Argentinien
Australien
Brasilien
Deutschland
Griechenland
Japan
Mexiko
Tunesien
Der Spielplan
Gruppe A
Anstoß Ort Mannsch. I Mannsch. II Ergebnis
Mi 15.06.05 18:00 Köln Argentinien - Tunesien 2:1
15.06.05 21:00 Frankfurt Deutschland - Australien 4:3
Sa 18.06.05 18:00 Köln Tunesien - Deutschland -:-
18.06.05 20:45 Nürnberg Australien - Argentinien -:-
Di 21.06.05 20:45 Leipzig Australien - Tunesien -:-
Nürnberg Argentinien - Deutschland -:-
Gruppe B
Anstoß Ort Mannsch. I Mannsch. II Ergebnis
Do 16.06.05 18:00 Hannover Japan - Mexiko -:-
16.06.05 20:45 Leipzig Brasilien - Griechenland -:-
So 19.06.05 18:00 Frankfurt Griechenland - Japan -:-
19.06.05 20:45 Hannover Mexiko - Brasilien -:-
Mi 22.06.05 20:45 Frankfurt Griechenland - Mexiko -:-
Köln Japan - Brasilien -:-
Finalrunden
Halbfinale
Anstoß Ort Mannsch. I Mannsch. II Ergebnis
Sa 25.06.05 18:00 Nürnberg Sieger Gruppe A - Zweiter Gruppe B -:-
So 26.06.05 18:00 Hannover Sieger Gruppe B - Zweiter Gruppe A -:-
Spiel um Platz 3
Anstoß Ort Mannsch. I Mannsch. II Ergebnis
Mi 29.06.05 17:45 Leipzig Verlierer Halbfinale 1 - Verlierer Halbfinale 2 -:-
Finale
Anstoß Ort Mannsch. I Mannsch. II Ergebnis
Mi 29.06.05 20:45 Frankfurt Sieger Halbfinale 1 - Sieger Halbfinale 2 -:-
Der Confederations Cup in Deutschland gewinnt immer mehr an Bedeutung - 05.04.2005 09:20
Klinsmanns konzentrierter Test
Wie haben sie sich gesträubt damals gegen die Teilnahme am Confederations Cup im Juli 1999. Dementsprechend waren dann die Auftritte der deutschen Mannschaft bei der "Mini-WM" in Mexiko: 0:4 gegen Brasilien, 2:0 gegen Neuseeland, 0:2 gegen die USA - Abpfiff für Deutschland schon nach der Vorrunde.
"Ich will dieses Turnier gewinnen": Jürgen Klinsmann.
Sechs Jahre später sieht alles ganz anders aus. "Ich will dieses Turnier gewinnen", sagt Bundestrainer Jürgen Klinsmann vor dem Confederations Cup vom 15. bis 29. Juni in Deutschland, vor dem großen Probelauf für die WM 2006.
Alle wollen sie diesmal mitmachen. Im Gegensatz zu 1999. Damals waren von Oliver Kahn bis Kapitän Oliver Bierhoff gleich ein gutes Dutzend Spieler des amtierenden Europameisters abwesend. Das "Team der Daheimgebliebenen" hatte folgendes Aussehen: Kahn, Babbel, Nowotny, Rehmer, Strunz, Hamann, Jeremies, Bode, Möller, Bierhoff, Kirsten nebst einer Bank mit Ramelow, Nerlinger, Jancker, Reich. Ein Team, das wohl mehr Aussicht auf Erfolg gehabt hätte als die Mexiko-Fahrer mit den Debütanten Maul, Gerber, Dogan um die Etablierten wie Lehmann, Matthäus, Schneider oder Scholl.
Mexiko war der Anfang vom Ende der Ära von Bundestrainer Erich Ribbeck. Verärgert angereist, frustriert abgereist, zog sich ein Riss durch die Mannschaft, der ein Jahr später bei der EURO in Holland und Belgien zum peinlichen K. o. einer zerstrittenen Nationalelf schon in der Vorrunde und zum Abtritt von Ribbeck führte.
Mitten in der Vorbereitung der Bundesligaklubs auf die neue Saison musste der Mexiko-Trip 1999 aus sportpolitischen Gründen durchgezogen werden, war Deutschland doch auf gute Stimmung in der FIFA-Exekutive vor der Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 angewiesen.
Diesmal ist für Deutschland der Confederations Cup das Event des Fußballjahres 2005 und der große sportliche und logistische Test für die WM im kommenden Jahr (9. Juni bis 9. Juli 2006).
Bei ihrer zweiten Teilnahme an dem international nach wie vor umstrittenen Confederations Cup im Kreis der kontinentalen Meister und des Weltmeisters geht es für die deutsche Nationalelf weniger darum, die Schmach von Mexiko zu tilgen. Jürgen Klinsmann und sein Assistent Joachim Löw erhoffen sich vor allem "wichtige Erkenntnisse für die WM 2006".
Als WM-Gastgeber nicht in die harte Qualifikation involviert, nennt Löw drei wichtige Kriterien, aus denen Erkenntnisse gewonnen werden: "Bei diesem Turnier herrscht echter Wettkampfcharakter, wird die Mannschaft in Stress-Situationen kommen und ist der Erwartungsdruck des eigenen Publikums enorm hoch." Dementsprechend sind auch die Planungen schon ähnlich ausgelegt wie vor der WM 2006. Am 27. und 31. Mai sowie am 3. Juni 2006 wird die Nationalmannschaft gegen noch festzulegende Gegner drei Testspiele in den zwei Wochen vor Beginn der WM bestreiten. Solche Tests finden vor dem Confederations Cup am 31. Mai 2005 in der neuen AllianzArena gegen den FC Bayern München, am 4. Juni in Belfast gegen Nordirland und am 8. Juni in Mönchengladbach gegen Russland statt, bevor am 15. Juni das Auftaktspiel der "Mini-WM" gegen Australien in Frankfurt steigt.
Die Vorbereitung auf den Confederations Cup ist allerdings kürzer. 2006 wird sich die Nationalmannschaft mit einem zweiwöchigen Trainingslager auf die WM vorbereiten. Jetzt wird die Vorbereitung unterbrochen mit einem dreitägigen Urlaub nach dem Spiel gegen Russland und die Mannschaft trifft sich erst am 12. Juni, drei Tage vor dem Spiel gegen Australien, wieder in Frankfurt.
Beim Confederations Cup werden die Nationalspieler zu Globetrottern, ziehen mit ihrem Gepäck von Spielort zu Spielort, von Frankfurt über Köln nach Nürnberg und weiter, wenn sie sich für das Halbfinale und Finale qualifizieren sollten. Bei der WM 2006 wird die Mannschaft ihr festes Quartier in Berlin aufschlagen und von dort aus zu den Spielen reisen.
In einem ist Jürgen Klinsmann sicher: "Wir werden mit der besten Mannschaft spielen. Jeder Spieler will dabei sein. Absagen sind nicht zu befürchten. Mit Ernst und voller Konzentration gehen wir in das Turnier."
Rainer Franzke


















