mittwoch abend, olympiastadion berlin. deutschland - brasilien.
muss ich mehr sagen?
einige berichte im vorfeld der partie:
Parreira: 'Klassiker des Weltfussballs'
Brasiliens Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira liebt die Herausforderung. Deshalb spielt das Prestige-Duell des fünfmaligen Weltmeisters gegen Deutschland am Mittwoch in Berlin (20.45 Uhr/live im ZDF) in den Planungen des 61-Jährigen für die erfolgreiche Titelverteidigung 2006 an gleicher Stelle eine wichtige Rolle.
'Deutschland gegen Brasilien ist ein Klassiker des Weltfußballs. Für uns ist es gut, gegen so einen
starken Gegner zu testen, damit wir wissen, wo wir stehen', betont Parreira.
'Das WM-Finale ist abgehakt'
Der 2:0-Endspielerfolg gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor zwei Jahren in Yokohama spielt jedoch keine Rolle mehr. 'Das WM-Finale ist abgehakt. Wir werden auch im Hinblick auf den Konföderationen-Cup im nächsten Jahr schon wichtige Erkenntnisse vor Ort sammeln können', stellt der Weltmeister-Coach von 1994 im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Rande des Trainingslagers der 'Selecao' in Teresopolis klar.
Auch der erstmalige Gang eines Titelverteidigers durch die Qualifikationsmühle hat für den diplomierten Fußballlehrer positive Aspekte. 'Durch die vielen Spiele mit Wettkampfcharakter werden wir schon gut vorbereitet und im Turnier-Rhythmus nach Deutschland kommen. Bei der letzten WM fehlte dies Titelverteidiger Frankreich, der dann im Turnier nicht zu seinem Spiel fand', warnt Parreira den Gastgeber der kommenden WM, der bis 2006 keine Qualifikationsspiele bestreiten muss.
Klinsmann für Parreira eine 'Identifikationsfigur'
Das DFB-Team sieht Parreira, der schon beim WM-Sieg der Brasilianer 1970 in Mexiko als Konditionstrainer seine Fähigkeiten andeutete, bei Bundestrainer Jürgen Klinsmann in guten Händen. 'Ich habe Klinsmann bei Trainer-Veranstaltungen in den USA kennen und schätzen gelernt. Ich halte menschlich viel von ihm. Aufgrund seiner Historie als Fußballer ist er eine Identifikationsfigur', urteilt der Trainerfuchs respektvoll über den Trainernovizen, der viel von seiner Erfahrung an die Spieler weitergeben werde.
Da Parreira keinem Kräftemessen aus dem Weg geht, kann er auch Klinsmanns Entscheidung verstehen, Oliver Kahn den Status als Nummer eins zu kündigen. 'Ein Wettbewerbs-Klima ist immer fruchtbar. Bei der WM 1970 ist Brasilien sogar ohne feste Nummer eins ins Turnier gegangen und hat am Ende den Titel geholt', steht der Weltreisende in Sachen Fußball, der auch Kuwait (1982), die Vereinigten Arabischen Emirate (1990) und Saudi-Arabien (1998) bei WM-Turnieren betreute, Rotationen positiv gegenüber.
Kein Wunder, wenn man wie die Brasilianer aus einem scheinbar unerschöpflichen Fundus an Talenten schöpfen kann. Da bricht sogar bei einer Strafaktion für die von ihren Klubs für das 'Friedensspiel' gegen Haiti nicht freigegebenen Lucio und Ze Roberto (beide Bayern München) sowie Dida, Cafu und Kaka (alle AC Mailand) am Zuckerhut keine Panik aus. 'Für mich ist die Sache erledigt. Die Spieler werden das nächste Mal wieder dabei sein', beruhigt der Coach der 'Selecao' das für das Deutschland-Spiel ausgebootete Quintett.
'Sind kein x-beliebiger Fußballverband'
'Wir sind aber kein x-beliebiger Fußballverband, sondern fünfmaliger Weltmeister. Wir mussten unsere Unzufriedenheit den Klubs gegenüber deutlich machen', schließt Parreira im Kampf gegen die europäischen Spitzenklubs um die Freistellung seiner Stars auch in Zukunft weitere Aktionen nicht aus. Schließlich liebt er die Herausforderung.
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Deutschland bekämpft den Fluch der 'Großen'
Die deutsche Nationalmannschaft will am Mittwoch (20.45 Uhr/live im ZDF) ausgerechnet gegen Weltmeister Brasilien ihre Negativserie gegen die so genannten großen Fußball-Nationen beenden. In den letzten neun Spielen gegen die Top-Teams gab es acht Niederlagen und beim 1:1 gegen die Niederlande bei der Euro 2004 lediglich ein Remis.
Den letzten Sieg gegen ein Spitzenteam gab es am 7. Oktober 2000 gegen England, als die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) durch ein Tor von Dietmar Hamann das letzte Spiel im Londoner Wembleystadion mit 1:0 gewann.
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ausserdem müsste der fc bayern, für den fall, dass andreas görlitz eingesetzt wird, einen nachschlag in höhe von 500.000€ an die sechzger zahlen.
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ich bin gespannt, wie sich die mannschaft unter klinsmann gegen einen durchaus ernstzunehmenden gegner präsentiert.
die fitness dürfte ja kein problem sein...
















