[ EM 2008 - Finale ] Deutschland - Spanien
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[ EM 2008 - Finale ] Deutschland - Spanien
So 29.06.2008 20:45 Wien
Deutschland - Spanien -:-
Ballack angeschlagen, sowie Villa bei Spanien.
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Ballack angeschlagen, sowie Villa bei Spanien.
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Mhh, ich würd nun ja auf "Finte" oder billige Panikmache tippen, aber wäre schon äußerst bitter wenn er ausfällt.WADENPROBLEME
Ballacks Verletzung schockiert Bundestrainer Löw
Aus Wien berichtet Ronny Blaschke
Zittern um Michael Ballack: Bundestrainer Joachim Löw hat vor dem EM-Finale nur wenig Hoffnung auf einen Einsatz des verletzten Kapitäns, der erneut zur tragischen Figur eines großen Turniers zu werden droht. Dennoch will Löw sein Spielsystem gegen Spanien nicht ändern.
Wien - Die italienische Journalistin muss sich beruhigen: "Wo ist Ballack?", fragt sie. "Wo ist Ballack?" Nervös tippt sie die Nummer ihrer Agentur in ihr Handy ein, sie muss die Nachricht weitergeben, möglichst schnell. Michael Ballack, der Kapitän der deutschen Mannschaft, ihr Anführer, ihr Taktgeber, hatte nicht trainieren können am späten Nachmittag im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Das ist eine wichtige Nachricht für sie – nicht nur für sie. Gut hundert Kamerateams sind vor Ort, etwa 500 Journalisten. Sie diskutieren, telefonieren, bearbeiten die Tastaturen ihrer Laptops. Als würde gleich ein Dutzend Staatschefs um die Ecke biegen. Von Ballack ist nichts zu sehen. Wo ist Ballack?
Kapitän Ballack: Wenig Hoffnung auf Einsatz im Finale
AFP
Kapitän Ballack: Wenig Hoffnung auf Einsatz im Finale
Um kurz nach 19 Uhr betritt der Bundestrainer den Presseraum am Rande des Happel-Stadions. Er springt entschlossen auf das Podium, lächelt, nimmt einen Schluck Wasser. Der Pressesprecher der Uefa begrüßt ihn in gebrochenem Deutsch als Herrn Löh und stellt eine banale Frage. Die Antwort: "Ich erwarte einen Sieg. Das Turnier hat eine Menge Kraft gekostet, selbstverständlich werden wir noch einmal alle Kräfte mobilisieren."
Die erste Frage aus dem Publikum betrifft - wenig überraschend - Ballack. Löw berichtet von einer lädierten rechten Wade des Mittelfeldspielers und von einer Muskelverhärtung, die erst am Freitagmorgen bemerkt worden war. Bis Samstagabend konnte der medizinische Stab den Zustand nicht wesentlich verbessern, obwohl er im Mannschaftshotel rund um die Uhr mit Ballack beschäftigt ist. "Wir werden abwarten müssen, wie sich das über Nacht entwickelt", sagt Löw. "Wir müssen uns ernsthafte Gedanken machen."
Berücksichtigt man Körpersprache und Rhetorik des Trainers, so scheint nicht viel Hoffnung auf einen Einsatz zu geben. Löw blockte auch die dritte, vierte, fünfte und sechste Frage nicht ab: "Sollte er ausfallen, wird ein anderer spielen. Wir müssten mit dieser Situation klarkommen." Löw ging sogar auf mögliche Alternativen ein. Bastian Schweinsteiger könnte in der Zentrale spielen. Oder Tim Borowski, der ihn auch im Eröffnungsspiel der WM 2006 vertrat. Damals laborierte Ballack ebenfalls an Wadenproblemen.
Selbstverständlich, fügte Löw noch hinzu, müsse ohne Ballack nicht das komplette taktische System verändert werden. Als ein wenig zu viel Untergangsstimmung aufkam, schien er dagegen anreden zu wollen: "Ich habe ihn grundsätzlich nicht abgeschrieben." Besonders glaubhaft klangen Löws Worte nicht. Thomas Hitzlsperger, der neben ihm saß, stimmte ein: "Er ist ein sehr wichtiger Spieler, er hat so viele Tore für uns geschossen. Wir brauchen ihn."
So zeichnet sich wenige Stunden vor dem Endspiel gegen Spanien ein fußballerisches Trauerstück ab. Als der Unvollendete wird Ballack bezeichnet. Mit Leverkusen sammelte er zweite Plätze. Auch wenn er mit dem FC Bayern drei Meisterschaften und drei Pokalsiege feiern konnte, so blieb immer auch ein Makel an ihm haften. Prägend war die WM 2002, als er wegen seiner zweiten Gelben Karte im Endspiel gesperrt war. Vor wenigen Wochen verlor er im Finale der Champions League mit dem FC Chelsea gegen Manchester United. Auf dem brutalsten aller Wege: 5:6 im Elfmeterschießen. In allen Zeitungen waren Fotos zu sehen, wie Ballack enttäuscht zusammenbrach.
Wie würde er die Fortsetzung dieser schwarzen Serie in Wien verkraften? Joachim Löw versuchte sich an einer Antwort: "Er war nicht absolut niedergeschlagen, er war optimistisch."
Trost spendete Carles Puyol, Verteidiger der Spanier: "Michael Ballack ist ein sehr wichtiger Spieler. Er würde mir Leid tun, wenn er nicht spielen könnte." So wird das EM-Finale vermutlich auf zwei große Spieler verzichten müssen, auf Ballack und auf den spanischen Stürmer David Villa, der sich im Halbfinale gegen Russland (3:0) verletzt hatte. Der Unterschied: Villa ist 26, Ballack fünf Jahre älter. Viele Chancen auf ein großes Finale wird der Kapitän nicht mehr erhalten.
Leider ist mein Bauchgefühl nicht so gut, aber zumindest dürfte es kein Gegner sein, den man unterschätzt und nicht richtig in die Zweikämpfe geht. Denke mit deutschen Tugenden garniert mit gesunder Brutalität
Total shots
Total shots 104
Total shots on goal in Penalty Area 31
Total shots outside Penalty Area 73
Shots on goal
Shots on goal 44
Shots on goal in Penalty area 13
Shots on goal outside Penalty area 31
Shots on goal - Players
Villa David - ESP 12
Torres Fernando - ESP 8
Silva David - ESP 5
Senna Marcos - ESP 5
Güiza Daniel - ESP 4
Xabi Alonso - ESP 2
Xavi Hernández - ESP 2
Fàbregas Cesc - ESP 2
Sergio Ramos - ESP 2
de la Red Rubén - ESP 1
Sergio García - ESP 1
Die Spanier haben mit 104 Schüssen am meisten aufs Tor geballert, pro Spiel 20.8 Mal. Spielen am 2. meisten Foul, wurden aber auch am meisten gefoult.Shots wide - Players
Torres Fernando - ESP 7
Sergio Ramos - ESP 5
Güiza Daniel - ESP 4
Assists - Players
Fàbregas Cesc - ESP 3
Iniesta Andrés - ESP 2
Torres Fernando - ESP 1
Silva David - ESP 1
Capdevila Joan - ESP 1
Sergio García - ESP 1
Güiza Daniel - ESP 1
Total passes - Players
Sergio Ramos - ESP 284 83%
Fàbregas Cesc - ESP 277 79%
Senna Marcos - ESP 262 90%
Capdevila Joan - ESP 261 81%
Xavi Hernández - ESP 254 89%
Silva David - ESP 251 78%
Marchena Carlos - ESP 211 87%
Iniesta Andrés - ESP 189 76%
Puyol Carles - ESP 138 86%
Casillas Iker - ESP 115 78%
Crosses - Players
Silva David - ESP 13 31%
Fàbregas Cesc - ESP 12 17%
Sergio Ramos - ESP 8 25%
Iniesta Andrés - ESP 6 33%
Spain 104 20.8
Russia 87 17.4
Netherlands 78 19.5
Portugal 65 16.25
Turkey 64 12.8
Germany 58 11.6
Pässe pro Spiel
Team Total Match average
Spain 3014 602.8
Germany 2384 476.8
Total passes completion %
Team Total Match average
Spain 409 81.8
Germany 379 75.8
Russia 371 74.2
Turkey 352 70.4
- Zingaro
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Treffend. Und nach 44 Jahren verdient!Intruder hat geschrieben:Spanien zu recht Sieger. Haben den besten Fusi gespielt und sind souverän im ganzen Turnier aufgetreten. Deutschland hat all das was Spanien gezeigt hat, zu oft vermissen lassen.
Auch wenn sie jetzt erstmal den Titel "spielen gut, gewinnen nix" los sind. Naja, den haben die Holländer ja noch
Signatur
Whoa, Public Viewing ist ja ganz ok solange Deutschland gewinnt. Aber heute war ich irgendwie der Einzige, der nicht direkt nach der Niederlage weiter Party gemacht hat, irgendwie war ich als Einziger ein bißchen deprimiert und traurig.
Naja, wenigstens fängt ihn 6 Wochen wieder richtiger Fußball ohne die ganzen Event-Ottos an.
Naja, wenigstens fängt ihn 6 Wochen wieder richtiger Fußball ohne die ganzen Event-Ottos an.
__/)/)
_(°.°)
(")(")o
_(°.°)
(")(")o
das stimmt wohl! Hab lieber ein paar Kölner die hinter ihre Mannnschaft stehen als ein paar psydeudo Deutschland-Fans!
(Nur zur Erinnerung bin und bleibe Gladbach-Fan)
Ich "hasse" halt "Fans" die nur alle 2 Jahre zur EM/WM sich für Fussball interessieren!!!
I hate public viewing!!!!!
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Ich "hasse" halt "Fans" die nur alle 2 Jahre zur EM/WM sich für Fussball interessieren!!!
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DIE MACHT VOM NIEDERRHEIN
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Ich war Kölnarena, paar Kumpels wollten nicht rein gehen, sondern draussen gucken. unglaublich viele frauen da (würd echt sagen mehr als männer), dat is echt nicht normal, teilweise schön nuttiges aussehen hotpants und stutzen an, fussballoutfits, sieht ja ganz geil aus, aber simme modenschau / puff oder beim fussball naja
jedenfalls nach 40min in so 200.000 menschen stehend, leinwand 4-5m gross, nix ging, war gut 250m weg, da dacht ich mir "scheiss drauf, bekommst eh nie bier und darfst 50min zum pissen anstehen" und bin zülpicher str. in die flotte, gottseidank sitzplatz, aber obergeschoss, mit geschlossenem fenster, der ganze scheiss rauch und hitze, war wie inner gaskammer
15 uhr sinnlos zur arena gefahren
äußerst intelligent waren auch die weiber die flipflops anhatten und dann logischerweise in scherben getreten sind, waren sicher so 10-20 beim sanitäter
wie dumm man da sein muss, will ich mir gar nit ausmalen
und halt eventottos und frauen die nur party machen wollen sind ja grundsätzlich ganz nett, aber irgendwie fühlt man sich bissel "verarscht", wenn die dann rumschreien als wärense voll die riesenfans fragste "wo spielt ballack??" 3-5 Sekunden Pause "weiss nicht"
"
oder so kommentare "gegen spanien muss man doch gewinnen!"
naja was soll man machen, sie verachten weilse fussball nur ab halbfinale mögen und man selber so toller fan ist
oder sie tolerieren, aber irgendwie kommt bei mir hass auf 
spiel ging ja echt nix, wie erwartet, absolut verdienter sieger
jedenfalls nach 40min in so 200.000 menschen stehend, leinwand 4-5m gross, nix ging, war gut 250m weg, da dacht ich mir "scheiss drauf, bekommst eh nie bier und darfst 50min zum pissen anstehen" und bin zülpicher str. in die flotte, gottseidank sitzplatz, aber obergeschoss, mit geschlossenem fenster, der ganze scheiss rauch und hitze, war wie inner gaskammer
15 uhr sinnlos zur arena gefahren
äußerst intelligent waren auch die weiber die flipflops anhatten und dann logischerweise in scherben getreten sind, waren sicher so 10-20 beim sanitäter
und halt eventottos und frauen die nur party machen wollen sind ja grundsätzlich ganz nett, aber irgendwie fühlt man sich bissel "verarscht", wenn die dann rumschreien als wärense voll die riesenfans fragste "wo spielt ballack??" 3-5 Sekunden Pause "weiss nicht"
oder so kommentare "gegen spanien muss man doch gewinnen!"
naja was soll man machen, sie verachten weilse fussball nur ab halbfinale mögen und man selber so toller fan ist
spiel ging ja echt nix, wie erwartet, absolut verdienter sieger
Mit ein paar Leuten bei nem Kumpel geguckt. Kumpel ist bester Kumpel, Schalke-Schwutte, der aber letztlich Null Plan von Fuppes hat ("War Deutschland schonmal Europameister?")... zwar häufiger in der Norkurve auf Schalke, aber wie gesagt: Eigentlichen Plan hatter nicht. Hat beim Stand von 0:1 auch angefangen, das ReWe-Anzeigeblättchen zu lesen und sich über das Autoradio mit DVD-Player und 2,5" Display lustig gemacht... hätten ihn vermöbeln können 
Egal, Schiri hatte die Pfeife zum Abpfiff noch in der Fresse, als ich schon übelst deprimiert im Auto Richtung Heimat saß. Mir kann doch keiner erzählen, dass wenn sich einer ernsthaft für diesen Sport interessiert, man direkt nach ner Finalniederlage den "2. Platz" feiern kann?? Scheiß Modefans...
Naja, Niederlage war auf jeden Fall verdient und Spanien war eigentlich in allen Belangen überlegen, hätte Hitzelsperger und Jansen ein paar Mal in die Fresse hauen können, Hitze wg. Abspielfehler, Jansen wg. Blödheit, beim Freistoß das Abseits aufzuheben und so fast das 0:2 zu verschulden. Metze auch mit schmerzhaften Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung, Kuranyi ständig im Abseits oder gefoult, Poldi Totalausfall usw. Einziger mit Normalleistung war Odonkor auf der Bank, da, wo er hingehört (alternativ Tribüne).
Egal, wenn schon nicht wir, dann kann ich mit Spanien durchaus leben, besser als die Türken, Holland oder Italien und so...
Egal, Schiri hatte die Pfeife zum Abpfiff noch in der Fresse, als ich schon übelst deprimiert im Auto Richtung Heimat saß. Mir kann doch keiner erzählen, dass wenn sich einer ernsthaft für diesen Sport interessiert, man direkt nach ner Finalniederlage den "2. Platz" feiern kann?? Scheiß Modefans...
Naja, Niederlage war auf jeden Fall verdient und Spanien war eigentlich in allen Belangen überlegen, hätte Hitzelsperger und Jansen ein paar Mal in die Fresse hauen können, Hitze wg. Abspielfehler, Jansen wg. Blödheit, beim Freistoß das Abseits aufzuheben und so fast das 0:2 zu verschulden. Metze auch mit schmerzhaften Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung, Kuranyi ständig im Abseits oder gefoult, Poldi Totalausfall usw. Einziger mit Normalleistung war Odonkor auf der Bank, da, wo er hingehört (alternativ Tribüne).
Egal, wenn schon nicht wir, dann kann ich mit Spanien durchaus leben, besser als die Türken, Holland oder Italien und so...
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Hehe, sorry so seh ich das leider aber auch, aber ich feier nicht, wenn "ich" abgezogen wurde 
Obwohl beim FC gabs mal Zeiten, da muss man das machen, wenn man nicht jeden Samstag vorm Suizid stehen wollte :-) Ich sage nur 1034 Min ohne Tor (Cichon hat die Erlösung gebracht damals, mit sensationellem 100meter Jubelsprint
)
Bescheuert war natürlich, dass das eigentliche Tor ziemlich verhinderbar war, wenn Lahm und Lehmann sich besser absprechen.
Aber ganze 4 Torschüsse, da hätte nen Armloser beim Tippkick mehr gerissen.
Obwohl beim FC gabs mal Zeiten, da muss man das machen, wenn man nicht jeden Samstag vorm Suizid stehen wollte :-) Ich sage nur 1034 Min ohne Tor (Cichon hat die Erlösung gebracht damals, mit sensationellem 100meter Jubelsprint
Bescheuert war natürlich, dass das eigentliche Tor ziemlich verhinderbar war, wenn Lahm und Lehmann sich besser absprechen.
Aber ganze 4 Torschüsse, da hätte nen Armloser beim Tippkick mehr gerissen.
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- Jack Daniels
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opelgang
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DAS ist meine meinung.spalter hat geschrieben: Egal, wenn schon nicht wir, dann kann ich mit Spanien durchaus leben, besser als die Türken, Holland oder Italien und so...
ich hatte wirklich angst, das es im halbfinale nur unsympatische teams mit den drei obengenannten gegeben hätte, da hätten wir gewinnen MÜSSEN!
abe mit spanien - und mit abstrichen russland - kann ich noch leben.
fand jansen bis auf die eine szene beim freistoss gar nit so schlecht, der hat wenigstens versucht sich zu 'wehren', ganz schwach poldi und metze (was macht der da für ausflüge???), lahm, ballack und klose waren auch schon mal stärker.
im mittelfeld hat mir hitze noch am besten gefallen.
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Wes
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Parallele Fußballwelt
Sonntag Abend war es so weit, die EM 2008 in Österreich und der Schweiz ging zu Ende. Für die einen leider und für die anderen zum Glück. Was dieses Turnier bei dem Autoren dieser Zeilen hinterlässt, ist ein starkes Gefühl der Irritation und Verwunderung. Ein internationales Ereignis, das einerseits Fußball in seinen unterschiedlichen Spielarten verkörpert, andererseits aber auch unendlich weit entfernt von seinem Wesen ist.
Vom reinen Fußballspiel an sich war das Turnier mit Sicherheit eine positive Überraschung. Trotz des dicht gedrängten und hochklassigen Teilnehmerfeldes spielte der „bloß nicht verlieren"-Gedanke eine erfreulich untergeordnete Rolle. Im Vergleich zu den letzten Welt- und Europameisterschaften war der Anteil langweiliger und unansehnlicher Spiele deutlich geringer. Oder um mal vom nüchternen Schreibdeutsch wegzukommen: Ich hab ziemlich oft Abends vorm Fernseher gesessen und mir gedacht, dass das doch ein ziemlich geiler Kick ist, den die beiden Mannschaften da bieten. Dabei präsentierte man den Fußball in all seinen wunderbaren Facetten. Einige Teams boten technisch höchstwertigen und begeisternden Kombinationsfußball, andere hielten mit Wille und Leidenschaft dagegen. Dementsprechend auch die Halbfinalpaarungen. Auf der einen Seite das Match zwischen Spanien und Russland, die beide im Turnierverlauf gezeigt haben, dass bei ihnen ein Rädchen nahtlos ins andere greift und auf der anderen Seite mit der Türkei und Deutschland zwei Teams, deren spielerischen Darbietungen in der Mehrzahl zwar mittelschwere Kost waren, die aber immer dagegen gehalten haben.
Insofern verkörpert diese EM schon vieles vom Geist des Fußballs - zumindest mehr als die vergangenen Wettkämpfe - und das wird mir positiv in Erinnerung bleiben. Aber abseits des reinen Spielgeschehens wird dem Fußball viel seiner Faszination genommen. Er wird in ein buntes Kostüm gesteckt, kastriert und zu einem jämmerlichen Partyabklatsch seiner selbst degradiert.
In der öffentlichen Berichterstattung überschlägt man sich förmlich mit Jubelarien darüber, dass Fanlager nach dem Spiel fröhlich miteinander feiern. Genau das solle Fußball sein - ein friedliches Fest für alle. Wie bitte? Den Teil mit friedlich kann man mit Sicherheit unterschreiben und es ist absolut positiv, dass die Anzahl von Schlägereien angesichts einer derart großen Menschenmasse erfreulich gering ist, aber was ist das für eine Fußballwelt, in der man sich nach dem eigenen Ausscheiden aus dem Wettbewerb fröhlich in die Siegesparty der Gegner einreiht und mit ihnen feiert?
Fußball hat, zumindest am Spieltag, deutlich mehr trennende als vereinenende Elemente. Man fühlt sich den Leuten zugehörig, die die eigenen Farben tragen. Sicherlich gibt es auch auf der Gegenseite durchaus ordentliche Typen, mit denen man ein Bierchen trinken, frotzeln und über Fußball fachsimpeln kann. Dennoch gibt es auf beiden Seiten die stillschweigende Übereinkunft, dass man spätestens mit Anpfiff absolute Gegner sind, die alles für den Sieg der eigenen Mannschaft unternehmen werden und man sein Gegenüber nach dem Spiel möglichst niedergeschlagen und demoralisiert erleben will. Das ist doch der Fußball, den wir jedes Wochenende erleben und den wir so mögen.
Diese Rivalität, der Wettkampfgedanken und die Gegnerschaft sorgt doch mit für dieses faszinierende Wechselbad der Emotionen. Man weiß vorher nie, wie man sich nach dem Spiel fühlt. Man durchlebt Freude und Niedergeschlagenheit in all seinen Variationen. Gedämpfte Freude, wenn man einen Pflichtsieg locker eingefahren hat, ausgelassene Freude über einen vorher für unmöglich gehaltenen Auswärtssieg, jubelnde Überraschung über einen völlig unverdienten Erfolg - und eben auch diese lähmende Niedergeschlagenheit, wenn der Gegner einfach übermächtig war oder tiefsitzender Ärger, weil der entscheidende und siegbringende Schuss eben nicht im Netz gelandet ist. Der Gang ins Fußballstadion ist eine Wundertüte, der emotionale Ausgang ungewiss.
Wie arm und langweilig dagegen wäre der Fußball, wenn er wirklich das von vielen als seeligmachend propagierte Fanfest wäre. Würde uns allen nicht etwas wichtiges fehlen, wenn schon vor dem Anpfiff klar wäre, dass man danach gemeinsam feiert und der Ausgang des Spiels völlig unbedeutend für die Gemütslage wäre?
Möge der Fußballalltag sich diese gegenseitigen Rivalitäten zwischen allgemeiner Ablehnung und Gift und Galle bewahren und nicht diesem vermittelten Trugbild von gemeinsamer Party und Ausgelassenheit aufsitzen. Fußball ist derb und archaisch und genau das sorgt für die geliebte, brodelnde Atmosphäre. Die Zuneigung zum eigenen Verein und der Gewissheit den anderen überlegen zu sein. Wer daraus eine familienfreundliche Gute-Laune-Veranstaltung machen möchte, beraubt den Sport seiner Emotionalität und somit seiner Seele.
Also, die Fähnchen vom Auto demontiert, der Hupe ihre wohlverdiente Auszeit geben und volle Konzentration auf eine neue Saison unserer geliebten Borussia und ihrer 17 erbitterten Gegner. Party gibt's woanders.
Zingaro hat geschrieben:Public Viewing ist scheisse...
da trifft man nur auf viel zu viele Leute die keine Ahnung haben aber dumm rumsülzen...
- Stoa
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Trifft's auch recht gut, wobei ich das Phänomen des "Die eigene Mannschaft auspfeifen" und Rumgemosere nicht unbedingt als Nebenerscheinung der Eventfans begreifen würde. Sowas gibt's doch auch unter den 20-Jähre Dauerkartenbesitzern, die in jedem Spiel was rumzumaulen haben und dann auch mal bei 0:1 zur Pause anfangen zu pfeifen. Oder nen Spieler, den sie vor nem halben Jahr zum Teufel gewünscht ham, plötzlich zum absoluten Gott hochreden, weil er halt besser in Form ist. Also das Rumgemaule ist meiner Meinung nach auch Bestandteil im Repertoire der "normalen" Fußballfans. Dass das möglicherweise durch solche Party-Macher bisserl verstärkt wird, kann schon sein, aber ich denke mal, dass sich das in Grenzen hält...
"Oh nein, du bist ein Engel wie Denzel Washington in 'Rendezvous mit einem Engel' oder Will Smith in 'Bagger Vance'...oder Slimer in 'Ghostbusters'."
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