Was meint ihr, wer gewinnt und wieso?sport1.de hat geschrieben:Einstiges "Wunderkind" gegen historischen Überflieger
München - Historischer Rekord des Überfliegers Lance Armstrong oder triumphale Rückkehr des einstigen "Wunderkindes" Jan Ullrich?
Die Tour de France steht bei ihrer 91. Auflage wieder einmal vor einem großen Duell. Mit dem Prolog beginnt am Samstag in Lüttich (15.45 Uhr Live) der erneute Zweikampf zwischen dem fünfmaligen Sieger aus den USA (1999-2003) und seinem 1997 einmal erfolgreichen und fünfmal zweitplatzierten deutschen Herausforderer.
3:0 für Armstrong
3:0 führt Armstrong im direkten Vergleich der beiden Rivalen, doch während der Texaner zuletzt ungewohnte Schwächen zeigte, präsentierte sich Ullrich in der Vorbereitung besser denn je, wie der Gewinn der Tour de Suisse zeigte.
Ullrichs Triumph in der Schweiz hat auch Armstrong beeindruckt. "Der Sieg bei der Tour de France wird in diesem Jahr härter umkämpft sein denn je. Jan ist mein größter Rivale", sagte der US-Star.
Indurain glaubt an Ullrich
Ullrich sei besser in Form als all die Jahre zuvor, so Armstrong weiter: "besser als wir es erwartet haben."
Auch wenn zum Kreis der Mitfavoriten noch andere Fahrer zählen, gibt es für die meisten nur zwei ernsthafte Sieganwärter. "Wenn es einen gibt, der Lance Armstrong schlagen kann, dann ist es Jan", ist T-Mobile-Teamchef Walter Godefroot überzeugt.
"Ullrich kann in diesem Jahr siegen", glaubt auch Miguel Indurain. Der Spanier gewann die Frankreich-Rundfahrt zwischen 1991 und 1995, wurde dann aber 1996 vom siegreichen Dänen Bjarne Riis gestoppt und auch von Ullrich distanziert.
Armstrong will Gesetz der Serie brechen
Indurain steht als bislang Letzter in der Reihe derer, die die Große Schleife fünfmal gewannen, aber im sechsten Anlauf jeweils scheiterten. Vor ihm ereilte dieses Schicksal Jacques Anquetil, Eddy Merckx und Bernard Hinault.
Doch Armstrong will im 101. Jahr das Gesetz der Serie brechen und in die Geschichte eingehen: "Ich versuche, nicht darüber nachzudenken, aber natürlich werde ich ständig an die Chance auf diesen sechsten Sieg erinnert", räumt der 32-Jährige ein.
"Lance blufft!"
Fragezeichen stehen dagegen hinter der Form des US-Postal-Kapitäns. Sein schon traditioneller Abschlusstest bei der Rundfahrt "Dauphine Libere", die er 2002 und 2003 gewann, endete diesmal "nur" auf Platz vier. Beim Bergzeitfahren verlor er zwei Minuten auf Gesamtsieger Iban Mayo. Ullrich indes gibt darauf nicht viel: "Lance blufft!"
Auch Armstrong gibt sich zuversichtlich: "Nach der 'Dauphine Libere' wusste ich, dass mir noch einiges an Arbeit bis zum Tourstart bleibt, aber jetzt bin ich bereit. Wichtig ist, dass man in der zweiten Tourhälfte seine Topform erreicht. Wäre man schon am ersten Tag bei 100 Prozent, würde man Gefahr laufen, das nicht bis zum Ende durchzustehen."
Nicht erst der Sieg bei der "Dauphine" hat dagegen Mayo in den erweiterten Kreis der Favoriten gebracht. Neben dem Basken, der schon bei der Tour 2003 die Königsetappe nach Alpe d'Huez gewann, hat auch Armstrongs ehemaliger Edel-Helfer Tyler Hamilton einen Podestplatz im Visier.
Woche der Sprinter
Die ersten Tage der Tour werden jedoch vor allem die Sprinter beherrschen. Dabei ist Erik Zabel krasser Außenseiter gegen den Italiener Alessandro Petacchi.
Relevant fürs Gesamtklassement ist an den ersten Tagen lediglich das Mannschaftszeitfahren (7. Juli). Erst ab der 10. Etappe (14. Juli) wird es für die Tour-Favoriten ernst.
Showdown beim Bergzeitfahren
Dann geht es am Nationalfeiertag ins Zentralmassiv und dabei über nicht weniger als neun Berge der 3. bis 1. Kategorie. Als erste Highlights folgen auf der 12. und 13. Etappe zwei Bergankünfte in den Pyrenäen.
Die Entscheidung im Kampf ums Gelbe Trikot wird allerdings erst in der letzte Woche fallen. Mit der 15. Etappe (20. Juli) beginnt der Aufstieg in die Alpen. Zum Showdown kommt es wohl am 21. Juli beim Bergzeitfahren hinauf nach Alpe d'Huez.
Col de la Madeleine - Dach der Tour 2004
Einen Tag später folgt die "Königsetappe" mit vier Bergen der ersten und höchsten Kategorie, darunter dem 2000 m hohen Col de la Madeleine als dem Dach der Tour 2004.
Spätestens entschieden ist die Rundfahrt nach dem letzten Zeitfahren am 24. Juli. Tags darauf rollt das Peloton nach insgesamt 3391,1 km in Paris ein.
Ich denke, dass Armstrong trotz des "Fluches"(das bis jetzt keiner ein sechstes mal gewonnen hat) gewinnt! Auch wenn Ullrich offensichtlich besser in Form ist als sonst, reicht es nicht um Armstrong abzuhängen!
EDIT durch Stefan: Spa, ich nehme es mal in den WICHTIG-Bereich, da es der nächste Hammer nach der EM werden dürfte, o.k.?











