Cottbus: Nachfolger soll spätestens im neuen Jahr präsentiert werden - 23.11.2004 17:28
Aus für Geyer beim FC Energie
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Nach knapp elf Jahren ist für Eduard Geyer bei Energie Cottbus Schluss! Nach der anhaltenden Talfahrt in der Liga, die in der ersten Saison-Heimniederlage am Montagabend gegen Aachen (1:2) gipfelte, musste der Trainer der Lausitzer seinen Hut nehmen.
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."Diese Trennung ist uns schwer gefallen, aber es geht nicht um Personen. Es geht um den Verein", sagte Präsident Dieter Krein. Krein weiter: "Die sportliche Situation war so, dass es nicht mehr weiterging. Ich hoffe, wir verlieren in ihm nur einen Trainer, aber nicht einen Freund."
Der 60-Jährige war seit 1994 für Cottbus verantwortlich und führte den FC Energie von der damaligen Regionalliga Nordost über die Zweite Liga bis in die Bundesliga. Dort konnte sich der Klub aus dem Osten drei Jahre behaupten, stieg aber unter Geyers Regie 2003 wieder ab. Die Verantwortlichen um Präsident Krein und Manager Klaus Stabach hielten trotz des Abstiegs am Trainers fest, der mit seiner Elf in der vergangenen Saison nur knapp den Aufstieg verpasste und sich mit Rang vier zufrieden geben musste.
Dementsprechend optimistisch lauteten die Zielsetzungen in der Lausitz, Geyer stand mit seinem Team von Beginn an unter Druck. Die Saison verlief aber alles andere als wunschgemäß, Cottbus wurde vom Aufstiegsaspiranten zum Abstiegskandidaten. Rang 14, zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz - am Ende stand die Entlassung des Trainers, der für seine klaren Ansprachen bekannt ist.
"Wenn einer nicht in der Lage ist, einen Pass über zehn Meter zum eigenen Mann zu bringen, dann muss er sich überlegen, ob er ein B-Jugend- oder Nationalspieler ist", gab er zuletzt zum Besten, doch die Mannschaft erreichte er nicht mehr. Auch bei den Fans hatte Geyer an Kredit verloren, musste sich zuletzt "Geyer-raus"-Rufe gefallen lassen.
Das Training des FC Energie wird bis zur Winterpause der bisherige Co-Trainer Petrik Sander (44) leiten. Ihm zur Seite stehen wird Co-Trainer Thomas Hoßmann. Spätestens im neuen Jahr soll dann ein Geyer-Nachfolger präsentiert werden. "Wir wollen dabei nichts überstürzen. Der Neue muss zu Energie Cottbus und zum schwierigen Umfeld des Vereins passen. Zudem sind unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt", meinte der Präsident.
Die Trennung von Geyer ist der zweite Trainerwechsel der laufenden Spielzeit nach Jörn Andersen (Rot-Weiß Oberhausen) und der 294. vorzeitige Wechsel in der Geschichte der 2. Bundesliga seit 1981.
Geyer hat fertig !!
Moderatoren: Tim, ACZ-Mod-Team