viel wahres dranDanke für nichts!
(js) Im Jahre 1900 wurden sowohl der DFB als auch Borussia Mönchengladbach gegründet, doch es sollte 105 (in Worten: einhundertfünf) Jahre dauern, bis beide im Rahmen eines Fußball-Länderspiels zusammenfinden. Wenn am Mittwoch die deutsche Nationalelf im Borussia-Park gegen Rußland spielt, ist dies somit ein historisches Ereignis, gleichzeitig aber auch der Kulminationspunkt einer sportpolitischen Frechheit. Daß der weltgrößte nationale Fußballverband über ein Jahrhundert benötigt, um sich mit seiner besten Auswahl bei einem seiner Kernvereine blicken zu lassen, ist ein Armutszeugnis ersten Ranges, zumal das "Ereignis" ein popeliges Vorbereitungsspiel für ein ödes Testturnier gegen einen mittelmäßigen Gegner ist. Sicherlich war Borussias Vereinsgeschichte nicht frei von Versäumnissen und schlechtem Timing, sobald es um Großereignisse ging, doch kann das keine Ausrede für die verbandsseitige Mißachtung sein. Sollte also irgend jemand erwarten, daß Borussias Fans den DFB mit vor Freude dauerfeuchten Augen empfangen werden, so liegt hier ein Mißverständnis vor.
Wenn im nächsten Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft und damit das zweitgrößte Sportspektakel weltweit nach den Olympischen Spielen in Deutschland stattfinden wird, nimmt Mönchengladbach den Platz des Zuschauers ein. Dies ist nichts Neues. 32 Jahre zuvor, und damit vier Jahre nach dem ersten Meistertitel, hatte die Heimstatt Borussias bereits außerhalb des Kreises der Auserwählten gestanden, wenngleich damals die Gründe nachvollziehbarer waren als heute. Die Elf vom Niederrhein war zwar 1965 zeitgleich mit Bayern München in die Bundesliga aufgestiegen, mußte jedoch miterleben, wie der Konkurrent von der Isar durch die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1972 in München schnurstracks ein Großstadion auf dem Silbertablett serviert bekam, das den Grundstock für die bis heute anhaltende wirtschaftliche Dominanz der Bayern legte.
Während zudem nach dem Zuschlag für die WM 1974 neben den somit prädestinierten Münchnern noch acht weitere Städte mit Steuermillionen zugeschüttet wurden und neue Stadien allenthalben planten, zankte sich der Mönchengladbacher Stadtrat über ein Jahr lang - punktgenau in den beiden Spielzeiten 1969/70 und 1970/71, als die ersten beiden Meistertitel errungen wurden - über die Frage, ob der Bökelberg in bescheidener Form ausgebaut (nämlich vor allem um den Ostwall erweitert) werden oder man nicht doch ganz nach Rheydt umziehen solle, wo von Kapazitäten bis zu 70.000 Zuschauern die Rede war. Natürlich entschied man sich für die kleine Lösung, die dem Verein noch jahrzehntelang wie ein Senkblei am Bein hängen sollte, während anderswo der WM-Zug längst abgefahren war. Die Frage, ob die Austragung der WM 1974 für Mönchengladbach vier Jahre zu früh kam, bleibt somit eine hypothetische, doch glücklich war das Timing aus Vereinssicht nicht.
Ähnliches läßt sich auf den ersten Blick für die anstehende WM behaupten. Man schrieb das Jahr 2000, als Deutschland sich gegen Südafrika in der Endausscheidung denkbar knapp durchsetzte, Borussia feierte ihren hundertsten Geburtstag, doch anstatt sich als in Saft und Kraft stehender Verein und damit, nach acht nationalen und zwei internationalen Titeln sowie bei höchsten Sympathiewerten, als natürlicher Kandidat für einen der Spielorte zu bewerben, krauchte man gerade zum ersten und einzigen Mal in der Vereinsgeschichte in der Zweiten Liga herum. Wäre man Schicksalsgott und würde gelangweilt den Weltenlauf ersinnen, hätte man kein übleres Spiel treiben können, zumal der Abstieg des Vereins nur den lange verzögerten Höhepunkt eines stetigen Niedergangs darstellte. Borussia schien einmal mehr nicht bereit für ein Großereignis.
Und dennoch: Hier enden oberflächliche Parallelen. Zwar hatte sich in Mönchengladbach die Frage nach dem Bau eines neuen Stadions zu einer beinahe unendlichen Geschichte entwickelt, doch als es im Frühjahr 2002 um die Auswahl der immerhin ein Dutzend Spielstätten ging, lag ein in sich schlüssiges Projekt auf dem Tisch, das keine Konkurrenz mit einem Großteil der Bewerber zu scheuen brauchte. Am Ende freilich gehörten ausgerechnet die traditionsreichen Spielorte Bremen (dessen Nicht-Berücksichtigung einen mindestens so großen Skandal darstellt) und Mönchengladbach zu den Verlierern. Sicherlich, so beeilte sich der damalige DFB-Präsident und heutige DFB-Halbpräsident Mayer-Vorfelder festzustellen, würden Mönchengladbach und Bremen die Anforderungen der FIFA erfüllen, und sicherlich hätten beide dort ansässigen Vereine sehr viel für den Fußball in Deutschland getan. Doch das sei eben kein der Wahl der Austragungsorte zugrunde liegendes Kriterium; ausschlaggebend seien vielmehr "regionale Aspekte" und "objektive Kriterien".
Nun wissen wir natürlich, daß das so nicht stimmt, auch weil Mönchengladbachs Präsident Rolf Königs wiederholt verlauten ließ, der DFB habe Borussia einfach nicht zugetraut, "das Kaliber zu haben, solche Dinge zu stemmen". Doch auch mit den anderen Gründen ist es so weit nicht her. Bremen ist beispielsweise nicht regional genug, die Fußball-Hochburg Hannover schon. Mönchengladbach kann "objektiv" gesehen nicht hinreichend planen, um einen Neubau fristgerecht und kostengünstig zu realisieren, Kaiserslautern schon (der Witz schlechthin; über die Folgen kann man sich jeden Tag erneut amüsieren). In Leipzig spielen sie zwar keinen Fußball, sondern Bach, doch das Zentralstadion stand schon zu DDR-Zeiten meist leer, da fällt das nicht auf. Dafür können sie in Rostock wirtschaften und eine Spielstätte füllen, doch das ist wohl zu regional. Man könnte diese Reihe endlos fortsetzen; festzuhalten bleibt, daß es hier mit den objektiven Gründen nicht so weit her sein kann.
Dies gilt auch für die noch unglaublichere Tatsache, daß der DFB bislang - sieht man von Mickrigkeiten ab wie dem "Team 2006", an das sich bereits nicht einmal Fußballhistoriker mehr erinnern können - noch kein offizielles Länderspiel in Mönchengladbach ausgetragen hat (wohl aber in Freiburg, Mannheim, Bochum, Dresden usw. usf.). Gerne werden immer wieder die bekannten logistischen Probleme und der Sicherheitsaspekt genannt. Nun, Borussia hat ihrerseits am Bökelberg sieben Spiele gegen Nationalmannschaften absolviert, und zwar je drei gegen Japan und Israel sowie eines gegen Österreich (Bilanz übrigens sechs Siege, eine Niederlage bei 27:12 Toren). Gerade die Partien gegen die sicherheitsbesessenen Israelis, von denen zwei noch in der 80er Jahren stattfanden, widerlegen sämtliche dieser Bedenken - zumindest läßt sich jedoch ablesen, daß mit einer Portion guten Willens von allen Seiten kein ernsthafter Hinderungsgrund für ein Länderspiel verblieben wäre.
Nun soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, es ginge irgend jemandem schlechter, wenn der DFB sich in Mönchengladbach nicht sehen ließe. Zu gut paßt eine nonkonformistische, mit ihrem Anspruch eleganter Leichtigkeit und offensiver Leidenschaft geradezu die Gegenbewegung zum Verbandsdinosaurier DFB versinnbildlichende Philosophie zur Fohlenelf und ihren Fans, als daß man sich groß beschweren mag. Der DFB hat sich entschieden, wie er das zu müssen meinte, und Borussia mußte mit einer Mischung aus hausgemachten Problemen und nicht verantworteten Umständen die Dinge nehmen, wie sie sind. Beide Seiten müssen mit den Konsequenzen leben. Das Schöne ist freilich, daß Borussia dies inzwischen besser kann: Aus eigener Kraft hat man sich ein in jeglicher Hinsicht solides Stadion errichtet, das keinen nationalen Vergleich zu scheuen braucht und die Ambitionen des Klubs eindrucksvoll verdeutlicht.
Der DFB seinerseits torkelt in die entgegengesetzte Richtung und sonnt sich noch krampfhaft in seinem letzten Triumph, der WM-Gastgeberrolle, während allenthalben die Felle davonschwimmen: Zunehmende Machtansprüche und internationale Koalitionen der Großklubs mit entsprechenden finanziellen Auswirkungen, eine notorisch unansehnliche Nationalelf, die 1990 den letzten großen Gegner bei einem bedeutenden Wettkampf schlug und seit 1996 gegen kein einziges europäisches Team mehr bei einem großen Turnier gewinnen konnte, ein Wettskandal, dessen Untiefen immer noch nicht ausgelotet erscheinen, und ein unbeschreibliches Chaos der Verbandsstrukturen, in denen beispielsweise der eine Halbpräsident nicht weiß, was der andere tut, bilden nur die Spitze des Eisbergs. Hätte die DFB-Spitze auf der Brücke der "Titanic" gestanden und eben diesen Eisberg gesichtet (in sich selbst eine für diesen Verband beinahe unvorstellbare Leistung), so hätte sie vermutlich eine Findungskommission eingerichtet, die eine Eisbergausweichkommission paritätisch hätte besetzen sollen. Im Zuge dieser Findung wären dann alle gemeinsam gesunken, was man uns noch als Erfolg solidarischen Handelns verkauft hätte.
Wenn also dieser DFB am Mittwoch in Mönchengladbach Hof zu halten gedenkt, wird die Geschichte seiner gestörten Beziehungen zu Borussia Mönchengladbach (die inzwischen verbessert sein sollen, wie uns Herr Königs erläuterte, doch der Fußballfan ist ein gar nachtragendes Wesen) nicht unter dem Teppich bleiben. Die Pfiffe, die es gegen Jürgen Klinsmann wegen der Nicht-Berücksichtigung Oliver Neuvilles geben wird, sind da nur ein augenfälliges Beispiel, zumal sie einen Nebenkriegsschauplatz betreffen. Selbstverständlich ist es eine weitere verpaßte Chance des DFB, daß man in Mönchengladbach keinen Mönchengladbacher Spieler zu Gesicht bekommen wird; über diese Geste hätte man sich gefreut (so kann Neuville sich halt in Ruhe regenerieren, was uns nicht unlieb ist). Klinsmann mit seinen oft zu Unrecht kritisierten Versuchen, die DFB-Strukturen aufzubrechen, ist jedoch eher der falsche Kandidat für Fan-Unmut in seiner angemessen, sprich friedlich-kreativen Form.
Die richtigen Kandidaten sitzen auf der Ehrentribüne, denn sie sind es, die fanfeindliche Politik im großen Stil betreiben: Versitzplatzung von Stadien; Ausbau der Fankontrolle im Zusammenwirken mit Möchtegern-Becksteinen wie dem Noch-Bundes-Innenminister und seinen grünen Horden; Kommerzialisierung über das sicherlich inzwischen unvermeidliche Maß hinaus, beispielsweise durch unattraktive Anstoßzeiten am Sonntagabend; Bevorzugung von allem und jeden, sofern es keine Fans sind, beim Kartenvorverkauf für Großereignisse; schneckenhafte Langsamkeit bei der Umsetzung technischer Neuerungen wie des Videobeweises, was uns buchstäblich blinde Schiedsrichter wie im jüngsten DFB-Pokalfinale oder dem vorjährigen Halbfinale Borussias bei Alemannia Aachen beschert; juristische Zweifelhaftigkeiten einer überforderten Verbandsgerichtsbarkeit wie bei der Aberkennung des Mönchengladbacher Hallen-Masters-Titel, und was uns da sonst noch einfiele. Freuen wir uns also darauf, daß Mönchengladbachs Fans sich als intelligent erweisen, wie es ihr Ruf ist, und nicht wie ein Haufen hinterwäldlerischer Bayern auf die Spieler des eigenen Landes pfeifen, sondern auf die Repräsentanten des DFB: Diese sollen sich gar nicht erst einreden können, daß sie dadurch, daß sie endlich ihre Bringschuld gegenüber einem der wichtigsten und beliebtesten Vereine Deutschlands abzutragen beginnen, bereits etwas Lobenswertes geleistet hätten.
Joachim Schwerin
06.06.2005
erstes Länderspiel in Mönchengladbach: 105 Jahre sind vorbei
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Ollibu
erstes Länderspiel in Mönchengladbach: 105 Jahre sind vorbei
am mittwoch findet zum allerersten mal ein länderspiel in mönchenglabach statt, folgenden artikel hab ich darüber bei seitenwahl.de gefunden.
Zuletzt geändert von Ollibu am 08.06.2005, 11:00, insgesamt 4-mal geändert.
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ckt
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*looool* So ziemlich das gleiche hab ich mir auch gedacht als ich nach ein paar Zeilen aufgehört habe zu lesenckt hat geschrieben:Ich habs halb gelesen und dann aufgehört weils mir am Arsch vorbeigeht ob Gladbach nun ne Tolle Beziehung zum DFB hat oder nicht.
Seitenwahl.de ist die Seite von Maverick und Michi Heinen, die haben jahrelang den Blutgrätsche-Stammtisch genervt mit ihrer Gladbach-Vereehrung. Wobei man da mit Kritik immer vorsichtig sein muß sonst gibts gleich Rundmails
Die beiden wären übrigens auch ne Bereicherung für dieses Forum...gegen die ist Erwittöööö ein cooler Hund
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Ich denke wir sind uns einig, daß der alte Bökelberg seit mind. 15 Jahre nicht mehr tauglich für ein FIFA-Spiel war. Und jetzt wo man ein modernes und taugliches Stadion hat und ein Länderspiel bekommt, beschwert man sich auch noch.Daß der weltgrößte nationale Fußballverband über ein Jahrhundert benötigt, um sich mit seiner besten Auswahl bei einem seiner Kernvereine blicken zu lassen, ist ein Armutszeugnis ersten Ranges, zumal das "Ereignis" ein popeliges Vorbereitungsspiel für ein ödes Testturnier gegen einen mittelmäßigen Gegner ist
wie der Konkurrent von der Isar durch die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1972 in München schnurstracks ein Großstadion auf dem Silbertablett serviert bekam, das den Grundstock für die bis heute anhaltende wirtschaftliche Dominanz der Bayern legte.
Also hätte Gladbach die Sommerspiele bekommen sollen? Der Grund warum die Bayern sich dauernd an der Spitze halten, ist daß sie gut wirtschaften können. Man könne in Gladbach mal anfangen zu analysieren, welche wirtschaftlichen Fehler die letzten 30 Jahre gemacht wurden und sich dann überlegen, warum man nicht mehr die große Rolle spielt, wie in der 70ern.
Die Titel sind lange her, der Glanz verblaßt und mit welchem Stadion hätte man sich bewerben wollen? Ein neues bauen? Mit welchem Geld?Borussia feierte ihren hundertsten Geburtstag, doch anstatt sich als in Saft und Kraft stehender Verein und damit, nach acht nationalen und zwei internationalen Titeln sowie bei höchsten Sympathiewerten, als natürlicher Kandidat für einen der Spielorte zu bewerben, krauchte man gerade zum ersten und einzigen Mal in der Vereinsgeschichte in der Zweiten Liga herum
Man kann nicht jedem WM-tauglichen Stadion auch als Spielort festlegen. Verlierer gibt es immer. Welche Stadien hätte man weglassen sollen?Am Ende freilich gehörten ausgerechnet die traditionsreichen Spielorte Bremen (dessen Nicht-Berücksichtigung einen mindestens so großen Skandal darstellt) und Mönchengladbach zu den Verlierern
Schalke, Berlin, Dortmund, Köln, Lautern, ....?
Es findet eine WM in ganz Deutschland statt, das muß man den Leuten in den neuen Bundeslämdern auch zeigen. Warum das Staion leer stand? Naja, zu welchem Ligaspiel kommen schon 120.000 Zuschauer?In Leipzig spielen sie zwar keinen Fußball, sondern Bach, doch das Zentralstadion stand schon zu DDR-Zeiten meist leer, da fällt das nicht auf.
Die Argumentation ist in diesem Artikel teilweise einfach nur lächerlich.
Rostock oder Dresden standen noch zu Debatte, beides zu dezentral oder zu nah an Berlin.
Hannover ist zwar nicht die glücklichste Wahl, aber das hat als Länderspielstadion ja auch eine Tradition. War noch nie dort, kann das Stadion nicht beurteilen.
Man muß auch immer die geografische Lage beachten. Man kann nicht sagen, wir nehmen Berlin, München, Stuttgart, Hamburg und den Rest aus NRW. Ganz toll!
Die Bedenken gegen die Sicherheit gab es ja auch später. Und die 80er sind lange her und die Standards haben sich auch geändert.Gerade die Partien gegen die sicherheitsbesessenen Israelis, von denen zwei noch in der 80er Jahren stattfanden, widerlegen sämtliche dieser Bedenken
Sich selber auf die Schulter klopfen, daß man es geschafft hat, obwohl eigentlich alle gegen einen waren und man es immer ach so schwer gehabt hat, usw....Das Schöne ist freilich, daß Borussia dies inzwischen besser kann: Aus eigener Kraft hat man sich ein in jeglicher Hinsicht solides Stadion errichtet, das keinen nationalen Vergleich zu scheuen braucht und die Ambitionen des Klubs eindrucksvoll verdeutlicht.
Eigentlich mag ich Gladbach sogar. Aber nach diesem Artikel.....
Mal im Ernst:
So eine einseitige und mitleidserregende Berichterstattung ruft bei mir immer Würgreize und Kotzkrämpfe aus.
Wann bitte hat denn Gladbach das letzte Mal international einen großen Gegner geschlagen oder was erreicht??????????Der DFB seinerseits torkelt in die entgegengesetzte Richtung und sonnt sich noch krampfhaft in seinem letzten Triumph, der WM-Gastgeberrolle, während allenthalben die Felle davonschwimmen: Zunehmende Machtansprüche und internationale Koalitionen der Großklubs mit entsprechenden finanziellen Auswirkungen, eine notorisch unansehnliche Nationalelf, die 1990 den letzten großen Gegner bei einem bedeutenden Wettkampf schlug und seit 1996 gegen kein einziges europäisches Team mehr bei einem großen Turnier gewinnen konnte
Notorisch unansehnlich? Das laßt auch auf die Borussia in den letzten 10 Jahren. Seit Effe, Herrlich und Dahlin weg sind, gabs Fußball auch nur noch als Sparversion.
Große Töne spucken, über andere lästern, aber selbst nichts auf die Reihe bekommen.
Soll man vielleicht Neuville nominieren, der ein mittelmäßige Rückrunde hatte nur weil er in Gladbach spielt und einen Asamoah, Kurany oder gar Prinz Poldi daheim lassen?Die Pfiffe, die es gegen Jürgen Klinsmann wegen der Nicht-Berücksichtigung Oliver Neuvilles geben wird, sind da nur ein augenfälliges Beispiel
Wer bitte hat denn hier internationales Niveau?Selbstverständlich ist es eine weitere verpaßte Chance des DFB, daß man in Mönchengladbach keinen Mönchengladbacher Spieler zu Gesicht bekommen wird
Nach der Rückrunde zu urteilen, kaum einer..........
Bei den Funktionären kann ich noch zustimmen, aber der letzte Satz............!!!!!!!!Die richtigen Kandidaten sitzen auf der Ehrentribüne, denn sie sind es, die fanfeindliche Politik im großen Stil betreiben: Versitzplatzung von Stadien; Ausbau der Fankontrolle im Zusammenwirken mit Möchtegern-Becksteinen wie dem Noch-Bundes-Innenminister und seinen grünen Horden; Kommerzialisierung über das sicherlich inzwischen unvermeidliche Maß hinaus, beispielsweise durch unattraktive Anstoßzeiten am Sonntagabend; Bevorzugung von allem und jeden, sofern es keine Fans sind, beim Kartenvorverkauf für Großereignisse; schneckenhafte Langsamkeit bei der Umsetzung technischer Neuerungen wie des Videobeweises, was uns buchstäblich blinde Schiedsrichter wie im jüngsten DFB-Pokalfinale oder dem vorjährigen Halbfinale Borussias bei Alemannia Aachen beschert; juristische Zweifelhaftigkeiten einer überforderten Verbandsgerichtsbarkeit wie bei der Aberkennung des Mönchengladbacher Hallen-Masters-Titel, und was uns da sonst noch einfiele. Freuen wir uns also darauf, daß Mönchengladbachs Fans sich als intelligent erweisen, wie es ihr Ruf ist, und nicht wie ein Haufen hinterwäldlerischer Bayern auf die Spieler des eigenen Landes pfeifen, sondern auf die Repräsentanten des DFB: Diese sollen sich gar nicht erst einreden können, daß sie dadurch, daß sie endlich ihre Bringschuld gegenüber einem der wichtigsten und beliebtesten Vereine Deutschlands abzutragen beginnen, bereits etwas Lobenswertes geleistet hätten.
Was für ein Spacken.
Abseits von halb leer oder halb voll wartet der wahre Optimist darauf, dass ihm jemand nachschenkt.
- Eise
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Schöne Analyse Sin Tsu, wobei es der Artikel eigentlich gar nicht wert ist so genau analysiert zu werden...
Wie gesagt, ich kenn Thomas Zocher und Michi Heinen (die beiden Betreiber der Homepage) seit vielen Jahren vor allem vom Blutgrätsche Stammtisch. Auch wenn der Artikel nicht aus ihrer Feder stammt, so spiegelt er doch sehr gut die Art der beiden wieder. Ich kenne NIEMANDEN der so einseitig zu seinem Verein hält und so schnell und leicht beleidigt ist wenn irgendwas vermeintlich gegen den Verein gesagt wird.
Als in der Blutgrätsche jemand mal ne wirklich geniale Satire-Homepage zur damals noch geplanten neuen Gladbach-Arena gemacht hat (die leider nicht mehr online ist), kam es zum Eklat und die beiden haben bitterböse und vor Selbstmitleid triefende Rundmails an den kompletten Stammtisch verschickt. Am Ende haben sie sogar mit dem Anwalt gedroht und sich irgendwann gottlob verpisst!
Um es mit Gerhard Polt zu sagen: "Keinen Humor, die Arschlöcher"
Wie gesagt, ich kenn Thomas Zocher und Michi Heinen (die beiden Betreiber der Homepage) seit vielen Jahren vor allem vom Blutgrätsche Stammtisch. Auch wenn der Artikel nicht aus ihrer Feder stammt, so spiegelt er doch sehr gut die Art der beiden wieder. Ich kenne NIEMANDEN der so einseitig zu seinem Verein hält und so schnell und leicht beleidigt ist wenn irgendwas vermeintlich gegen den Verein gesagt wird.
Als in der Blutgrätsche jemand mal ne wirklich geniale Satire-Homepage zur damals noch geplanten neuen Gladbach-Arena gemacht hat (die leider nicht mehr online ist), kam es zum Eklat und die beiden haben bitterböse und vor Selbstmitleid triefende Rundmails an den kompletten Stammtisch verschickt. Am Ende haben sie sogar mit dem Anwalt gedroht und sich irgendwann gottlob verpisst!
Um es mit Gerhard Polt zu sagen: "Keinen Humor, die Arschlöcher"
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Ollibu
ich bin nicht mit alle dinge die geschrieben sind einer meinnung, aber:
das station das dort hingesetzt wurde hat wer nochmal gezahlt ?
der artikel ist freilich aus gladbacher sicht geschrieben aber einige ding gegen den dfb gelten für andere vereine auch.
@eise: ich kenn die beiden nicht, der artikel stammt aber von Joachim Schwerin
@ricken ich bin kein ostholländer sondern hochfranke (guckst du landkarte wo ist
)
das war schon mal eindeutig in guter stratschuss!... wie der Konkurrent von der Isar durch die Austragung der Olympischen Sommerspiele 1972 in München schnurstracks ein Großstadion auf dem Silbertablett serviert bekam...
vergessen was 72 in münchen war ?Zitat:
Gerade die Partien gegen die sicherheitsbesessenen Israelis, von denen zwei noch in der 80er Jahren stattfanden, widerlegen sämtliche dieser Bedenken
Die Bedenken gegen die Sicherheit gab es ja auch später. Und die 80er sind lange her und die Standards haben sich auch geändert.
in welcher liga spielt leipzig nochmal ?Zitat:
In Leipzig spielen sie zwar keinen Fußball, sondern Bach, doch das Zentralstadion stand schon zu DDR-Zeiten meist leer, da fällt das nicht auf.
Es findet eine WM in ganz Deutschland statt, das muß man den Leuten in den neuen Bundeslämdern auch zeigen. Warum das Staion leer stand? Naja, zu welchem Ligaspiel kommen schon 120.000 Zuschauer?
das station das dort hingesetzt wurde hat wer nochmal gezahlt ?
der artikel ist freilich aus gladbacher sicht geschrieben aber einige ding gegen den dfb gelten für andere vereine auch.
@eise: ich kenn die beiden nicht, der artikel stammt aber von Joachim Schwerin
@ricken ich bin kein ostholländer sondern hochfranke (guckst du landkarte wo ist
Zuletzt geändert von Ollibu am 07.06.2005, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Vor allem, welches NRW-Stadion hätte denn im Vorfeld für das Gladbacher Stadion geopfert werden können/müssen? Dortmund's Burg, wo fast 90.000 Leute reinpassen, die SchalkeArena, eines der modernsten Klötze überhaupt, Köln, mit nem Einzug von über 1 Mio.?
Und, falls eine dieser Städte "zu unrecht" Austragungsort wäre, warum sollte dann Gladbach diesen Platz einnehmen? Düsseldorf hätte ebenfalls berechtigte Forderungen gehabt, die haben auch ein topmodernes, brandneues Stadion und ne super Verkehrsanbindung (direkt! an der Autobahn und eigene U-Bahn Station direkt vor der Tür). Dass Leute und Fans unzufrieden sein werden, weil ihr "eigenes Stadion" keine WM-Statte ist, ist nunmal so, lässt sich nicht verhindern. Aber sieh es mal so, wenigstens stellen alle NRW-WM-Standorte wenigstens einen deutschen Nationalspieler, von daher wäre Gladbach sowieso raus
Und, falls eine dieser Städte "zu unrecht" Austragungsort wäre, warum sollte dann Gladbach diesen Platz einnehmen? Düsseldorf hätte ebenfalls berechtigte Forderungen gehabt, die haben auch ein topmodernes, brandneues Stadion und ne super Verkehrsanbindung (direkt! an der Autobahn und eigene U-Bahn Station direkt vor der Tür). Dass Leute und Fans unzufrieden sein werden, weil ihr "eigenes Stadion" keine WM-Statte ist, ist nunmal so, lässt sich nicht verhindern. Aber sieh es mal so, wenigstens stellen alle NRW-WM-Standorte wenigstens einen deutschen Nationalspieler, von daher wäre Gladbach sowieso raus
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Zu dem Anschlag 1972 in München:
Die Sicherheitsstandards damals waren weltweit mit denen aus unserer Zeit nicht zu vergleichen. Willst Du etwas behaupten in Gladbach wäre das nicht passiert?
Die Standards werden immer esrt angepaßt wenn etwas passiert ist oder eine Bedrohung unmittelbar bevorsteht. Nach dem 11. September müßte das doch ersichtlich sein.
Das Stadion in München:
War zwar ein guter Startschuß, aber in den Neunzigern eher ein Handicap, da aufgrund der Rechte eine Modernisierung und ein Umbau nicht möglich waren. Aber das Stadion ist zwar einer der Mosaiksteinchen der Münchner Erfolgsstory, aber mitnichten das Wichtigste. Da gibt es ganz andere, die da eine wesentlich größere Rolle spielten.
Zentralstadion Leipzig:
Die Jungs sind gerade 4 Ligen aufgestiegen und spielen in der Bezirksliga, der Aufschwung dort ist kaum aufzuhalten.
Wenn in den alten Bundesländern Geld ohne Ende vom Bund, Land und den Kommunen in Sportstätten aller Art gepumpt wird, warum nicht in die neuen Bundesländer. Da wird die Zweiklassen-Gesellschaft im deutschen Fußball angeprangert, aber wenn die "Kleinen" unterstützt werden, ist es auch wieder nicht recht.
Die dadurch entstandenen Vorteile der Region usw sollte man auch nicht unterbewerten.
Die Sicherheitsstandards damals waren weltweit mit denen aus unserer Zeit nicht zu vergleichen. Willst Du etwas behaupten in Gladbach wäre das nicht passiert?
Die Standards werden immer esrt angepaßt wenn etwas passiert ist oder eine Bedrohung unmittelbar bevorsteht. Nach dem 11. September müßte das doch ersichtlich sein.
Das Stadion in München:
War zwar ein guter Startschuß, aber in den Neunzigern eher ein Handicap, da aufgrund der Rechte eine Modernisierung und ein Umbau nicht möglich waren. Aber das Stadion ist zwar einer der Mosaiksteinchen der Münchner Erfolgsstory, aber mitnichten das Wichtigste. Da gibt es ganz andere, die da eine wesentlich größere Rolle spielten.
Zentralstadion Leipzig:
Die Jungs sind gerade 4 Ligen aufgestiegen und spielen in der Bezirksliga, der Aufschwung dort ist kaum aufzuhalten.
Wenn in den alten Bundesländern Geld ohne Ende vom Bund, Land und den Kommunen in Sportstätten aller Art gepumpt wird, warum nicht in die neuen Bundesländer. Da wird die Zweiklassen-Gesellschaft im deutschen Fußball angeprangert, aber wenn die "Kleinen" unterstützt werden, ist es auch wieder nicht recht.
Die dadurch entstandenen Vorteile der Region usw sollte man auch nicht unterbewerten.
Zuletzt geändert von sin tsu am 07.06.2005, 10:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Eigentlich sollte der Thread-Titel geändert werden. Denn das hat mit dem Länderspiel am Mittwoch ja nicht besonders viel zu tun. Nicht wahr Ollibu?
Sonst hätten auch nicht so viele reingeschaut. Die hatten sich alle eine Diskussion über unsere Nationalmannschaft erhofft.
Sonst hätten auch nicht so viele reingeschaut. Die hatten sich alle eine Diskussion über unsere Nationalmannschaft erhofft.
Abseits von halb leer oder halb voll wartet der wahre Optimist darauf, dass ihm jemand nachschenkt.
Hier geht's doch nicht um richtig oder falsch, sondern nur darum, dass ein paar frustrierte Idioten ganz Deutschland scheiße finden, weil sie nicht über den grün-schwarzen Horizont hinausschauen können und sich andere davon auch noch anstecken lassen.
EDIT: Und wenn man schon nen Threadtitel hinwichst, sollste man doch bitte wenigstens den richtig schreiben. Die Postings im Thread sind ja ne andere Sache, aber doch bitte wenigstens den Titel. 5 Fehler in einer Zeile, das kann doch nicht wahr sein
EDIT: Und wenn man schon nen Threadtitel hinwichst, sollste man doch bitte wenigstens den richtig schreiben. Die Postings im Thread sind ja ne andere Sache, aber doch bitte wenigstens den Titel. 5 Fehler in einer Zeile, das kann doch nicht wahr sein
Ich erklär's auch kurz:erses Länderspeil in Mönchnegladbach: 105 jahre sind vorbei
Erstes Länderspiel in Mönchengladbach: 105 Jahre sind vorbei
Zuletzt geändert von spalter am 07.06.2005, 11:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Ollibu
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Frieden
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Horny
Re: Deutschland - Russland
Wie war was? Oder zuviel wa(h)re Liebe geguckt?-Ricken- hat geschrieben:Ollibu hat geschrieben:
wie war, wie war![]()
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Spaß beiseite, es gibt echt nix penetranteres als das wichtigtuerische Geseiere von Gladbachern, und das Schlimme ist, daß die fast alle so sind. Die habens wohl irgendwie nie überwunden, daß sie ein Jahrzent mega-elfolgreich waren und danach bestensfalls langweiliges Mittelfeld mit gelegentlichen Ausreissern nach unten und oben.
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opelgang
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genau wie eise ist mir genau das durch den kopf gegangen.ckt hat geschrieben:Ich habs halb gelesen und dann aufgehört weils mir am Arsch vorbeigeht ob Gladbach nun ne Tolle Beziehung zum DFB hat oder nicht.
ansonsten kann ich eigentlich nur den ganzen anderen hier beipflichten,
der artikel ist viiiel zu einseitig geschrieben und mann kann fast zwischen den zeilen lesen, das der autor vor selbnstmitleid fast am heulen war...
Re: Deutschland - Russland
Aha! Was soll man dazu sagen? Versucht man dir zu beweisen, dass es auch andere gibt, dann behauptest du durch diese "Beweisführung" dass derjenige es zu wichtig nimmt und du dich deswegen wieder bestätigt fühlst! und wenn man nix schreibst bleibst du bei deiner Meinung!Horny hat geschrieben:Spaß beiseite, es gibt echt nix penetranteres als das wichtigtuerische Geseiere von Gladbachern, und das Schlimme ist, daß die fast alle so sind. Die habens wohl irgendwie nie überwunden, daß sie ein Jahrzent mega-elfolgreich waren und danach bestensfalls langweiliges Mittelfeld mit gelegentlichen Ausreissern nach unten und oben.
Áber du solltest nicht alles Pauschalisieren und solche "Schwarzen Schaafe" die nur Positiv und wirklich GAR NIX negatives über den Verein berichten gibts überall!
Thema Olympiastadion
selbst als die Bayern in den 90ern das Stadion nicht umbauen dürften hatten die noch mehr Geld eingenommen als Gladbach und hatten so ganz andere Möglichkeiten!
Sicherlich läuft ohne Sportlichen Erfolg und das sehr gute wirtschaftliche Handeln der Bayern-Bosse nix, aber wenn man mehr Geld zur Verfügung hat, kann man dies auch besser in Form von Spielern und wirtschaftsobjekte anlegen
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opelgang
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das kann man als argument gelten lassen,
aber was sollten sie machen?
aus solidarität mit den armen gladbachern,
die ja so ein schlechtes stadion haben, weil sie nix gebacken bekommen,
nicht im olympiastadion zu spielen, sondern im alten grünwalder?
es hat das olympiastadion gegeben, was wohl jeder gut findet, denn olympia in deutschland nach den schlimmen spielen 1936 war wohl für jeden ein erlebnis.
deshalb sollte man nicht jammern, sondern halt selber den arsch hochreissen und das stadion vverbessen und/oder anderweitig vernünftig wirtschaften
aber was sollten sie machen?
aus solidarität mit den armen gladbachern,
die ja so ein schlechtes stadion haben, weil sie nix gebacken bekommen,
nicht im olympiastadion zu spielen, sondern im alten grünwalder?
es hat das olympiastadion gegeben, was wohl jeder gut findet, denn olympia in deutschland nach den schlimmen spielen 1936 war wohl für jeden ein erlebnis.
deshalb sollte man nicht jammern, sondern halt selber den arsch hochreissen und das stadion vverbessen und/oder anderweitig vernünftig wirtschaften
Ich sag ja nicht, dass Bayern die hälfte ihrer Einnahmen abgegeben sollen nur weil sie Glück hatten dass Olympia in München stattfand(angeblich tun sie ja genug in Sachen Hilfe für angeschlagene Vereine)!
Aber ich kann nicht nachvollziehen, dass jemand bestreitet, dass z.B. die Bayern durch Olympiastadion ganz andere Finazielle Möglichkeiten hatten/haben als Clubs mit kleinen/unmodernen Stadien wie früher Gladbach z.B.
Aber ich kann nicht nachvollziehen, dass jemand bestreitet, dass z.B. die Bayern durch Olympiastadion ganz andere Finazielle Möglichkeiten hatten/haben als Clubs mit kleinen/unmodernen Stadien wie früher Gladbach z.B.
- sin tsu
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Das ist ein Beispiel wie ein Bericht auch objektive geschrieben werden kann.LÄNDERSPIEL IN MÖNCHENGLADBACH
Ein Mythos lebt wieder auf
Von Christian Gödecke, Mönchengladbach
Wenn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Abend gegen Russland spielt, wird sie für ein Novum sorgen: Zum ersten Mal in der Geschichte des DFB findet ein Länderspiel in Mönchengladbach statt. Im neuen Stadion will der örtliche Bundesligist endlich an glorreiche alte Zeiten anknüpfen.
Im Mai war Peer Steinbrück das letzte Mal da. Da spielte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen eine Partie Schach gegen einen örtlichen Diplom-Mathematiker, zugunsten einer wohltätigen Organisation. Zunächst verlor der hohe Besuch aus Düsseldorf das Duell am Brett, später dann die Landtagswahl. Doch Steinbrück wird wohl auch nach dem Gang in die Opposition wiederkommen, in den Borussia-Park.
Nicht alle kommen so regelmäßig ins Stadion von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach, manche lassen sogar 105 Jahre auf sich warten. Wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, die am Abend auf Russland trifft. Es ist der erste Auftritt einer DFB-Elf in Mönchengladbach in der Geschichte des Verbandes, abgesehen von einem Spiel des mittlerweile wieder eingemotteten "Team 2006" - und wenn nicht alles täuscht, gibt es schlechtere Momente für diesen Besuch im Borussia-Park: Mit der Nationalelf kommt sozusagen das Abziehbild der erträumten Zukunft nach Mönchengladbach.
Denn Klinsmanns Truppe besitzt derzeit all das, was dem Traditionsverein vom Niederrhein (noch) fehlt. Deutschlands Auswahl hat Erfolg (sieben Siege und zwei Unentschieden in zehn Spielen), einen internationalen Vergleich vor der Brust (den Konföderationen-Cup, 15. bis 29. Juni) und eine Vision (den WM-Titel 2006). Nicht ganz so Wohlmeinende spotten sogar, die DFB-Elf habe den Gladbachern noch etwas voraus: viele deutsche Nationalspieler.
Horst Köppel und das Stadion als Hoffnungsträger
Hinter der Borussia hingegen liegt wieder ein verlorenes Jahr. Der Tabellen-15. der abgelaufenen Bundesliga-Saison, mit großen Ambitionen gestartet, war am Ende vom internationalen Geschäft so weit entfernt wie Klinsmanns USA-Wohnsitz von der DFB-Zentrale. Stattdessen kämpfte die Mannschaft monatelang gegen den Abstieg und verschliss dabei zwei Trainer (Holger Fach und Dick Advocaat). Den Gang in die zweite Liga wurde erst unter dem Alt-Borussen Horst Köppel vermieden.
Doch die sportliche Malaise ist mittlerweile abgehakt, und ganz langsam macht sich sogar so etwas wie Aufbruchstimmung breit. Und das liegt just an jenem Bau, dem Ballack und Co. am Abend internationale Weihen verleihen: dem Borussia-Park. Das Stadion wurde zwar als Austragungsort für die WM nicht berücksichtigt, eröffnet dem Verein aber seit August vergangenen Jahres ungeahnte wirtschaftliche Möglichkeiten: zuletzt wies die Bilanz - obwohl Mönchengladbach in der Liga nicht gerade reüssierte - einen Traumgewinn von 3,5 Millionen Euro aus. Ganz nebenbei wird wohl der Vereinsrekord an verkauften Dauerkarten fallen.
Sportdirektor Pander: "Club mit Perspektive"
Mehr als 60.000 Zuschauer finden in der Arena Platz, bei Länderspielen sind es immerhin noch 45.600. Kein Vergleich also zum alten Bökelberg, der mit 32.000 Plätzen vergleichsweise winzig erschien. Von einer "anderen Dimension, einer neuen Zeitrechnung, einem Quantensprung" spricht Gladbachs Präsident Rolf Königs. Auch der neue Sportdirektor Peter Pander, der den im Mai geschassten Christian Hochstätter ersetzte, ließ sich durch die neuen finanziellen Möglichkeiten zum Kommen bewegen und sekundierte artig: "Das ist ein Club mit Perspektive, der wirtschaftlich erfolgreich arbeitet."
Um in der kommenden Saison auch sportlich angreifen zu können, wird die neu gewonnene Finanzkraft nicht ganz ohne Risiko eingesetzt. Erst erfüllte man Advocaat in der Winterpause den Wunsch nach sieben neuen Spielern (von denen höchstens der Belgier Bernd Thijs das Geld wert war), gestern verpflichtete Gladbach den dänischen Nationalspieler Kaspar Börgelund. Für den Rechtsverteidiger überweist der Club angeblich eine Million Euro an den PSV Eindhoven. Pander lobt die Erfahrung des 24-Jährigen, "besonders auf internationaler Ebene".
Die internationale Ebene. Der Weg scheint klar: Pander, 54, schon beim VfL Wolfsburg der Mann für die großen Visionen, und Königs wollen den Verein wieder dahin führen, wo er in den Siebzigern war. In der erfolgreichsten Epoche der Clubgeschichte gewann die Mannschaft fünf Meisterschaften, zweimal den Uefa-Cup und einen DFB-Pokal.
Acht Titel in neun Jahren begründeten den "Mythos Mönchengladbach". Die Borussia dieser Zeit wurde "Fohlen-Elf" gerufen, weil Günter Netzer und Jupp Heynckes und Allan Simonsen und Rainer Bonhof jung waren und so schnell spielten wie sie liefen. Die in schöner Regelmäßigkeit die Gegner verhöhnten, spielerisch, versteht sich. Und die mit langen Haaren und kurzen Pässen sogar den großen FC Bayern München vorführten.
"In drei Jahren wollen wir oben anklopfen", lautet die Zielvorgabe von Präsident Königs. Und ob gewollt oder nicht: Auch hier gibt das Stadion die Richtung vor. Der Borussia-Park liegt 19 Meter höher als der Bökelberg.
Abseits von halb leer oder halb voll wartet der wahre Optimist darauf, dass ihm jemand nachschenkt.
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Ollibu
Re: Deutschland - Russland
oh vielen dank horny, schön das du mich daraufhin weist (hoffe passt so)Horny hat geschrieben:Wie war was? Oder zuviel wa(h)re Liebe geguckt?-Ricken- hat geschrieben:Ollibu hat geschrieben:
wie war, wie war![]()
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was würde ich nur ohne dich machen.
Hast du ein paar Zahlen zum Zuschauerschnitt und Stadiengröße?spalter hat geschrieben:Abgesehen davon hatte der FC Bayern auch VOR dem Olympiastadion nen höheren Zuschauerschnitt als Gladbach. Dieses Argument ist also hinfällig.
Denn schau dir mal den Zuschauerschnitt von Gladbach der letzten und vorlezten Saison an! Da ist ja wohl ein großer unterschied!
Aber ich weiß nicht wie es sich 71/72 bei den Bayern verhalten hat
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Frieden
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Er musste halt sein Mathe-Fachwissen bisserl herzeigen, indem er ausgerechnet hat, dass aus einem 2:1 kein 16:0 mehr werden kann. Vor allem ned wenn nur noch 13 Minuten oder so zu spielen sind...opelgang hat geschrieben:mit der jetzt schon zweiten erwähnung des torrekordes damals 1912 haben die deppen mir schon mal wieder eine frage für das neue quiz zerstört!
"Oh nein, du bist ein Engel wie Denzel Washington in 'Rendezvous mit einem Engel' oder Will Smith in 'Bagger Vance'...oder Slimer in 'Ghostbusters'."
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opelgang
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klar,Rangoo hat geschrieben:Das hat Herr Rethy doch noch erklärt.opelgang hat geschrieben:bloß weiss ich nicht, welcher der beiden punkte das unmöglich macht!
Das zweite Tor ist wohl wirklich Kahns Ding, andererseits, wieso soll er in nem Freundschaftsspiel in der Nachspielzeit da rabiat in den Mann gehen, um das Tor zu verhindern?
im wm-finale geht der da mit gestrecktem bein und bösem gesichtsausdruck so da rein, das gegner gar keine lust mehr hat nen tor zu schießen.
aber wie erwähnt, wozu in nem freundschaftsspiel da einen umwixxen, wenn er sieht, das der spieler nach aussen geht und gleih mind. 3 verteidiger in der mitte stehen.
das erste tor sah schon was dumm aus,
aber wenn der gegner alleine vor dem ist kann der reingehen,
wobei ein kahn von 2002 den wohl nicht kassiert hätte.
- sin tsu
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Das Spiel war ganz passabel heute.
Schweinsteiger war natürlich überragend, sehr viele Ballkontakte, Dribblings, Pässe und Überraschungsmomete. Das zweite Tor war natürlich sehr fein.
Aber auch Podolski und Mertesacker haben mit gut gefallen.
Hinkel läuft seit Wochen seiner Form hinterher, da kam ja mal gar nichts.
Deisler zeigt ansteigende Form und Kahn muß das erste Tor eigentlich verhindern. Beim zweiten ist er allerdings schuldlos. Da kann er außer Foul nichts machen.
Die Abwehr ist noch etwas wacklig und vor allem das Stellungsspiel stimmt oft nicht. Die Jungs sind ja auch noch recht jung und spielten auf ungewohnten Positionen.
Die Außenverteidiger bleiben das Hauptproblem. Friedrich wird wohl nach rechts zurückkehren wenn Wörns ins Zentrum zurückkehren wird. Links allerdings ist Lahm kaum zu ersetzen und ob er fit für die WM wird?
Hanke konnte sich leider nicht in Szene setzen, schade.
Frings war defensiv recht stark.
Alles in allem war es eine gute Partie mit einen unglücklichen Ergebnis.
Schweinsteiger war natürlich überragend, sehr viele Ballkontakte, Dribblings, Pässe und Überraschungsmomete. Das zweite Tor war natürlich sehr fein.
Aber auch Podolski und Mertesacker haben mit gut gefallen.
Hinkel läuft seit Wochen seiner Form hinterher, da kam ja mal gar nichts.
Deisler zeigt ansteigende Form und Kahn muß das erste Tor eigentlich verhindern. Beim zweiten ist er allerdings schuldlos. Da kann er außer Foul nichts machen.
Die Abwehr ist noch etwas wacklig und vor allem das Stellungsspiel stimmt oft nicht. Die Jungs sind ja auch noch recht jung und spielten auf ungewohnten Positionen.
Die Außenverteidiger bleiben das Hauptproblem. Friedrich wird wohl nach rechts zurückkehren wenn Wörns ins Zentrum zurückkehren wird. Links allerdings ist Lahm kaum zu ersetzen und ob er fit für die WM wird?
Hanke konnte sich leider nicht in Szene setzen, schade.
Frings war defensiv recht stark.
Alles in allem war es eine gute Partie mit einen unglücklichen Ergebnis.
Abseits von halb leer oder halb voll wartet der wahre Optimist darauf, dass ihm jemand nachschenkt.
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opelgang
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soweit schon.
deutschland hatte mehr vom spiel.
nicht unbedingt viel mehr chancen, aber schon nen übergewicht am ball.
das erste gegentor war dumm, halt nen stellungsfehler und kahn sieht nicht unbedingt genial aus.
das zweite gegentor nen riesenpatzer uind muss deswegen eigentlich auch nicht fallen.
deutschland hatte mehr vom spiel.
nicht unbedingt viel mehr chancen, aber schon nen übergewicht am ball.
das erste gegentor war dumm, halt nen stellungsfehler und kahn sieht nicht unbedingt genial aus.
das zweite gegentor nen riesenpatzer uind muss deswegen eigentlich auch nicht fallen.
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Ollibu
im rasen vom borussen park merkwürdiger dünger gefunden ...
gefunden in einem geheimen papier aus den forschungslabors:
beim rasen wurde im borussen park ein neuer dünger verwendet.
dieser neuer dünger zeichnet sich durch besondere gene aus, die dafür sorgen das es öfters mal in der 90.minuten irgendwelche komische dinge passieren.
mal sind es tore gegen gladbach (bochum und mainz) mal für gladbach (wolfsburg)
die deutsche nationalmannschaft hat es jetzt auch erwischt.
ist nur die frage ob das gen sich bewußt war wer wer ist?
diese frage wollen die forscher im nächsten jahr noch ausgiebig auf den grund gehen.

gefunden in einem geheimen papier aus den forschungslabors:
beim rasen wurde im borussen park ein neuer dünger verwendet.
dieser neuer dünger zeichnet sich durch besondere gene aus, die dafür sorgen das es öfters mal in der 90.minuten irgendwelche komische dinge passieren.
mal sind es tore gegen gladbach (bochum und mainz) mal für gladbach (wolfsburg)
die deutsche nationalmannschaft hat es jetzt auch erwischt.
ist nur die frage ob das gen sich bewußt war wer wer ist?
diese frage wollen die forscher im nächsten jahr noch ausgiebig auf den grund gehen.
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ckt




