Frontal21 am 19. April 2005
"Fünf vor Zwölf"
in der Bundesliga
Dramatische Wirtschaftslage - Wegen fehlender Bilanzen drohen Ordnungsgelder
Die meisten Clubs der Fußball-Bundesliga sind nach Einschätzung einer Finanzexpertin in einer wirtschaftlich dramatischen Lage. "Man kann sagen, es ist fünf vor zwölf und es besteht absolut akuter Handlungsbedarf", urteilt die auf Unternehmensinsolvenzen spezialisierte Anwältin Angelika Amend nach der Einsicht in Vereins-Bilanzen. Das ZDF-Magazin Frontal21 hat erstmals einen Großteil der Bilanzen zusammengestellt und verglichen.
Nach den Recherchen von Frontal21 müssen Bayer 04 Leverkusen, DSC Arminia Bielefeld und Hannover 96 mit Ordnungsstrafen bis zu 25.000 Euro rechnen, weil sie gesetzeswidrig ihre Jahresabschlüsse bei den Amtsgerichten nicht offengelegt haben.
Das gilt auch für die Deutsche Fußball Liga (DFL), die zur Zeit die Lizenzvergabe für die nächste Spielzeit prüft. Wie die meisten Clubs ist auch die DFL als Kapitalgesellschaft zur Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse gesetzlich verpflichtet.
Unterlagen fehlen
Soweit Bilanzen vorlagen, hat Frontal21 sie der Insolvenzberaterin Amend zur Begutachtung vorgelegt. "Dem überwiegenden Teil der Vereine geht es richtig schlecht", lautet ihr Fazit. Sie seien bilanziell überschuldet. "Sie haben hohe Verbindlichkeiten, im wesentlichen Bankverbindlichkeiten, was kaum durch Aktivwerte auf der Bilanzseite aufgefangen wird."
Amend untersuchte die Clubs nach den Erträgen aus ihrer Geschäftstätigkeit und nach ihrer Vermögenslage. Würde man die Vereine dementsprechend auf dem Spielfeld postieren, ergäbe sich eine extrem defensiv ausgerichtete Mannschaftsaufstellung.
Viele in der Defensive
Das überraschende Stürmerpaar bilden der FC Bayern München und der SC Freiburg - der Erste und der Letzte in der Tabelle. Bayern habe sich in Sachen Vermögen eine Art Speckmantel zugelegt, so Amend, auch Freiburg sei ein Musterbeispiel für solide Unternehmensführung. Im Mittelfeld spielen Mönchengladbach und Wolfsburg zurück gedrängt in der eigenen Hälfte, dahinter Stuttgart, Bremen und Hannover.
Der HSV, Hertha und Schalke verteidigen im eigenen Strafraum. Sie kämpfen mit hohen Verbindlichkeiten und drohenden Liquiditätsproblemen. Zu diesem Feld hat sich auch der vor zwei Jahren noch der von der Insolvenz bedrohte 1. FC Kaiserslautern vor gearbeitet. Dortmund kämpft auch nach der Einigung mit den Gläubigern auf der Torlinie ums Überleben.
Fehler im Management
DFL-Geschäftsführer Christian Müller betonte dagegen, dass den Verbindlichkeiten von rund 700 Millionen Euro in der ersten und zweiten Liga Vermögenswerte von fast einer Milliarde entgegen stünden. Das sei eine "solide Ausgangsposition".
Neben der Abhängigkeit vom sportlichen Erfolg der Clubs sieht Amend als wesentlichen Grund für die schlechte Wirtschaftslage auch Mängel im Management. "Mit ein Hauptfehler ist, dass die Vereine, obwohl sie als Wirtschaftsunternehmen geführt werden, kein vernünftiges Controlling haben." Mit einem solchen Controlling könne man relativ schnell erkennen, wo man gegensteuern müsse.
Wachsende Verschuldung
Gefährlich sei auch die wachsende Verschuldung der Vereine, unter anderem durch teure Zukäufe: "Die Vereine haben oft munter weiter Spieler eingekauft, obwohl sie gesehen haben, wir erwirtschaften Verluste."
Die schlechten Zahlen sollten von den Vereinen als Aufgabe verstanden werden, sofort zu handeln, fordert die Analystin. "Nach den Erfahrungen, die ich jetzt hier anhand des Zahlenmaterials gemacht habe, kann ich schon sagen, dass die Ausrede, mir fehlt der sportliche Erfolg und deswegen bin ich wirtschaftlich nicht erfolgreich, einfach so nicht zählen kann."
Dramatische Wirtschaftslage in der Bundesliga.
Moderatoren: Tim, ACZ-Mod-Team
-
Ollibu
Dramatische Wirtschaftslage in der Bundesliga.
-
Barbarossa
-
Ollibu
ist das jetzt gut oder schlechtDFL-Lizenzierungsbescheide in dieser Woche
Frankfurt/Main (dpa) - Die 36 Profivereine können noch in dieser Woche mit den Lizenzierungsbescheiden durch die Deutsche Fußball Liga rechnen. Das bestätigte ein DFL-Sprecher. Die mit insgesamt 698 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasteten Clubs hatten ihre Unterlagen alle fristgerecht bei der DFL eingereicht. Den Schulden stehen allerdings nach DFL-Angaben Vermögenswerte von knapp einer Milliarde Euro gegenüber. Das ZDF berichtet dagegen, dass sich die meisten Vereine in einer wirtschaftlich dramatischen Lage befinden.
-
ckt
- Undertaker
- Chef der Spickzettelmafia!

- Beiträge: 4310
- Registriert: 12.07.2001, 02:00
- Wohnort: dei mudda!!!
- Kontaktdaten:
eben... freiburg, dortmund, bayern und schalke z.b. haben sehr viele sachanlagen (stadien, trainingszentren etc), aber dortmund un schalke haben auch viele schulden...
will heißen, do und s04 machen in beiden teilen einen netten teil der summe aus...
will heißen, do und s04 machen in beiden teilen einen netten teil der summe aus...
... und ich sagte noch, lass es bleiben... aber nein... du... du musstest natürlich wieder deinen willen durchsetzten... das hast du nun davon... bist du selber schuld... ich helf dir diesmal nicht... du musst lernen für dein handeln gerade zu stehen... ich werde nicht länger meinen kopf für dich hinhalten... du arschloch!
-
Ollibu
soviel dazu das gladbach demnächst dastehen würde wie doofmund oder schalke, wie manche von euch glauben.
Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers
Borussia schließt Geschäftsjahr 2004 mit Gewinn von 3,6 Millionen Euro ab
20.04.2005
Borussia Mönchengladbach hat das Geschäftsjahr 2004 mit einem Gewinn von 3,6 Millionen Euro vor Steuern abgeschlossen. Dies ist das beste Jahresergebnis der Vereinsgeschichte und unterstricht die Resultate der jüngst in den Medien vorgestellten Analysen des ZDF-Wirtschaftsmagazins Frontal und der Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform, die Borussia Mönchengladbach unter den vier nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten am besten dastehenden Bundesligaklubs führen. Details zur Bilanz werden bei der Mitgliederversammlung am 24. Mai präsentiert.
- erwitterfan
- Hat einen guten Durst!

- Beiträge: 6617
- Registriert: 31.05.2004, 14:17
- Wohnort: airrwittö
- Kontaktdaten:
-
Ollibu
- easy wie jedes Jahrwww.fc-koeln.de hat geschrieben:Lizenz ohne Auflage
Die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) hat über den Antrag des 1. FC Köln auf Lizenzerteilung für die Spielzeit 2005/2006 entschieden und den Club am heutigen Tag über das Ergebnis informiert. Demnach erhält die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA für die kommende Bundesliga-Spielzeit 2005/2006 die Lizenz ohne jede Auflage oder Bedingung!
„Dass der von uns angesetzte und gesicherte Etat von 41 Mio. € in der kommenden Saison ohne Auflagen genehmigt wurde, ist gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vieler Vereine ein großer Erfolg und ist im Grunde ein Gütesiegel für die Seriosität unserer Arbeit und den Umgang mit Sponsorengeldern“, erklärt FC-Geschäftsführer Claus Horstmann. Basis des Etat-Ansatzes – der erstmals in der Historie des Clubs die 40-Mio.-Euro-Marke übertrifft – sind unter anderem ein kalkulierter Zuschauerschnitt von annähernd 43.000 Besuchern bei den Heimspielen im RheinEnergieStadion sowie eine zu erwartende Einnahme aus den TV-Geldern von rund 12 Mio. €.
Irgendwann geht Vereinen wie Gladbach, Schalke, Dortmund usw. die Luft aus, weil sie wirtschaftlich einfach am Ende sind, dann kommt die Stunde der kleineren Vereine wie Köln (wobei hier "klein" als relativ anzusehen ist), die trotz sportlichem Mißerfolg immer gut gewirtschaftet haben und dann die Plätze der großen Vereine einnehmen... I have a dream...
Der Link geht nicht Du Spacken!Der ultimative Test: Wie dumm bist Du wirklich? - KLICK HIER
- Kassenwart
- Sportler des Jahrhunderts

- Beiträge: 4749
- Registriert: 12.07.2001, 02:00
- Wohnort: Johannesburg
- Kontaktdaten:
Erstmals seit Jahren ohne Auflagen. Trotz 2. LigaMit heutiger Post hat Eintracht Frankfurt von der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) bestätigt bekommen, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die Bundesliga und die Zweite Liga in der kommenden Saison 2005/06 gegeben ist. Die Lizenzerteilung erfolgte ohne Bedingungen und Auflagen.
Vorstand Dr. Thomas Pröckl: "Ergebnis unseres konsequenten Konsolidierungskurses ist, dass wir auch für die Zweite Liga die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schaffen konnten. Unsere Herausforderung ist es jedoch weiterhin, die sportliche Entwicklung, unter Beachtung der finanziellen Seite, weiterzuführen.
Bafana Bafana
Lizenzen: Bedingungen bis 8. Juni zu erfüllen
Der Super-GAU, eine Lizenzverweigerung, blieb allen 36 Erst- und Zweitligavereinen erspart. Dennoch haben einige Klubs Mühe, die Bedingungen bis zum 8. Juni zu erfüllen.
Mindestens fünf Profivereine, darunter Rostock und Nürnberg, müssen bis zum Stichtag zusätzliche Gelder generieren, sei es durch den Abschluss neuer Sponsoren- und Werbeverträge oder den Verkauf von Spielern. Das ergab eine Blitzumfrage des kicker. Sieben Vereine hatte die DFL-Post am Mittwoch noch nicht erreicht.
Am härtesten betroffen ist naturgemäß Hansa Rostock im Abstiegsfall. Der Klub muss Transfereinnahmen zum 1. Juli und eine Erhöhung der Kontokorrentlinie nachweisen, was "seitens der Vereinsführung großer Anstrengungen" bedarf, wie Vorstandsvorsitzender Manfred Wimmer betonte.
Bedingungen und Auflagen: Rostock (beide Ligen: Nachweis Hauptsponsor, 2. BL: Transfereinnahmen), Nürnberg (Sponsorenvertrag) - Burghausen (Sponsorenverträge), Essen (Liquiditätsreserve, Werbeverträge), Saarbrücken (Werbeeinnahmen).
Auflagen: Hamburg, Hertha (beide keine Erhöhung des Negativkapitals), Schalke, Kaiserslautern, Dortmund, Mainz, Bielefeld, Hannover (alle regelmäßiger Nachweis der Finanzentwicklung) - Trier, Oberhausen, Unterhaching, Cottbus.
Keine Auflagen oder Bedingungen: Stuttgart, Bremen, Wolfsburg, Mönchengladbach, FC Bayern, Freiburg, Bochum - Köln, Frankfurt, Greuther Fürth, 1860 München, Aachen. Ohne DFL-Nachricht: Leverkusen - Dresden, Ahlen, KSC, Aue, Duisburg, Erfurt.
- Hurra Hurra! Hurra Hurra!
Wir sind die K(l)eingeldkolonne!
Wir sind wieder da!
das geld werdet ihr in der 2. liga auch brauchen...Ollibu hat geschrieben:soviel dazu das gladbach demnächst dastehen würde wie doofmund oder schalke, wie manche von euch glauben.
Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers
Borussia schließt Geschäftsjahr 2004 mit Gewinn von 3,6 Millionen Euro ab
20.04.2005
Borussia Mönchengladbach hat das Geschäftsjahr 2004 mit einem Gewinn von 3,6 Millionen Euro vor Steuern abgeschlossen. Dies ist das beste Jahresergebnis der Vereinsgeschichte und unterstricht die Resultate der jüngst in den Medien vorgestellten Analysen des ZDF-Wirtschaftsmagazins Frontal und der Neusser Wirtschaftsauskunftei Creditreform, die Borussia Mönchengladbach unter den vier nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten am besten dastehenden Bundesligaklubs führen. Details zur Bilanz werden bei der Mitgliederversammlung am 24. Mai präsentiert.
- Hurra Hurra! Hurra Hurra!
Wir sind die K(l)eingeldkolonne!
Wir sind wieder da!
- Anstoss Player
- 1x ACZ, immer ACZ

- Beiträge: 10906
- Registriert: 03.08.2003, 01:52
- Wohnort: Wiesbaden
-
Horny
-
Ollibu
- erwitterfan
- Hat einen guten Durst!

- Beiträge: 6617
- Registriert: 31.05.2004, 14:17
- Wohnort: airrwittö
- Kontaktdaten:
- erwitterfan
- Hat einen guten Durst!

- Beiträge: 6617
- Registriert: 31.05.2004, 14:17
- Wohnort: airrwittö
- Kontaktdaten:





