Ein Novum für das DFB-Team
Nur sieben Wochen nach Leipzig stehen schon wieder die Loskugeln im Mittelpunkt. Am Freitag werden in Montreux die Quali-Gruppen für die nächste EURO gezogen, die 2008 in Österreich und der Schweiz stattfindet. Unter 50 UEFA-Mitgliedsländern werden die 14 Starter neben den beiden Gastgeberländern gesucht. Sie können auf kicker online die Auslosung am Freitagmittag ab 12 Uhr im LIVE!-Ticker verfolgen.
Nur sieben Wochen nach Leipzig stehen schon wieder die Loskugeln im Mittelpunkt. Am Freitag werden in Montreux (ab 12 Uhr live bei ZDF und Eurosport) die Quali-Gruppen für die nächste EURO gezogen, die 2008 in Österreich und der Schweiz stattfindet.
Bekanntheit erlangte das Städtchen an der Schweizer Riviera für sein weltberühmtes Jazz-Festival und die "Goldene Rose", die lange Jahre in Montreux für die beste TV-Show verliehen wurde. Wer im Kongresszentrum am Ufer des Genfer Sees aber eine spektakuläre Gala erwartet, der wird enttäuscht werden. Die UEFA will sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ohne großes Brimborium werden der österreichische Fußballheld Andreas Herzog und sein Schweizer Pendant Stéphane Chapuisat die Kugeln ziehen, schon nach 16 Minuten soll das Tableau stehen.
Alle 52 UEFA-Mitglieder haben sich zur Qualifikation angemeldet. Da die beiden Gastgeber ohnehin am Start sind, bleiben noch 50 Verbände, die auf sieben Lostöpfe verteilt wurden; nur Griechenland ist dabei als Titelverteidiger in Topf 1 gesetzt. Grundlage für die Einteilung waren die Ergebnisse in den Quali-Spielen für die EURO 2004 sowie die WM 2006. Da Deutschland aber in der WM-Quali keine Punkte sammeln musste, gibt es ein Novum: Erstmals bei der EM-Qualifikation sind die Deutschen nicht im Premiumpott vertreten, sondern liegen nur im zweiten Topf bereit. Wenigstens kann das DFB-Team so Hürden wie Italien oder Spanien umkurven, die ihm dort Gesellschaft leisten. Doch bis hin zu Topf 4 mit Irland oder Belgien lauern ohnehin genügend Stolperfallen.
Die Qualifikation könnte also eine haarige Sache werden. In einer Achter- und sechs Siebenergruppen wird gespielt, nur wer am Ende einen der beiden ersten Plätze belegt, darf zur EURO. Beginnen wird die Ausscheidung am 2. September 2006, das letzte Rückspiel soll am 21. November 2007 stattfinden.
Gelost werden am Freitag in Montreux auch die 14 Quali-Gruppen für die übernächste U-21-EM 2007 in den Niederlanden. Dabei ist Deutschland im ersten Topf vertreten und bekommt zwei Gegner zugeteilt. Mit wem es die deutsche U 21 bei der Endrunde der EM 2006 in Portugal zu tun hat, steht erst am 8. Februar fest. Dann dreht sich in Porto mal wieder alles nur um Loskugeln.
Chapuisat und Herzog als "Glücksfeen"
Die WM vor der Tür, die EM im Auge: Für Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird es am Freitag ab 12 Uhr im WM-Jahr 2006 erstmals ernst, wenn im schweizerischen Montreux die Qualifikationsgruppen für die EM-Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz ausgelost werden.
Deutschland, EM-Champion von 1972, 1980 und 1996, wird dabei mit einem Platz in Lostopf zwei vorlieb nehmen müssen, gesetzt sind mit Europameister Griechenland, die Niederlande, Portugal, England, Tschechien, Frankreich und Schweden sieben andere Nationen. Mit wem es die DFB-Auswahl auf dem Weg zur EM-Endrunde in Österreich und in der Schweiz zu tun haben wird, liegt in den Händen zweier ehemaliger Bundesligaprofis. Stephane Chapuisat, der für Uerdingen und Dortmund auf Torjagd ging, und Andreas Herzog, der sowohl für den FC Bayern als auch für Werder Bremen im Mittelfeld die Fäden zog, werden bei der Auslosung als "Glücksfeen" fungieren.
"Wir sind auf einem guten Weg, haben großes sportliches Potenzial in unserer Nationalmannschaft. Es wird nicht einfach - aber ich mache mir keine Sorgen", gibt sich Klinsmann vor der Gruppen-Auslosung hinsichtlich einer EM-Teilnahme optimistisch.
Von insgesamt 50 Mannschaften qualifizieren sich in einer Achter-Gruppe und sechs Siebener-Gruppen jeweils die Gruppensieger und die zweitplatzierten Teams für die Euro 2008. Die Gastgeber Österreich und Schweiz sind automatisch qualifiziert. Die Ausscheidungsrunde beginnt im September 2006 und endet im November 2007.
Für die EM-Endrunde sind mit Wien, Salzburg, Klagenfurt, Innsbruck, Genf, Basel, Bern und Zürich acht Spielorte vorgesehen. Das Eröffnungsspiel steigt am 7. Juni 2008 in Basel unter Beteiligung der Schweizer Nationalelf. Das Finale wird am Sonntag, 29. Juni 2008, im Wiener Ernst-Happel-Stadion ausgetragen. Da wird der Sieger einen neuen Pokal entgegennehmen, den UEFA-Präsident Lennart
Johannson am Donnerstag in Montreux der Öffentlichkeit präsentieren wird. Die Trophäe wird weiterhin den Namen des früheren französischen Verbandspräsidenten Henri Delaunay tragen.
Die Lostöpfe im Überblick:
Topf 1:
Griechenland (Titelverteidiger)
Niederlande
Portugal
England
Tschechische Republik
Frankreich
Schweden
Topf 2:
Deutschland
Kroatien
Italien
Türkei
Polen
Spanien
Rumänien
Topf 3:
Serbien und Montenegro
Russland
Dänemark
Norwegen
Bulgarien
Ukraine
Slowakei
Topf 4:
Bosnien-Herzegowina
Irland
Belgien
Lettland
Israel
Schottland
Slowenien
Topf 5:
Ungarn
Finnland
Estland
Wales
Litauen
Albanien
Island
Topf 6:
Georgien
Mazedonien
Weißrussland
Armenien
Nordirland
Zypern
Moldawien
Topf 7:
Liechtenstein
Aserbaidschan
Andorra
Malta
Faröer Inseln
Kasachstan
Luxemburg
San Marino
Also morgen ab 12 Uhr gibts die Auslosung, ich finds gut, dass wir ne Starke Gruppe bekommen, nachdem ja keine WM Quali war, gibt es so vielleicht mal unterhaltsame Spiele

England würde ich mir wünsche, sind immer gute Duelle und wir haben da ja noch ne Rechnung offen
