"Limburgs Dagblad" meldet: Huub wird neuer Coach in Kerkrade. Rettig dementiert
Huub Stevens. Kehrt er nach Kerkrade zurück?
Köln/Kerkrade – Schock für alle FC-Fans! Huub Stevens kehrt zurück zu Roda Kerkrade! Das melden die niederländischen Zeitungen “Limburgs Dagblad“ und “Algemeen Dagblad".
Angeblich, so heißt es in dem Bericht, sind sich Stevens und Präsidium bereits einig. Der niederländische Erstdivisionär trennt sich am Saisonende von Trainer Wiljan Vloet. Und Stevens, der bei Roda bereits von 1993 bis 1996 als Trainer arbeitete, ist der Wunsch-Kandidat Nummer eins.
Für Kerkrade spricht unter anderem, dass Stevens dann wieder mehr Zeit bei Ehefrau Toos und der gemeinsamen Tochter Laura verbringen könnte. Die beiden leben in Eindhoven. Derzeit, so bedauerte der FC-Coach zuletzt im EXPRESS-Advents-Interview, komme das Familienleben viel zu kurz. Sohn Maikkel lebt übrigens in Berlin. Er arbeitet bei Hertha.
Offiziell bestätigt wurde die Nachricht vom Trainerwechsel bislang weder von Roda Kerkrade, noch vom FC Köln. Rodas Klub-Direktor Rutten sagte: „Wir sagen nichts zu individuellen Namen.“
Bei den Holländern sind allerdings auch Bert van Marwijk (derzeit Trainer bei Borussia Dortmund) sowie Paul Put (Lierse SK) und Aimé Anthuenis (Belgischer Nationaltrainer) im Gespräch.
Im Trainingslager im portugiesischen Almancil sorgte die Nachricht natürlich für Wirbel. FC-Manager Andreas Rettig dementierte einen möglichen Abschied von Stevens aus der Domstadt: "Ich bin mit dieser Nachricht auch konfrontiert worden und habe Rücksprache mit dem Trainer gehalten. Da ist nichts dran. Huub Stevens wird seinen Vertrag beim FC erfüllen und den eingeschlagenen Weg fortführen."
Der Vertrag des Niederländers verlängert sich in Köln automatisch im Falle des Aufstiegs um ein weiteres Jahr.
>>......72, 80, 96, 2008 wir werden wieder
Meister, wir hams schon mal
geschafft...72, 80, 96, 2008 denn wir
sind eine Macht......ole ole ole ole wir wollns mit aller Kraft Europameisterschaft...<<
... und ich sagte noch, lass es bleiben... aber nein... du... du musstest natürlich wieder deinen willen durchsetzten... das hast du nun davon... bist du selber schuld... ich helf dir diesmal nicht... du musst lernen für dein handeln gerade zu stehen... ich werde nicht länger meinen kopf für dich hinhalten... du arschloch!
Huub Stevens verlässt den 1. FC Köln zum Saison-Ende - das ist zunächst einmal eine Nachricht, die Panik erlaubt. Schon wieder ein Trainerwechsel, erneuter Umbruch, Fahrstuhlklub für immer. Wie würde der Verein dann bloß dastehen?
Die Antwort ist: nicht schlechter als jetzt. Am Ende dieser Saison wird das Schicksal des 1. FC Köln ohnehin eine Wendung nehmen. Misslingt der Aufstieg, endet auch der Vertrag des Trainers, Stevens selbst hat bereits erklärt, nur im Fall der Erstliga-Qualifikation in Köln zu bleiben.
Gelingt der Aufstieg, ändert sich erst recht alles: Die Mannschaft wird für die Bundesliga einer Vollsanierung unterzogen, das neue Präsidium will investieren, Risiko eingehen, Spieler austauschen. Da wäre es nicht weiter tragisch, wenn auch ein neuer Trainer zu integrieren wäre.
Stevens selbst dürfte auch zurechtkommen: Sollte er am Ende der Saison tatsächlich gehen wollen - man würde ihn lassen: Beim Nicht-Aufstieg wird ihn ohnehin niemand zu halten versuchen, sollte die Rückkehr in die Erste Liga gelingen, sollte er seine Mission im Sommer erfüllt haben, man würde ihm danken und nicht vorwerfen, den Verein im Stich gelassen zu haben.
Stevens hat in den vergangenen Wochen nicht gerade den Eindruck erweckt, ausschließlich glücklich zu sein mit dem Leben als Trainer des 1. FC Köln: Die intensive Beobachtung durch die Presse hat ihn bereits in Berlin gestört, nach sieben Jahren Deutschland scheint er genug zu haben vom Pendeln zwischen Klub und dem heimischen Eindhoven, genug von unbehaglicher Berichterstattung, genug von der Unruhe der Bundesliga. Eine mögliche Entscheidung gegen den 1. FC Köln wäre womöglich eine aus persönlicher Sicht verständliche, zumindest wäre sie keine, die den Klub zurück- oder gar umwerfen würde.
Allerdings ist der Aufstieg längst nicht gesichert. Nach dem verpatzten Ende der Hinserie lauert die Konkurrenz auf weitere Aussetzer des Aufstiegsfavoriten aus Köln. Die Berichte über den angeblich beschlossenen Abschied des Trainers sind in dieser Phase der Saison ein großes Problem, mindestens. Es ist ein Problem des Zeitpunkts. Sollte Stevens nämlich tatsächlich Gespräche mit seinem ehemaligen Klub geführt haben, sollten die Berichte aus den Niederlanden der Wahrheit entsprechen und die Arbeit des Teams beeinflussen, wäre das mehr als ein Problem - es wäre ein Skandal.