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Gerd Niebaum ist zurückgetreten

Verfasst: 09.02.2005, 13:11
von Latte
Niebaum legt Amt als Geschäftsführer nieder

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA, Dr. Gerd Niebaum, hat sein Amt mit Wirkung zum heutigen Tage niedergelegt und dies dem Präsidenten des BVB, Dr. Reinhard Rauball, mitgeteilt.

'Ich habe mich im Hinblick auf die zur Zeit sehr emotional geführte Diskussion zu diesem Schritt entschlossen, um damit einen Beitrag zur Versachlichung der Situation zu leisten. Ich bedanke mich bei allen, die mich in meiner über 20-jährigen Tätigkeit für den BVB unterstützt haben. Als Borusse, der ich immer bleiben werde, wünsche ich dem BVB und allen Beteiligten in der Zukunft sowohl sportlichen Erfolg als auch ein gutes Gelingen der bereits eingeleiteten Schritte zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme', erklärte Dr. Gerd Niebaum.

Dr. Rauball bekundete Dr. Niebaum seinen Respekt für seine Entscheidung: 'Die großen Erfolge der 90er Jahre werden auch weiterhin mit seinem Namen verbunden bleiben.'

Über die Nachfolge Dr. Niebaums wird der Präsidialausschuss des BVB zeitnah beraten und entscheiden.

Auch Geschäftsführer Michael Meier hat Präsident Dr. Reinhard Rauball seine Demission angeboten, um seinen Beitrag zur Beruhigung der aktuellen Situation um den BVB zu leisten.

Dr. Rauball hat dies im Namen des Präsidialausschusses des BVB abgelehnt, da eine Kontinuität innerhalb des operativen Geschäfts, u.a. im Hinblick auf die laufenden Restrukturierungsgespräche, zwingend erforderlich ist.

Quelle: Borussia Dortmund

Verfasst: 09.02.2005, 13:18
von sin tsu
Dr. Rauball bekundete Dr. Niebaum seinen Respekt für seine Entscheidung: 'Die großen Erfolge der 90er Jahre werden auch weiterhin mit seinem Namen verbunden bleiben.'
Und die anschließende sportliche und vor allem wirtschaftliche Talfahrt.

Für den BVB kann dieser Entschluß nur gut sein.

Verfasst: 09.02.2005, 14:12
von Jodit
Da könnte ich echt immer Kotz**.

Fahren die Karre in den Dreck, machen Schulden noch und nöcher und sind mit einem Rücktritt fein raus.

Verfasst: 09.02.2005, 14:45
von Lunkens
Wollte einer nicht 100Mio reinpumpen, wenn Meier und Niebaum gehen?

Verfasst: 09.02.2005, 14:59
von Sröcke
Jetzt fehlt nur noch die andere Flasche...

Verfasst: 09.02.2005, 15:01
von Jodit
Falls du den Meier meinst?!

Der wollte, aber durfte nicht :effe:

Verfasst: 09.02.2005, 15:41
von erwitterfan
ohhhhhhhhhh ist das schön :)
endlich is der %/&" weg mehr kommentar gibs ersma nich :)

Verfasst: 09.02.2005, 15:59
von Latte
Bild

Verfasst: 09.02.2005, 17:20
von Special_AK
Lunkens hat geschrieben:Wollte einer nicht 100Mio reinpumpen, wenn Meier und Niebaum gehen?
ja die Bank gibt dem BVB nen Kredit über 110 Mio, einzige Bedingung wenn beide gehen

Verfasst: 09.02.2005, 17:21
von erwitterfan
soll aber geplatzt sein der deal ...

Verfasst: 09.02.2005, 17:43
von sin tsu
Dortmund will sein Stadion zurück

Ginge es nach den finanziellen Verbindlichkeiten, wäre Borussia Dortmund Bundesliga-Spitzenreiter. Der Traditionsclub hat fast 100 Millionen Euro Schulden. Mit einem Großkredit will der BVB laut einem Zeitungsbericht jetzt den Befreiungsschlag landen.


Dortmund - Die Finanzspritze kommt möglicherweise von der Westdeutschen Landesbank (WestLB). Die Zahlung von 110 Millionen Euro an den BVB, so berichtet die "Bild"-Zeitung, sei aber an die Bedingung geknüpft, dass die Borussia-Geschäftsführer Gerd Niebaum und Michael Meier ihre Ämter niederlegen.

Für das Geschäft mit der Landesbank gibt es bislang keine offiziele Bestätigung. "Bei uns wird dazu niemand etwas sagen", so BVB-Sprecher Josef Schneck. Auch die WestLB mauerte: "Kein Kommentar."

Mit dem geliehenen Geld könnte Borussia die 2002 an die Commerzbank-Tochter Molsiris veräußerten Anteile am Westfalenstadion zurückkaufen. Der BVB hatte 75 Millionen Euro für die Arena bekommen und zahlt seither rund 17 Millionen Euro Miete jährlich.

Nach der Absage des Londoner Investmentbankers Stephen Schechter, mit dem der BVB über eine Anleihe in Höhe von rund 120 Millionen Euro verhandelt hatte, will der Bundesligist eine Stadiongesellschaft für den Rückkauf gründen. Mit dem Erwerb des Westfalenstadions, der ursprünglich erst für 2013 vorgesehen war, würden zudem verpfändete Mittel in Höhe von 52 Millionen Euro frei.
Ich glaube nicht, daß die Bedingung so stimmt. Sonst hätte Rauball Meier sicher gehen lassen. Wäre ein großer Schritt aus dem Tal der Schulden.

Verfasst: 09.02.2005, 17:57
von Bobby
sin tsu hat geschrieben:Wäre ein großer Schritt aus dem Tal der Schulden.
ahh ja
wenn man ein darlehen über 110 mio aufnimmt werden die schulden ja sofort weniger :roll:

Verfasst: 09.02.2005, 17:59
von erwitterfan
naja
1. wär da mit die lizens für die nächste lizens so gu wie gesichert
2. erdrücken uns die 17 millionen € die wir ährlich fürs stadion zurückzahlen müssen, ausserdem würde halt neues geld frei ...

Verfasst: 09.02.2005, 18:12
von sin tsu
Bobby hat geschrieben:
sin tsu hat geschrieben:Wäre ein großer Schritt aus dem Tal der Schulden.
ahh ja
wenn man ein darlehen über 110 mio aufnimmt werden die schulden ja sofort weniger :roll:
Nein, aber man zahlt keine 17 Millionen pro Jahr Leasinggebühren und die kosten mittel- bis langfristig den BVB wesentlich mehr.

Den Kredit kann man über 20 Jahre abzahlen und zahlt mit Zinsen, die ziemlich günstig gerade sind, sagen wir mal 6 Mille jährlich ab.
Das erscheint machbar, anhand der großen Fangemeinde, gesicherten Zuschauereinnahmen (frage mich eh wie man 40000+ Dauerkarten bei der Situation absetzen kann), steigenden Kursgewinnen (niedriger geht ja auch fast nimmer), Absatz von Fanartikeln, Sponsoreinnahmen, usw...

Der BVB hat immer noch einen großen Namen. Falls ein gutes Sanierungskonzept steht wird es auch wieder aufwärts gehen. Finanziell zumindest :))

Die Belastung durch so ein "atemberaubendes" Leasingkonzept ist da auf Jahre gesehen wesentlich teurer.

Verfasst: 09.02.2005, 18:18
von mash
Kursgewinne bringen dem BVB ja nicht viel, da die Aktien schon auf dem Markt sind.

Frage mich, warum man damals überhaupt das Stadion verkauft hat. Wer ist so dumm, die Leasingkosten waren doch wohl damals schon bekannt. Kann man echt nur den Kopf schütteln.

Verfasst: 09.02.2005, 18:21
von erwitterfan
mash hat geschrieben:Kursgewinne bringen dem BVB ja nicht viel, da die Aktien schon auf dem Markt sind.

Frage mich, warum man damals überhaupt das Stadion verkauft hat. Wer ist so dumm, die Leasingkosten waren doch wohl damals schon bekannt. Kann man echt nur den Kopf schütteln.
weil niebaum die scheisse bis zum hals stand der brauchte geld und zwar dalli, was meinste wohl warum der den namen verpfändet hat ?

Verfasst: 09.02.2005, 18:26
von sin tsu
mash hat geschrieben:Kursgewinne bringen dem BVB ja nicht viel, da die Aktien schon auf dem Markt sind.

Frage mich, warum man damals überhaupt das Stadion verkauft hat. Wer ist so dumm, die Leasingkosten waren doch wohl damals schon bekannt. Kann man echt nur den Kopf schütteln.
Einen großen Teil der Aktien hält der BVB noch selbst.
Natürlich kann man ja auch einen Teil der Aktien zurückkaufen und sie dann später mit Gewinn wieder verkaufen.

Zetzt kommt natürlich der Einwurf mit welchem Geld? Im operativen Geschäft der BVorussia Dortmung AG sieht es zwar nicht rosig aus, aber ein wenig Geld findet sich da immer.

Verdammt, wo war nochmal der Link zum letzten Geschäftsbericht der AG.

erwitte kannst mir mal helfen?

Verfasst: 09.02.2005, 18:32
von sin tsu

Verfasst: 09.02.2005, 18:34
von opelgang
kann man nicht nur eigene aktien zurückkaufen wenn die mitgliederversammlung zustimmt???

wirtschaftler an die front...!

Verfasst: 09.02.2005, 18:37
von mash
Sie dürften bis zu 10% zurückkaufen, aber nur mit Genehmigung der Hauptversammlung. Aber das wird wohl das letzte sein, was der BVB machen wird.

Verfasst: 09.02.2005, 18:41
von sin tsu
Basisinformation

Börse / Segment: General Standard
Notierungen An allen deutschen Börsen
In Xetra (Exchange Electronic Trade)
Wertpapier-Kenn-Nummer (WKN): 549 309
Börsenkürzel: BVB
ISIN DE0005493092
Designated Sponsor Gebhard & Co. Wertpapierhandelsbank (seit 08/2004)
Grundkapital vor IPO: € 7 Mio.
Grundkapital nach IPO: € 19,5 Mio.
Konsortialbanken: Deutsche Bank AG (Konsortialführer), WGZ-Bank, Dresdner Kleinwort Benson, WestLB, Sparkasse Dortmund, Dortmunder Volksbank
Erster Handelstag: 31. Oktober 2000
Preis der Aktie: € 11 (Platzierungspreis); € 10,05 Schlusskurs am ersten Handelstag
Gattung: Inhaberstammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien)
Stückelung: Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils € 1,-
Emissionsvolumen: 13,5 Mio. Inhaberstammaktien (Stückaktien)
Zuteilungskriterien: 71,7 % institutionelle Investoren
25 % Privatanleger
3 % Vereinsmitglieder
0,3 % Friends & Family
Bevorrechtigte Zuteilung: Den Vereinsmitgliedern wurde ein die Nachfrage deckendes Kontingent an Aktien bevorrechtigt zugeteilt.
Kapitalerhöhung
Herbst 2004 Platzierung 100%
Erhöhungsbetrag 9,75 Mio €
Stückelung Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils € 1,-
Zuteilung An Altaktionäre im Verhältnis 2:1
Grundkapital nach Kapitalerhöhung 29,25 Mio. €
Aktionärsstruktur:

* Fund Management Limited 25,97 %
* BV Borussia Dortmund 09 e.V. 19,99 %
* Bernd Geske 5,14 %
* Free Float 50.000 Aktionäre
Wenn man Aktien zurückkaufen will, benötigt man keine Zustimmung der Aktionäre. Die braucht man beispielsweise wenn man neue Aktien auf den Markt bringt und das Bezugssrecht der Altaktionäre ausschließen will. Das gilt jedoch nur für Stammaktien oderVorzugsaktien mit Stimmrecht. Vorzugsaktien ohne Stimmrecht kann die AG jederzeit emittieren, wobei das nur geht wenn die Aktie mit einem nachzuzahlenden Vorzug ausgestattet wird.

Verfasst: 09.02.2005, 18:42
von mash
Quelle ?

Verfasst: 09.02.2005, 18:48
von mash
sin tsu hat geschrieben:Wenn man Aktien zurückkaufen will, benötigt man keine Zustimmung der Aktionäre. Die braucht man beispielsweise wenn man neue Aktien auf den Markt bringt und das Bezugssrecht der Altaktionäre ausschließen will. Das gilt jedoch nur für Stammaktien oderVorzugsaktien mit Stimmrecht. Vorzugsaktien ohne Stimmrecht kann die AG jederzeit emittieren, wobei das nur geht wenn die Aktie mit einem nachzuzahlenden Vorzug ausgestattet wird.
Möchtest du mit dem Fachchinesisch alle mundtot machen, die nur irgendwie weiterdiskutieren möchten?

Hab hier mal nen Artikel aus der FAZ zu dem Thema:
Seit dem Jahre 1998 dürfen Unternehmen hierzulande eigene Aktien an der Börse zurückkaufen. Und weit mehr als hundert Gesellschaften haben sich seitdem bereits die notwendige Genehmigung ihrer Investoren für den Aktienrückkauf eingeholt.

Die Zahl dürfte in Zukunft noch weiter ansteigen, denn ein Rückkauf bietet sich besonders dann an, wenn die Aktienkurse niedrig sind. Und sich das Parken von Gewinnrücklagen aufgrund niedriger Zinsen nicht lohnt. Die Ermächtigung zum Rückkauf erteilt die jährlich stattfindende Hauptversammlung, wo die Mehrheit der Aktionäre den Rückkaufplänen zustimmen muss.

Die Genehmigung gilt für 18 Monate und ermächtigt die Gesellschaften, maximal zehn Prozent ihrer eigenen Papiere zurückzukaufen. Unbemerkt kann dies allerdings nicht geschehen, denn nach dem Börsengesetz sind Unternehmen dazu verpflichtet, den Kapitalmarkt von ihren Rückkäufen in Kenntnis zu setzen. Der Kaufpreis je Aktie darf dabei maximal zehn Prozent über dem Durchschnittskurs der vergangenen fünf Handelstage liegen.

Verfasst: 09.02.2005, 18:50
von sin tsu
Finanzierung, Drukarczyk Jochen, UTB Lucius & Lucius Stuttgart, 9. Auflage

Finanzwirtschaft des Unternehmens am Kapitalmarkt, Franke - Hax, Springer, 5. Auflage

Verfasst: 09.02.2005, 18:51
von mash
kein kommentar ...

Verfasst: 09.02.2005, 18:54
von sin tsu
Ja, das stimmt schon. Es kommt auf die Art der Aktie an. Das gilt für Stammaktien, also mit Stimmrecht. Das AktG sagt hierzu aus, daß der Aktionär das Recht hat sich gegen eine Änderung des Stimmrechts, die ihn möglicherweise benachteiligen kann, zu Wher zu setzen in Form der Zustimmungspflicht durch die Aktionärsversammlung.

Und nein, ich will mit dem Fachchinesisch niemanden verwirren.

Verfasst: 09.02.2005, 19:38
von sin tsu
Hab die ganze Geschichte im Aktiengesetz nachgelesen: §§ 222 - 240 AktG

Ist recht kompliziert, ich fasse das mal ohne Fachchinesisch zusammen:

Also, ein Rückkauf von Aktien in beliebiger Höhe ohne Zustimmung der Aktionäre ist nur möglich wenn einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sind wie z.B. daß bei Ausgabe der Aktien diese Möglichkeit ausdrücklich erlaubt wurde, die Aktionäre kein Stimmrecht haben, kurz vor der Insolvenz, usw...

Dies soll aber nur eine Ausnahme sein und selten vorkommen (laut meinem Lehrbuch) wird es wahrscheinlich auf die BVB-Aktie nicht zutreffen.

Dann kann ein Rückkauf nur mit Zustimmung der Mehrheit der Aktionäre und bis 10% des Gesamtvolumens vonstatten gehen.

genau wie mash gesagt hat. :)2

Hierfür muß eine Begründung und ein Rechenschaftsbericht abgelegt werden. Im Fachchineisch nennt man das Genehmigtes Kapital.

Sorry, hab da zuvor ein paar Sachen durcheinandergebracht.

Verfasst: 09.02.2005, 19:40
von Bobby
gilt das denn auch für eine KG aA?

Verfasst: 09.02.2005, 19:42
von opelgang
juhu,
ich hatte recht! ;)

Verfasst: 09.02.2005, 19:50
von sin tsu
Ja, eine Kommanditgesellschaft auf Aktien unterliegt auch dem Aktiengesetz das die eine spezielle Form der Aktiengesellschaft ist.

Für die KG aA gibt es im AktG weiterführende Vorschriften, die nur auf KGs zutreffen. Diese handeln von Verantwortlichkeiten, Gliederungen, Unternehmenssicherung, besondere Strafvorschriften usw...

Hier wird nur auf die Besonderheiten des Aufbaus einer Gesellschaft eingegangen und wie sich das auswirkt. Alles was Aktien und so betrifft, da gilt das Gesetz auf alle Arten von AGs.

Verfasst: 10.02.2005, 22:36
von erwitterfan
http://www.the-unity.de/dreipunktnull/d ... er-neu.pdf
wird hier zwar kaum einen angehen aber ich posts trotzdem ma ^^
aufrufen tun fast alle großen fanklubs schade, dass ich net fahren kann würd mitmachen :)2