Mal was neues...Fußball-Streik in Baden-Württemberg
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Der Ball bleibt unberührt - (c) AFP
Nichts geht mehr in Baden-Württemberg. Mit landesweiten Protestaktionen laufen die Verbände und Vereine Sturm gegen die von der Landesregierung angedrohte weitere Kürzung ihrer Zuschüsse für den Sport. Als erste Reaktion werden im Bereich des württembergischen Fußball-Verbandes (WFV) am Wochenende von der C-Klasse bis zur Verbandsliga keine Spiele ausgetragen. "Es reicht nicht, dass wir nur dicke Backen machen, jetzt müssen wir auch pfeifen", sagte WVF-Geschäftsführer Manfred Hurler und will der Politik die Rote Karte zeigen.
Jährlich 5,28 Millionen Euro weniger
Mit ihrem in der Geschichte des deutschen Sports wohl einmaligen Streik protestieren die Fußballer gegen die für die kommenden zwei Jahre geplanten Kürzungen um jährlich 5,28 Millionen Euro im Sporthaushalt des Landes. "Die Schmerzgrenze war bereits in diesem Jahr erreicht, jetzt sind Vereine in ihrer Substanz gefährdet", schimpfte der Fußball-Funktionär. Sollten die Pläne des Kabinetts von Noch-Ministerpräsident Erwin Teufel Realität werden, könnten die Vereine die Übungsleiterförderung von maximal 360 Euro pro Übungsleiter und Jahr nicht mehr finanzieren.
Stichtag: 8. Dezember
"Unsere Übungsleiter fühlen sich schlicht verarscht", äußerte Rolf Budelmann als Geschäftsführer des TSV Schmiden. Der Verein, der bei der Rhythmischen Sportgymnastik bundesweit zu den führenden Klubs zählt, hat zusammen mit dem SV Fellbach für den 8. Dezember einen Streik beschlossen. An diesem Tag, an dem der Doppelhaushalt 2005/06 zur ersten Lesung im Landtag eingebracht wird, wird bei diesen Vereinen der komplette Übungsbetrieb ruhen.
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Was haltet ihr davon? Ich finde es gut, nur bringen wird es leider nichts.
