Das mit den Siegen ist echt doof, wenn dann jemand schon 10x gewonnen hat ist die WM quasi gelaufen und er braucht gar nicht mehr fahren um WM - Sieger zu werden, dass Teams mit weniger Kohle mit Vorteilen bedacht werden ist auch sinnlos, weil warum sollen dann große Firmen überhaupt Geld investieren?Die Regel-Umwälzung des Weltverbands liefert der Formel 1 kurz vor dem Saisonstart viel Stoff für neuen Streit. Umstritten ist vor allem die freiwillige Budgetgrenze, die von 2010 an gelten sollen.
So wird es nie wieder sein: Ein Bild aus der guten alten Zeit der Frmel 1. (Bild: dpa)
LONDON - Die Regel-Umwälzung des Weltverbands liefert der Formel 1 kurz vor dem Saisonstart viel Stoff für neuen Streit. „Der größte Schock in ihrer Geschichte“ habe die Motorsport- Königsklasse erwischt, urteilte die britische Tageszeitung „The Times“ am Mittwoch in ihrer Online-Ausgabe. Umstritten ist vor allem die freiwillige Budgetgrenze, die nach dem Weltrats-Beschluss des Internationalen Automobilverbands FIA von 2010 an gelten sollen. Teams, die mit maximal 33 Millionen Euro Jahresetat auskommen, werden demnach mit technischen Vorteilen belohnt. „Das birgt das Risiko, dass das Wesen der Formel 1 auf den Kopf gestellt wird“, warnte der Präsident der Teamvereinigung Fota, Luca di Montezemolo.
Mit dieser Maßnahme und auch der neuen Vergabe des WM-Titels an den Fahrer mit den meisten Siegen geht die Fia wieder auf Konfrontationskurs mit den Teams. Der Weltverband hat die Teamvereinigung Fota erneut übergangen und damit scharfe Kritik provoziert. Auch die Fahrer sind verwirrt. Nick Heidfeld sagt über die bereits kommende Saison geltende Regel, dass alleine die Anzahl der Siege über den Weltmeister entscheidet und die Punkte erst bei gleicher Siegzahl eine Rolle spielen: „Das ist Geschmackssache, aber mein Geschmack ist das nicht, ich fand die alte Regel besser.“ Für noch mehr Unverständnis sorgt bei dem 30-Jährigen die Tatsache, dass ab dem zweiten Platz der WM-Wertung dann wieder die Punktewertung maßgeblich ist. „Das finde ich sinnlos. Es sollte es eine gleiche Bemessungsgrundlage für alle geben, aber keinen Mischmasch.“
„Jedes Mal, wenn wir Änderungen vornehmen, gibt es eine ganze Menge Leute, die sagen: Vergiss es, das wird nicht passieren. Die Wahrheit ist doch, dass wir eine Grenze für alle haben sollten“, konterte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone am Mittwoch in London. Urheber der neuen Bestimmungen ist FIA-Chef Max Mosley, Ecclestone gab Grünes Licht. Doch vor allem für die in der Rennserie engagierten Autobauer, die bislang deutlich größere Summen investierten, dürften die mit der Budgetgrenze verbundenen Vorteile für Außenseiter-Teams ein Schlag ins Gesicht sein. „Dies könnte den Ruf der Formel 1 beschädigen, die Grenzen von Sport und Wissenschaft zu überschreiten“, befand der „Daily Telegraph“. Experten stellten infrage, ob die auf das Hightech-Image der Formel 1 bedachten Auto-Hersteller überhaupt bereit seien, künftig in einer „Low-Budget-Version“ mitzufahren.
Der Plan der Fia sieht vor, den Rennställen mit Mini-Etat große Freiheiten bei der Aerodynamik und bei der Motorenleistung zu gewähren. Teams, die weiter mit größeren Budgets operieren wollen, bleiben diese Vorteile im Rahmen des bis 2012 geltenden Regelwerks untersagt. „Da werden sich die großen Teams bald fragen, warum sie 300 Millionen ausgeben“, meinte Ecclestone. Prompt aber kursierte das Gerücht, es handle sich vor allem um einen politischen Winkelzug des Duos Mosley und Ecclestone, um einen Keil in das Lager der Fota zu treiben. Die Teams hatte jüngst Einigkeit gezeigt, Einsparungen versprochen und auf mehr Mitsprache gedrängt. Doch noch sind viele Fragen offen. Wie ist die Einhaltung überhaupt zu kontrollieren? Welche Ausnahmen sind erlaubt? Viel Zündstoff für eine Saison, die ohnehin schon ein Krisenjahr für die Formel 1 ist. Für Fota-Chef di Montezomolo ein Streit zur Unzeit: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten müssen wir alles für einen stabilen Regelrahmen tun, ohne ständige Unruhe, die verwirrend für Autobauer, Teams, die Öffentlichkeit und die Sponsoren ist.“ (dpa, sid)
Formel 1 - Änderungen zur neuen Saison - nur Siege zählen
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Re: Formel 1 - Änderungen zur neuen Saison - nur Siege zählen
Formel-1-Piloten lehnen neuen WM-Modus ab
Von Christian Hollmann, 19.03.09, 14:00h
Die neue Weltmeister-Formel spaltet die Vollgas-Branche. Kurz vor dem Saisonstart machen die ersten Stars der Formel 1 Front gegen die Regel-Revolution des Automobil-Weltverbands FIA, nach der schon in diesem Jahr der Fahrer mit den meisten Grand- Prix-Siegen Champion wird.
Unzufrieden
Fernando Alonso verlässt die Renault-Box bei Testfahrt in Jerez.
Jerez - Die neue Weltmeister-Formel spaltet die Vollgas-Branche. Kurz vor dem Saisonstart machen die ersten Stars der Formel 1 Front gegen die Regel-Revolution des Automobil-Weltverbands FIA, nach der schon in diesem Jahr der Fahrer mit den meisten Grand- Prix-Siegen Champion wird.
«Ich mag es nicht wirklich», zitierte die «Bild»-Zeitung Lewis Hamilton, der nach dem neuen WM- Modus mehr denn je um die Titelverteidigung zittern muss. Rekord- Champion Michael Schumacher teilt die Meinung des Briten. «Ich kann keinen Sinn darin erkennen, eventuell einen Weltmeister zu haben, der weniger Punkte als der Zweitplatzierte hat», wetterte der Ferrari- Berater auf seiner Webseite.
Auch der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso ist sauer. «Ich verstehe nicht, warum ständig die Regeln des Sports verändert werden müssen», schimpfte der Spanier. Der Renault-Pilot forderte die sofortige Rückkehr zum bisherigen System, bei dem die Gesamtzahl der Punkte entschied. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hingegen rechnet dank der neuen Regel fest mit mehr Spektakel auf der Piste. «Die Jungs sollen wieder echte Rennen fahren», sagte der 78-Jährige.
Doch die Piloten fühlen sich durch die kurzfristige Reform überrumpelt. «Natürlich ist es ein Anreiz, um immer auf Sieg zu fahren. Aber es scheint mir auch riskant», urteilte Jenson Button vom Honda-Nachfolger Brawn GP. «Nach neun Rennen könnten wir schon einen Fahrer haben, der den Titel bereits gewonnen hat und dann stehenbleiben und Eis essen kann.»
Ein zusätzlicher Schlag ist der Regel-Beschluss des FIA-Weltrats vor allem für Hamiltons Titel-Projekt. Die Silberpfeile schwächelten zuletzt bedenklich, die Teamspitze rechnet frühestens im zweiten Saisondrittel mit Siegen. Dann könnte es für den Champion zu spät sein. Kein Wunder, dass der 24-Jährige gegen die neuen Bestimmungen aufbegehrt. «Es sollte darum gehen, dass Team und Fahrer als Einheit über ein ganzes Jahr die besten sind. Nicht darum, wer die meisten Rennen gewinnt», betonte der Brite. Hätte es die neue Regel bereits im Vorjahr gegeben, wäre statt Hamilton Ferrari-Pilot Felipe Massa Weltmeister geworden.
Unmut regt sich in weiten Teilen des Fahrerlagers. BMW-Sauber- Pilot Nick Heidfeld strich wie Alonso die Vorteile des alten Punktesystems heraus. Force-India-Pilot Adrian Sutil sagte im RTL- Interview: «Mir kommt es so vor, als ob verzweifelt versucht wird, die Formel 1 noch interessanter, noch spektakulärer zu machen. Dabei ist sie doch schon sehr interessant, so wie sie ist.»
Für Bedenken sorgen vor allem zugespitzte Titel-Rechnungen wie diese: Fahrer A gewinnt vier Rennen und hat damit die meisten Siege, scheidet ansonsten aber immer aus. Damit hätte er 40 Punkte auf dem Konto. Fahrer B gewinnt drei Grand Prix, wird 14 Mal Zweiter und hätte damit 142 Zähler. Weltmeister wäre dennoch Fahrer A. «Den Zuschauern wird es schwerfallen, das zu verstehen», befand Button. Zudem könnte die neue Regel die Rennställe mehr denn je zur offiziell verbotenen Teamordner verführen. Wenn nur noch Siege über den Titel entscheiden, dürften die Teams bemüht sein, einen ihrer beiden Fahrer mit allen Mitteln möglichst oft auf Rang eins zu bringen.
(dpa)
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opelgang
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Re: Formel 1 - Änderungen zur neuen Saison - nur Siege zählen
die siege regelung is völliger schwachsinn.
kostenersparniss gar nicht schlecht und wenn kers funktioniet könnte es auch was die spannung erhöhen.
aber ich guck sowieso seit 2-3 jahren nimmer
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Re: Formel 1 - Änderungen zur neuen Saison - nur Siege zählen
Geht ja gut los.Die von der FIA am Dienstag kurz vor dem Saisonstart der Formel 1 beschlossene Regeländerung stößt auf Widerstand bei den Teams. Die Teamvereinigung FOTA beschloss am Freitag einstimmig, Protest einzulegen.
Abseits von halb leer oder halb voll wartet der wahre Optimist darauf, dass ihm jemand nachschenkt.
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Re: Formel 1 - Änderungen zur neuen Saison - nur Siege zählen
Die Siegregel ist weg? Super. Größter Blödsinn aller Zeiten
Weggehen bedeutet nicht unbedingt,
Irgendwo anders dann anzukommen.
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