Das Fußballjahr 2005
Moderatoren: Tim, ACZ-Mod-Team
- Eise
- Anstoss-Zone Moderator

- Beiträge: 14226
- Registriert: 16.07.2001, 02:00
- Wohnort: Heimat is, wo's Herz wea tuad!
Das Fußballjahr 2005
Januar:
Die Fußball-Bundesliga geht in die Rückrunde - weiter ohne Reiner
Calmund.
Die diversen Manager-Angebote muss er aus Zeitgründen ausschlagen. Bei RTL ist er nach seinem Einstand als "Big Boss" so präsent wie sonst nur Günther Jauch. Calmund ist jetzt auch "Der Bachelor II", "Richter Reiner Calmund", "Der Erpel" (RTL-Antwort auf die Pro-Sieben-Reihe "The Swan") und moderiert die neue Diät- und Gourmet-Show GZSZ ("Gute Zentner, schlechte Zentner").
Der FC Bayern hat ein nicht ganz geglücktes Trainingslager in Dubai
hinter sich. Der Flieger kann nicht planmäßig starten, weil er überladen ist - die drei Tonnen Medizinbälle und Bleiwesten werden Felix Magath erst zwei Tage später mit einer Frachtmaschine nachgeliefert. Bei den Spielern kommt der dreimal täglich angesetzte Treppenhauslauf im welthöchsten Hotel Burj Al Arab (Magath: "Wallberg ist überall") nicht so gut an - außer bei Hasan Salihamidzic, der sich somit den Stammplatz für die Rückrunde sichert.
Februar:
Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff bietet den Spielern vor der
Partie gegen Argentinien einen unterhaltsamen Quizabend mit Günther
Jauch an. Doch das Thema "Wer wird Millionär?" langweilt die Mannschaft.
Allgemeiner Tenor: "Da brauche ich keine Fragen zu beantworten, da
spiele ich lieber drei Monate Fußball".
März:
Das große Champions-League-Duell zwischen FC Bayern und Arsenal
respektive Oliver Kahn und Jens Lehmann verläuft anders als erwartet. Weil Lehmann nur Reservist ist, verzichtet auch Kahn auf seinen Einsatz: "Ich will zeigen, dass ich in jeder Situation besser als Jens bin." Er setzt sich auf die Bank. Lehmann und Kahn liefern sich einen erbitterten Wettstreit im verächtlich Kaugummi bearbeiten, im in die Wolldecke mümmeln und versteinert dreinschauen. Bei Sat.1 gehen zahlreiche Zuschauerbeschwerden ein, weil der Sender 78 Minuten lang Impressionen von der Bank, aber nur 12 Minuten den 3:0-Sieg der Bayern zeigt.
Mai:
Der 6:0-Sieg in Freiburg bringt Schalke 04 nichts, weil der FC Bayern
in Stuttgart in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Elfmetertor
nach eine Schwalbe zum 1:1 und somit zum 19. Titel kommt. Im Tränenmeer von Schalker Spielern und Fans bleibt Manager Rudi Assauer ganz gelassen:
"Jetzt sind wir schon der Rekordmeister der Herzen - das kann Bayern nie
erreichen." In München schäumt inmitten der Siegesfeier Uli Hoeneß vor
Zorn auf Assauer: "Da reden wir in drei Jahren nochmals, wer dann
Rekordmeister der Herzen ist."
Turbulenzen gibt es vor der Eröffnung der Allianz-Arena. Die
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen führende Bayern-Köpfe. Sie sollen
den Allianz-Konzern bei der Vergabe der Namensrechte bevorzugt haben. Uli Hoeneß wird vorgeworfen, bereits seit 1971 eine Allianz-Hausratsversicherung zu haben, Franz Beckenbauer soll unter dem Decknamen "Herr Kaiser" lange im Allianz-Außendienst gearbeitet haben.
Heinz Wildmosers Antrag, am 30. Mai in eine Arrestzelle in der neuen
Arena verlegt zu werden, wird abgelehnt. Er darf jedoch in den Abendstunden, wenn in Fröttmaning 1860 gegen den 1. FC Nürnberg spielt, sein Zimmer blau bestrahlen. Am 31. Mai (FC Bayern - Nationalmannschaft) lässt Heinzi das Licht demonstrativ aus.
Juni:
Der Fußball-Weltverband FIFA stoppt Jürgen Klinsmann. Der deutsche
Bundestrainer wollte für den Konföderationen-Pokal drei Plätze im
deutschen Kader in einem Preisausschreiben vergeben, "um unser ganzen Land einzubeziehen".
Beim Turnier wird jedoch auch so ein neuer Star
geboren: Tim Botnanger, 17, von Klinsmann entdeckter deutscher Profi-Lehrling in der vierten englischen Liga, schießt alle Tore zum 3:0 im Finale gegen Brasilien.
In Ungarn wird Lothar Matthäus gefeuert, weil er auf Verbandskosten
10.000 Postkarten für ein DFB-Preisausschreiben abgeschickt hatte - der
Entlassene gründet mit sich selbst eine TFK (Trainerstellen-Findungs-Kommission).
Juli:
Schalkes Stürmerstart Ailton wechselt zum FC Chelsea - die Gegend dort
sei zwar "un desastro", Chelsea-Eigner Abramowitsch habe ihm aber
zugesichert, dass er in Gelsenkirchen wohnen bleiben und pendeln könne.
August:
Wo soll Regionalligist 1860 München seine Punktspiele austragen? Das
Grünwalder Stadion hat in der Abstiegssaison seinen Kultstatus
verloren, und im Verein wächst die Opposition, die mit dem FC Bayern keinesfalls eine Arena ("Rotes Schlauchboot") teilen will. In wehmütiger Erinnerung an glorreiche Bundesligajahre gründet sich der Kreis "Freunde des Olympiastadions".
Jürgen Klinsmann wird einsichtig: "Es geht nicht, die große Sache
Nationalmannschaft nur von Los Angeles aus zu machen", sagt der Schwabe und nimmt endlich einen Zweitwohnsitz - in London.
Oktober:
Die Griechen schaffen auf den letzen Drücker die WM-Qualifikation -
Ausnahmezustand in Athen. Das Staatsfernsehen ruft just zu dieser Zeit
auf zur Wahl des größten Griechen aller Zeiten.
Die Spitzenplätze: 1. Otto Rehhagel, 2. Zeus, 3. Plato, 4. Kenteris, 5. Onassis, 6. Charisteas, 7. Socrates, 8. Melina Mercouri, 9. Theodorakis, 10. Beate Rehhagel.
Lothar Matthäus, noch immer joblos, fordert Regisseur Sönke Wortmann
auf, das "Wunder von Rom", den WM-Sieg von 1990, zu verfilmen - und bietet sich an, sich selbst zu spielen. Der Film, sagt Matthäus, solle auch darüber aufklären, welchen geringen Anteil Jürgen Klinsmann am 90er-Erfolg gehabt hat.
Dezember:
Neuer Streit im DFB: Für den offiziellen WM-2006-Song ist Udo Jürgens
vorgesehen, soch Klinsmann wehrt sich: "Die Spieler brauchen Musik, mit
der sie sich identifizieren können. Wir werden aus ihren Wünschen eine
All-Star-Band bilden." Oliver Bierhoff nimmt umgehend die Verhandlungen
mit den von der Mannschaft gewählten Musikern auf: Anastacia, Die Toten
Hosen, DJ Ötzi, Rammstein, Enrique Iglesias, Hermes House Band, Jennifer Lopez, Sportfreunde Stiller. Sie sollen, so wünscht der Bundestrainer, als "Die Söhne Deutschlands" auftreten.
WM-Auslosung: Der DFB wird 2006 in der Vorrunde gegen Albanien, Mali
und Kanada spielen (Ex-Teamchef Rudi Völler: "Eine Hammergruppe" -
Klinsmann: "Das sind neun Punkte").
Lothar Matthäus fragt in Albanien, Mali und Kanada um einen Job an.
Die Fußball-Bundesliga geht in die Rückrunde - weiter ohne Reiner
Calmund.
Die diversen Manager-Angebote muss er aus Zeitgründen ausschlagen. Bei RTL ist er nach seinem Einstand als "Big Boss" so präsent wie sonst nur Günther Jauch. Calmund ist jetzt auch "Der Bachelor II", "Richter Reiner Calmund", "Der Erpel" (RTL-Antwort auf die Pro-Sieben-Reihe "The Swan") und moderiert die neue Diät- und Gourmet-Show GZSZ ("Gute Zentner, schlechte Zentner").
Der FC Bayern hat ein nicht ganz geglücktes Trainingslager in Dubai
hinter sich. Der Flieger kann nicht planmäßig starten, weil er überladen ist - die drei Tonnen Medizinbälle und Bleiwesten werden Felix Magath erst zwei Tage später mit einer Frachtmaschine nachgeliefert. Bei den Spielern kommt der dreimal täglich angesetzte Treppenhauslauf im welthöchsten Hotel Burj Al Arab (Magath: "Wallberg ist überall") nicht so gut an - außer bei Hasan Salihamidzic, der sich somit den Stammplatz für die Rückrunde sichert.
Februar:
Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff bietet den Spielern vor der
Partie gegen Argentinien einen unterhaltsamen Quizabend mit Günther
Jauch an. Doch das Thema "Wer wird Millionär?" langweilt die Mannschaft.
Allgemeiner Tenor: "Da brauche ich keine Fragen zu beantworten, da
spiele ich lieber drei Monate Fußball".
März:
Das große Champions-League-Duell zwischen FC Bayern und Arsenal
respektive Oliver Kahn und Jens Lehmann verläuft anders als erwartet. Weil Lehmann nur Reservist ist, verzichtet auch Kahn auf seinen Einsatz: "Ich will zeigen, dass ich in jeder Situation besser als Jens bin." Er setzt sich auf die Bank. Lehmann und Kahn liefern sich einen erbitterten Wettstreit im verächtlich Kaugummi bearbeiten, im in die Wolldecke mümmeln und versteinert dreinschauen. Bei Sat.1 gehen zahlreiche Zuschauerbeschwerden ein, weil der Sender 78 Minuten lang Impressionen von der Bank, aber nur 12 Minuten den 3:0-Sieg der Bayern zeigt.
Mai:
Der 6:0-Sieg in Freiburg bringt Schalke 04 nichts, weil der FC Bayern
in Stuttgart in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Elfmetertor
nach eine Schwalbe zum 1:1 und somit zum 19. Titel kommt. Im Tränenmeer von Schalker Spielern und Fans bleibt Manager Rudi Assauer ganz gelassen:
"Jetzt sind wir schon der Rekordmeister der Herzen - das kann Bayern nie
erreichen." In München schäumt inmitten der Siegesfeier Uli Hoeneß vor
Zorn auf Assauer: "Da reden wir in drei Jahren nochmals, wer dann
Rekordmeister der Herzen ist."
Turbulenzen gibt es vor der Eröffnung der Allianz-Arena. Die
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen führende Bayern-Köpfe. Sie sollen
den Allianz-Konzern bei der Vergabe der Namensrechte bevorzugt haben. Uli Hoeneß wird vorgeworfen, bereits seit 1971 eine Allianz-Hausratsversicherung zu haben, Franz Beckenbauer soll unter dem Decknamen "Herr Kaiser" lange im Allianz-Außendienst gearbeitet haben.
Heinz Wildmosers Antrag, am 30. Mai in eine Arrestzelle in der neuen
Arena verlegt zu werden, wird abgelehnt. Er darf jedoch in den Abendstunden, wenn in Fröttmaning 1860 gegen den 1. FC Nürnberg spielt, sein Zimmer blau bestrahlen. Am 31. Mai (FC Bayern - Nationalmannschaft) lässt Heinzi das Licht demonstrativ aus.
Juni:
Der Fußball-Weltverband FIFA stoppt Jürgen Klinsmann. Der deutsche
Bundestrainer wollte für den Konföderationen-Pokal drei Plätze im
deutschen Kader in einem Preisausschreiben vergeben, "um unser ganzen Land einzubeziehen".
Beim Turnier wird jedoch auch so ein neuer Star
geboren: Tim Botnanger, 17, von Klinsmann entdeckter deutscher Profi-Lehrling in der vierten englischen Liga, schießt alle Tore zum 3:0 im Finale gegen Brasilien.
In Ungarn wird Lothar Matthäus gefeuert, weil er auf Verbandskosten
10.000 Postkarten für ein DFB-Preisausschreiben abgeschickt hatte - der
Entlassene gründet mit sich selbst eine TFK (Trainerstellen-Findungs-Kommission).
Juli:
Schalkes Stürmerstart Ailton wechselt zum FC Chelsea - die Gegend dort
sei zwar "un desastro", Chelsea-Eigner Abramowitsch habe ihm aber
zugesichert, dass er in Gelsenkirchen wohnen bleiben und pendeln könne.
August:
Wo soll Regionalligist 1860 München seine Punktspiele austragen? Das
Grünwalder Stadion hat in der Abstiegssaison seinen Kultstatus
verloren, und im Verein wächst die Opposition, die mit dem FC Bayern keinesfalls eine Arena ("Rotes Schlauchboot") teilen will. In wehmütiger Erinnerung an glorreiche Bundesligajahre gründet sich der Kreis "Freunde des Olympiastadions".
Jürgen Klinsmann wird einsichtig: "Es geht nicht, die große Sache
Nationalmannschaft nur von Los Angeles aus zu machen", sagt der Schwabe und nimmt endlich einen Zweitwohnsitz - in London.
Oktober:
Die Griechen schaffen auf den letzen Drücker die WM-Qualifikation -
Ausnahmezustand in Athen. Das Staatsfernsehen ruft just zu dieser Zeit
auf zur Wahl des größten Griechen aller Zeiten.
Die Spitzenplätze: 1. Otto Rehhagel, 2. Zeus, 3. Plato, 4. Kenteris, 5. Onassis, 6. Charisteas, 7. Socrates, 8. Melina Mercouri, 9. Theodorakis, 10. Beate Rehhagel.
Lothar Matthäus, noch immer joblos, fordert Regisseur Sönke Wortmann
auf, das "Wunder von Rom", den WM-Sieg von 1990, zu verfilmen - und bietet sich an, sich selbst zu spielen. Der Film, sagt Matthäus, solle auch darüber aufklären, welchen geringen Anteil Jürgen Klinsmann am 90er-Erfolg gehabt hat.
Dezember:
Neuer Streit im DFB: Für den offiziellen WM-2006-Song ist Udo Jürgens
vorgesehen, soch Klinsmann wehrt sich: "Die Spieler brauchen Musik, mit
der sie sich identifizieren können. Wir werden aus ihren Wünschen eine
All-Star-Band bilden." Oliver Bierhoff nimmt umgehend die Verhandlungen
mit den von der Mannschaft gewählten Musikern auf: Anastacia, Die Toten
Hosen, DJ Ötzi, Rammstein, Enrique Iglesias, Hermes House Band, Jennifer Lopez, Sportfreunde Stiller. Sie sollen, so wünscht der Bundestrainer, als "Die Söhne Deutschlands" auftreten.
WM-Auslosung: Der DFB wird 2006 in der Vorrunde gegen Albanien, Mali
und Kanada spielen (Ex-Teamchef Rudi Völler: "Eine Hammergruppe" -
Klinsmann: "Das sind neun Punkte").
Lothar Matthäus fragt in Albanien, Mali und Kanada um einen Job an.
- erwitterfan
- Hat einen guten Durst!

- Beiträge: 6617
- Registriert: 31.05.2004, 14:17
- Wohnort: airrwittö
- Kontaktdaten:
-
cartman
Überall wird man im Moment mit Jahresrückblicken überschüttet, aber niemand bietet das an, was wirklich interessiert: Einen Ausblick auf 2005. Hier nun meine Weissagung für das kommende Fußballjahr, natürlich ohne Gewähr.
Januar:
Schock und medizinische Sensation zugleich beim FC Bayern: Mehmet Scholl bricht sich einen Knochen, von dessen Dasein die moderne Schulmedizin bisher nichts wußte. Sebastian Deisler verspringt beim Training auf dem knochenhart gefrorenen Platz ein Ball, woraufhin er wieder in tiefe Depressionen verfällt. Leicht genervt wird er von Felix Magath in den Arm genommen und mit einem Lutscher getröstet.
Bei Schalke 04 vermisst man (wenig überraschend) Ailton beim Auftakttraining. Assauer macht sich danach persönlich auf den Weg nach Brasilien um seinen Star zu suchen. Und auch der 1.FC Köln steht ohne seinen Superstürmer da: Lukas Podolski hat sich in Thailand von der Nationalmannschaft abgesetzt und in einer zwielichtigen Bar ein Mädchen namens Mai Lin kennen gelernt. Der Express berichtet von Heiratsplänen.
Februar:
Die Bundesliga ist wieder in vollem Gang. Jürgen Klinsmann ist zur Zeit aber nicht in den Stadien zu finden. „Ich brauch einfach den warmen Kick von außen", meint er auf Nachfrage eines Journalisten. Auch beim ersten Länderspiel gegen Argentinien lässt er sich entschuldigen, ein Nachbar feiert Geburtstag, da kann Klinsmann nicht absagen. Die deutsche Mannschaft geht mit 4:0 unter.
Mainz 05 wird von Bayer Leverkusen mit 7:0 auseinandergenommen. Jürgen Klopp findet es „geil, wie die uns fertig gemacht haben."
Rudi Assauer hat inzwischen mit Hilfe einiger Wilderer Ailton mit einem Fangnetz stellen können und wieder zurück auf Schalke gebracht. Ralf Rangnick dazu: „Naja, so sind sie halt, die Brasilianer."
März:
Borussia Mönchengladbach krebst noch immer am Tabellenende rum, und das, obwohl zur Rückrunde 10 Millionen Euro in neue Spieler investiert wurden, davon allein 6 Millionen für Giovane Elber, der allerdings sofort nach seiner Ankunft wieder verletzt ist. Christian Hochstätter denkt laut darüber nach den Hannoveraner Erfolgstrainer Ewald Lienen wieder an den Bökelberg zu locken. Lienen dazu: „Der kann mich mal."
Lars Ricken hat trotz einiger Angebote im Winter den BVB nicht verlassen. Die verbalen Streitereien mit Coach van Marwijk scheinen ihm zu viel Spaß zu machen. So lässt er jetzt die Bild wissen: „Mit meiner Nichtberücksichtigung schadet van Marwijk dem BVB, dem Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland, dem Prozess der Wiedervereinigung, dem Friedensprozess im Nahen Osten und den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Costa Rica." Präsident Rauball erkundigt sich nach dem günstigsten Psychiater im Ruhrgebiet.
April:
Ewald Lienen kehrt als Coach nach Mönchengladbach zurück. 5 Millionen € Jahresgehalt sind natürlich auch verlockend. Auf die Nachfragen eines Journalisten, der bemerkt, dass sich Lienen doch noch vor kurzem eher abfällig über das Gladbacher Angebot geäußert hatte, meint Lienen: „Da bin ich falsch zitiert worden. Ich habe gesagt: Der kann mich mal ruhig anrufen, ich bin gesprächsbereit." Die Borussia gewinnt ihr erstes Spiel unter Lienen mit 1:0 gegen Bochum, nachdem Edu beim Versuch im eigenen Sechzehner zu klären sich selbst anschießt und der Ball in der dritten Minute der Nachspielzeit ins eigene Tor fliegt.
Alemannia Aachen ist als einziges deutsches Team weiter im europäischen Wettbewerb vertreten, im Halbfinale muss nun der FC Valencia dran glauben. In einem mitreißenden Rückspiel im Kölner RheinEnergieStadion dreht die Alemannia noch ein 0:2 aus dem Hinspiel in Valencia und gewinnt 4:0. Nach dem 3:0 durch einen Sonntagsschuß von Willi Landgraf drehen die Spanier mal wieder durch und zerlegen das halbe Stadioninventar. Die UEFA denkt darüber nach, eventuell mal das Videoband des Spieles zu begutachen. Aachen muss 15.000 Schweizer Franken Strafe zahlen, da nicht alle Ordner das vorgeschriebene UEFA-Leibchen trugen.
Borussia Dortmund, inzwischen auf einem Abstiegsplatz, wirft van Marwijk raus und stellt Dick Advocaat an. Die Abfindung für van Marwijk und die Seelenklempnerrechnungen für Rickens Behandlungen treiben die Schulden der Dortmunder weiter in die Höhe. Die Bank des BVB stellt die Kontoauszüge inzwischen im DIN A3 Format zu, da der Kontostand auf normalen Kontoauszügen nicht mehr darstellbar ist. Tomas Rosicky wird in zerlumpten Klamotten in der Dortmunder Fußgängerzone ausgesetzt um wenigstens die Mannschaftsgehälter zusammen zu betteln.
Mai:
Die Bundesliga biegt auf die Zielgerade ein, und auch Klinsmann lässt sich wieder in Deutschland blicken. „Endlich wieder annehmbare Temparaturen." Auf diese Aussage hin tauft die Bild Klinsi zu „Deutschlands einzigstem Brasilianer". Kevin Kuranyi reagiert leicht verärgert.
Zwei Aufsteiger in die Bundesliga stehen schon vor dem letzten Spiel fest. Köln und Duisburg treffen sich am letzten Spieltag zu einem munteren Freistoßschießen in Köln. Das Spiel endet 4:4, sowohl Tiartas als auch Lottner versenken je vier Freistöße.
Eintracht Frankfurt sichert sich den dritten Aufstiegsplatz durch ein Foto-Finish am letzten Spieltag. Unbemerkt von allen anderen zog die Truppe von Funky Funkel an den vom UEFA-Cup geschwächten Aachenern und den Defensivkünstlern aus Fürth vorbei ins Oberhaus.
Dort wähnt sich der FC Schalke 04 schon als Meister, hat man doch vor dem Auswärtsspiel in Freiburg drei Punkte Vorsprung auf die Bayern und das leicht bessere Torverhältnis. Ailton tanzt schon vor Spielbeginn nackt durchs Badenovastadion zu Freiburg, was das doch eher intellektuelle Publikum leicht verstört zurücklässt. Bis zur 89. Minute steht es 0:0. Dann zieht Coulibaly aus 40 Metern einfach mal ab, der Ball landet im Torwinkel. Der FC Bayern, angestachelt von dieser Nachricht, holt in der Nachspielzeit in Stuttgart die schlechtere Tordifferenz auf und gewinnt noch mit 3:0. Die Stuttgarter hadern mit Schiri Markus Merk, der sage und schreibe 24 Minuten nachspielen lässt. Das Wort vom „89-Minuten Meister" macht die Runde in Deutschlands Comedyshows.
Im Abstiegskampf schafft Hansa Rostock durch ein 6:1 in Dortmund das Wunder und schießt so den BVB in den Abgrund. Überraschend kann dem BVB aber doch die Lizenz für die zweite Liga gewährt werden: Ein zwielichtiger Investor aus Russland namens Drabamowitsch übernimmt die Finanzierungslücken der Borussia, stattet alle Stars mit neuen, besser dotierten Verträgen aus und holt Amoroso aus Spanien zurück.
Auch die Borussia aus Mönchengladbach muss absteigen. Leider findet sich für die Borussen kein Investor, so dass Insolvenz angemeldet werden muss. Hochstätter spricht von kurzfristigen Finanzierungsproblemen und verhandelt eifrig mit potentiellen Neuzugängen.
Alemannia Aachen verliert im UEFA-Pokalendspiel gegen den FC Parma mit 0:1. Erik Meijer beendet daraufhin seine Karriere. „Dieses andauernde Nur-Zweiter-Sein geht mir tierisch auf den Sack. Ich geh zurück nach Holland und spiele Minigolf."
Juni:
Unter dem zurückgekehrten Klinsmann spielt Deutschland beim Confed Cup groß auf und scheitert erst im Finale an Brasilien mit 2:3. Mayer-Vorfelder ist das nicht genug. Nach fünf Flaschen Whisky entlässt er Klinsmann und benennt Lothar Matthäus zum neuen Cheftrainer. Fußballdeutschland klascht sich kollektiv vor den Kopf.
Diese Nachricht dringt schließlich auch bis nach Thailand vor. Podolski verlässt daraufhin seine große Liebe Mai Lin und kehrt nach Deutschland zurück. „Endlich ein Nationaltrainer, der wo genauso intelligent ist als wie ich", meint Prinz Poldi bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen.
Juli:
In der Sommerpause passiert erstaunlich wenig. Liegt auch daran, dass Assauer Ailton nun an einem Torpfosten im alten Schalker Parkstadion festgebunden hat, damit er nicht wieder nach Brasilien entwischen kann.
Erik Meijer wird bei den holländischen Minigolf-Meisterschaften Zweiter. Daraufhin legt er die Anlage in Schutt und Asche.
August:
Lothar Matthäus stellt Sepp Maier wieder als Bundestorwarttrainer ein. Klinsmann murmelt irgendwas von Vetternwirtschaft, bekommt aber keiner mit, da er wieder in Kalifornien am Strand sitzt.
Die Bundesliga startet in die neue Saison. Gladbach hat bis zum Schluß versucht das Unheil abzuwenden, doch es gibt kein Zurück: Die alterwürdige Borussia findet sich in der Kreisliga C wieder. Uli Potofski richtet ein Studio am Sportgelände am Niederrhein ein und sendet nun täglich von dort aus seine Kreisligashow.
Dortmund präsentierte vor Saisonbeginn noch einige weitere neue Stars. So wurden für 100 Millionen € Ronaldo, Beckham und Nedved ins Ruhrgebiet gelost. Das erste Heimspiel gegen Burghausen geht mit 0:1 verloren. Lars Ricken wurde inzwischen in eine geschlossene Anstalt verlegt, nachdem er auf dem Borsigplatz behauptete der Messias zu sein.
September:
Lothar Matthäus verliert sein erstes Länderspiel gegen Usbekistan mit 1:4. Den einzigen Treffer erzielte Podolski. Matthäus und Beckenbauer sahen vielversprechende Ansätze und haben Hoffnung für die Zukunft.
Oktober:
Ausgesprochen feinsinnig lobt Matthäus seine eigene Arbeit in seiner Sport Bild Kolume. „Endlich wieder ein Nationaltrainer, der sein Handwerk versteht" heißt zum Beispiel eine Überschrift.
Nach durchwachsenem Saisonstart tritt Huub Stevens beim 1.FC Köln zurück. „Ich gehe nach Holland und gründe mit Erik Meijer eine Minigolfkette", sind seine letzten Worte in Deutschland. Freudig erregt präsentiert Overath Christoph Daum als Nachfolger. Die Kölner Fans feiern ausgelassen in der Hoffnung, bald mal wieder wenigstens Zweiter zu werden, während die Spieler sich schon Mittel gegen Brandblasen verschreiben lassen.
November:
Die Auslosung der WM-Endrunde beschert Deutschland die Vorrundengegner Botswana, die Fidschi-Inseln und die Türkei. Harald Schmidt regt sich darüber auf, dass beide Gastgeber in eine Gruppe gelost wurden. Matthäus hingegen beschwört in seiner Kolumne das mystische Wort der Todesgruppe.
Dezember:
Aufgrund einer weiteren Geldstrafe infolge der dritten Verleumdungsklage muss der Blutgrätsche-Autor Foo die McDrive-Nachtschicht in Brunsbüttel übernehmen, um seine Schulden abzahlen zu können. Trotz wenig Schlaf und Attentatsversuchen von Lars Ricken Jüngern arbeitet er laut Insiderberichten bereits an einer Jahresvorschau für 2006.
hab ich abgekupfert: www. blutgrätsche.de
(nicht übel die seite...)
- Eintrachtler
- F1-Tippspielsieger 2004
- Beiträge: 9516
- Registriert: 18.09.2001, 02:00
- Wohnort: Wo die Sonne immer scheint
- Kontaktdaten:


