staatsanwaltschaft vernimmt jetzt Hoyzer und wird dann weitere Details bekanntgeben und alles strafrechtliche dann unternehmen.
Bisher gibt es keine Erkenntnisse, daß der Schiedsrichter Marx in diese Manipulationen verstrickt ist. Dennoch wurde er von der Ansetzung zu seinem eigenen Schutz zurückgegezogen.
Der gesamte Sumpf wird aber noch trockengelegt werden. Es kann noch einiges ans Tageslicht kommen.
Amerell soll Hoyzer in einer kroatischen Wettkneipe in Berlin zufällig getroffen haben. Daraufhin den Schiedsrichter-Ausschuß informiert. Und die die DFL und den DFB.
Gegen Hoyzer soll anfang August Anzeige erstattet worden sein, wegen einer hohen Wette auf Paderborn gegen Hamburg. Der DFB habe ein verfahren eingeleitet und dies zu überprüfen. Kurz danach soll die Person seine Anzeige zurückgezogen haben. Danach wurde das weiter verfolgt aber er wurde weiter beobachtet und gewartet bis ein erneuter Anfangsverdacht bestand. Dies kam durch Amerell und die Berliner Schiedsrichter ins Rollen.
Alles weitere wird durch die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt. So ein Geständnis kann ja seine dauern und dann müssen weitere Personen vernommen werden (offensichtlich) und die Fakten auch erst mal überprüft werden.
Meine persönliche Meinung:
Da kommt noch ne Menge raus. Sehr spannend!
Der Moderator auf Phönix hat grad den neuen Fansgesang angekündigt:
"Schiri, wir wissen wo Dein Wettschein liegt"
Vielleicht ist der schon alt, hab ich dann bisher verpaßt. Ich find den witzig.
Verfasst: 27.01.2005, 17:34
von opelgang
sin tsu hat geschrieben:
Amerell soll Hoyzer in einer kroatischen Wettkneipe in Berlin zufällig getroffen haben. Daraufhin den Schiedsrichter-Ausschuß informiert. Und die die DFL und den DFB.
ja ne, is klar!
wenn das kein zufall ist!

Verfasst: 27.01.2005, 19:14
von spalter
marley hat geschrieben:Ach scheisse, warum postet der Schpalter denn solch wichtige News. Den überles ich doch sonst immer.

- Du Pissflitsche, ich komm' Dir gleich dahin

Verfasst: 27.01.2005, 20:09
von SPA
Kaum zu glauben, dass da echt noch mehr drinhängen (also Oflizielle und nicht nur irgendwelche "Mafiamitglieder") mal sehen was da noch alles rauskommt!?
Verfasst: 28.01.2005, 01:32
von Sröcke
Was ich ganzen Sache komisch finde, ist das nichtmal die Wettbüros gemerkt haben wer da bei ihnen Wetten abgeschlossen hat. Ich meine spätestens wenn mich jemand mehrere 10.000€ kostet, kuck ich mir doch mal genauer an.
